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Forschungsgruppe
"Top-Down-Modulation unbewusster Wahrnehmung"
unterstützt
durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
English
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Im Rahmen des Projektnetzwerkes "Neuro-cognitive Mechanisms of
Conscious and Unconscious Visual Perception", untersuchen wir die
funktionalen und neuronalen Mechanismen des modulatorischen Einflusses
von Top-down Faktoren auf Bahnungseffekte.Nach klassischen Theorien der
Automatizität laufen unbewusste automatische Prozesse
unabhängig von übergeordneten Top-down-Faktoren wie
Aufmerksamkeit, Absichten und Aufgabeneinstellungen ab. Neuere Arbeiten
stellen jedoch diese Ansicht infrage. Sie zeigen, dass ein
prototypisches Beispiel eines automatischen Prozesses, der bahnende
Einfluss unbewusst wahrgenommener maskierter Stimuli, ähnlich wie
bewusste Prozesse von Aufmerksamkeit und Handlungsabsichten
abhängen. Dies zeigt, dass der klassische Begriff von
Automatizität neu definiert werden muss. Auf der Grundlage eines
Gating-Modells wird erforscht, wie zuvor aktivierte
Aufgabeneinstellungen Bahnungseffekte durch unbewusst und bewusst
wahrgenommene Stimuli modulieren. Eine neu entwickelte Cueing-Aufgabe
erlaubt uns die Effekte (i) verschiedener Aufgabeneinstellungen
(Aufmerksamkeitsfokus auf perzeptuelle oder semantische Wortmerkmale)
(ii) auf verschiedene Formen von Bahnung (Bahnung basiert auf
Wortbedeutung oder sensu-motorischer Handlungsvorbereitung) (iii)
ausgelöst durch unbewusste oder bewusst wahrgenommene Stimuli
innerhalb desselben Paradigmas systematisch zu untersuchen. Diese
Forschung soll die Frage beantworten helfen, inwieweit bewusste und
unbewusste Wahrnehmung durch ähnliche Mechanismen gesteuert wird.
Maskiertes
Priming als Beispiel für unbewusste Wahrnehmung
Dieser Film
zeigt beispielhaft das experimentelle Design eines
maskierten Priming-Durchgangs. Zunächst wird eine zufällige
Buchstabenfolge präsentiert, die als Vorwärtsmaske dient.
Anschliessend
erscheint ganz kurz das Wort "Tisch", gleich gefolgt von einer
Rückwärtsmaske.
Schließlich wird das Wort "Stuhl" gezeigt, das dahingehend
klassifiziert werden muss, ob es sich dabei um ein Wort der deutschen
Sprache handelt oder nicht (lexikalische Entscheidung).
Obwohl die Masken verhindern, dass wir das Wort "Tisch" bewusst
wahrnehmen, können wir einen Vorteil aus diesem ziehen. Die
lexikalische Entscheidung auf das Zielwort
ist beschleunigt, wenn der unbewusst präsentierte Prime mit dem
Zielwort semantisch relatiert ist.
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Mitglieder
der Arbeitsgruppe
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Kiefer,
M., & Spitzer, M. (2000). Time course of conscious and unconscious
semantic brain activation. NeuroReport, 11, 2401-2407.
Kiefer, M. (2002). The N400 is modulated by unconsciously perceived
masked words: Further evidence for an automatic spreading activation
account of N400 priming effects. Cognitive Brain Research, 13, 27-39.
Kiefer, M., & Brendel, D. (2006). Attentional modulation of
unconscious 'automatic' processes: Evidence from event-related
potentials in a masked priming paradigm. Journal of Cognitive
Neuroscience, 18, 184-198.
Martens, E.U., Schweinberger, S.R., Kiefer, M., Burton, A.M. (2006).
Masked and unmasked electrophysiological repetition effects of famous
faces. Brain Research, 1109, 146-157.
Kiefer, M. (2007). Top-down modulation of unconscious 'automatic'
processes: A gating framework. Advances in Cognitive Psychology, 3,
289-306.
Kiefer, M. (in press). Bewusstsein. In J. Müsseler (Ed.), Lehrbuch
der Allgemeinen Psychologie. Heidelberg: Elsevier - Spektrum
Akademischer Verlag.
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Bei der
Untersuchung unserer Fragestellungen kooperieren wir mit:
Ulrich
Ansorge

(Universität Osnabrück, Osnabrück)
John-Dylan Haynes

(Bernstein Center for Computational
Neuroscience, Berlin & Charité - Universitätsmedizin,
Berlin)
Uwe Mattler

(Georg-August Universität, Göttingen)
Michael
Niedeggen 
(Freie Universität, Berlin)
Rolf
Verleger 
(Universität Lübeck,
Lübeck)
Stanislas
Dehaene 
(Collège
de France, Paris, Frankreich)
Michael Herzog 
(École Polytechnique
Fédérale de Lausanne, Lausanne, Schweiz)
Lionel Naccache

(Hôpital
de la Pitié-Salpêtrière, Paris, Frankreich)
Verantwortlich
für diese Seite: Markus
Kiefer
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