Arbeitskreis Senioren/Seniorinnen und INTERNET
beim Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm
Wir über uns
Ziele des Arbeitskreises
Arbeitsbereiche:
Informationen
o Einstiegshilfe und Handbuch
o E-Mail
o NewsgroupsRisiken
Unser Arbeitskreis "Senioren/Seniorinnen im INTERNET" besteht seit dem Sommersemester 1996. Er ging hervor aus einer Arbeitsgruppe in der Frühjahrsakademie 1996, die sich mit Fragen der Nutzung neuer Technologien der Kommunikation beschäftigte. Die Arbeit unseres Kreises ist eingebettet in das Forschungsprojekt "Wissenschaftsorientierte Weiterbildung älterer Menschen in Deutschland und Europa" am ZAWIW, in dem mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Versuch gestartet wird, mit Hilfe des INTERNET ein Europäische Netzwerk "Learning in Later Life" aufzubauen.
Unser Arbeitskreis besteht zur Zeit aus 24 Männern und Frauen und wird vom ZAWIW betreut. Neben dem persönlichen Ziel von uns allen, Kenntnisse im Umgang mit dem INTERNET zu vertiefen, geht es uns als Gruppe darum, Methoden und Materialien zu entwickeln, die älteren Menschen den Zugang zum INTERNET erleichtern, und die Kommunikation zwischen ihnen durch das INTERNET zu fördern.
Wir treffen uns regelmäßig monatlich im Plenum, in dem allgemeine Fragen behandelt und Texte verabschiedet werden. Es haben sich zu einzelnen Teilaufgaben Projektgruppen gebildet. Alle Mitglieder unserer Gruppe arbeiten auch induviduell an ausgewählten Fragestellungen und können die Computer des Universitätsrechenzentrums nutzen.
In einer ersten Phase machten wir uns mit den technischen Möglichkeiten und Gegebenheiten des INTERNET vertraut, wobei Fragen, Schwierigkeiten und Probleme protokolliert und in der Gruppe besprochen wurden. Einige Mitglieder, die mit der neuen Technik schon mehr vertraut waren, halfen den anderen Mitgliedern beim Einstieg ins Netz. In einem zweiten Schritt versuchten wir, auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen Zugangsweisen ins Internet im Sinne eines Leitfaden anschaulich zu beschreiben. Dieser Leitfaden wurde im Rahmen einer Arbeitsgruppe während der Frühjahrsakademie 1997 von acht Männern und Frauen erprobt, die vorher noch keinen Zugang zum INTERNET hatten. Mitglieder des Arbeitskreises standen als Tutoren zur Verfügung. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden derzeit ausgewertet. Sie gehen ein in ein Handbuch "Einführung in das Internet für SeniorInnen von SeniorInnen", an dem wir zur Zeit arbeiten.
Unser Umfeld in Wirtschaft und Wissenschaft wird zunehmend von elektronischen Medien bestimmt. Dasselbe gilt für den kulturellen und privaten Bereich. Dabei kommt dem INTERNET mit seinen Möglichkeiten zur Verbreitung und zum Austausch aktueller Informationen wachsende Bedeutung zu. Diesem Prozess können sich auch Senioren und Seniorinnen nicht entziehen, wenn sie sich das Verständnis für die neuen Entwicklungen erhalten wollen. Die Beschäftigung mit den Strukturen des INTERNET und seinen vielfältigen Anwendungen und Möglichkeiten, die Recherchen in geeigneten Info-Quellen und deren Auswertung, sowie die Angebote zur Kommunikation bilden eine faszinierende Herausforderung - auch und gerade für Senioren und Seniorinnen, denen technische Fortschritte nicht berufsbegleitend vermittelt werden/wurden, oder die bisher keinen Zugang dazu hatten. Für alle Senioren und Seniorinnen, deren Mobilität abnimmt, gewinnt das INTERNET durch seine Unabhängigkeit vom Standort zusätzliche Bedeutung.
Durch die Arbeit unserer Gruppe sollen ältere Menschen interessiert werden, sich mit dem INTERNET und seiner Nutzung auseinanderzusetzen. Dabei sollen vor allem Frauen ermutigt werden, sich mit diesem neuen Medium zu befassen.
Es erscheint dem Arbeitskreis wichtig, den Umgang mit dem INTERNET so zu beherrschen, daß der Kontakt mit der jungen Generation auch auf dieser Ebene möglich ist. Der Arbeitskreis sieht eine wesentliche Aufgabe darin, anderen Senioren und Seniorinnen den Zugang zum INTERNET mit einer Einstiegshilfe und einem Handbuch zu erleichtern. Dabei sollen kritische Aspekte des INTERNET, seine Risiken und Nachteile, nicht übersehen werden.
Mit unserer Arbeit wollen wir auch die Forschungsarbeit des ZAWIW im Bereich Neue Medien und Europakontakte unterstützen.
Ausgehend von einer Homepage - z.B. der der Universität Ulm - lassen sich die lokalen und überregionalen Informationsquellen über verschiedene Links (=Querverweise) erschliessen, wobei Suchmaschinen hilfreich sein können. In einer kurzgefassten Einstiegshilfe hat der Arbeitskreis diese Wege zu wesentlichen Sachbereichen aufgezeigt und dabei einige Links genannt.
Eine spezielle Informationsquelle ist die Möglichkeit, aktuelle Dateien, wie z.B. Programme, von einem sogenannten FTP-Server auf den eigenen PC zu übertragen. FTP (= File Transfer Protocol) ist zum einen ein Programm mit dem man die Dateien kopieren und übertragen kann. Zum anderen beschreibt es den Standard, durch den diese Übertragung geregelt ist. Die FTP-Funktion ist in den meisten WEB-Browsern integriert.
Die Einstiegshilfe umfasst folgende Bereiche:
Ergänzend soll in der Einstiegshilfe noch erläutert werden, wie das INTERNET auch vom privaten PC aus über Modem oder ISDN zu erreichen ist.
Geschichte des INTERNET
Einstieg ins INTERNET
Homepage
Suchen und Finden (Suchmaschinen, Verzeichnisse, URLs)
Diskussionsforen (Newsgroups)
Interessante AdressenZur Vertiefung und Ergänzung der vorgenannten Themen ist ein Handbuch in Vorbereitung.
Die Möglichkeit, per E-Mail weltweit zu korrespondieren, gehört zu den wesentlichen Angeboten im INTERNET. Der Arbeitskreis nutzt diese Chance zur Aufnahme und zum Ausbau von Kontakten, sowie zur gemeinsamen Bearbeitung von Projekten mit Seniorstudierenden innerhalb und ausserhalb unseres Landes.
Was E-Mail für die private Post ist, sind die Newsgroups (abgekürzt auch nur News genannt) für allgemein zugängliche Nachrichten: ein Diskussionsmedium bzw. ein Konferenzsystem für den weltweiten Austausch von Informationen, eine Art Schwarzes Brett, an dem die Leser gleichzeitg Redakteure sein können.
Der zugehörige Nachrichtentransfer läuft über das sogenannte "Usenet" und nicht über das INTERNET. Allerdings ist das Usenet, wie auch noch weitere Netze, mit dem INTERNET verwoben. Die Diskussion in den Foren läuft ab, in dem jeder Teilnehmer seine Nachricht als elektronischen Brief in das entsprechende Forum hineinlegt. Alle Teilnehmer können diesen Brief wie auch alle übrigen Nachrichten lesen! Über das INTERNET wandert dieser Brief von Rechner zu Rechner weiter. Die Anzahl der Newsgroups wird auf über 25 000 geschätzt.
Der Arbeitskreis bemüht sich um einen kritischen Umgang mit dem INTERNET. Nachteile und Risiken sind dort nicht zu übersehen.
Den INTERNET-Neuling beeindruckt zunächst die Fülle der Angebote. Ernüchtert muss er dann zur Kenntnis nehmen, dass diese Informationen trotz unterschiedlicher Qualität gleichrangig nebeneinander stehen und dass eine Prüfung der einzelnen Beiträge und eine Fortschreibung allenfalls durch die Verfasser selbst stattfindet. Ausserdem ist unschwer festzustellen, dass in vielen Sachbereichen die wichtigen Informationen (noch) fehlen, während unbedeutende Mitteilungen einen breiten Raum einnehmen. So führen viele Suchaktionen zu einem zeit- und kostenaufwendigen Prozess, zumal einzelne Suchprogramme mit erheblichen Wartezeiten verbunden sind. Hinzu kommt, dass man beim Suchen immer wieder auf "Abwege"gerät, die zwar interessant sein können, sich aber doch zeitraubend auswirken. Für eine kostengünstige Nutzung erfordert das INTERNET deshalb die Kenntnis kurzer Wege - die der Arbeitskreis zu vermitteln sucht - und eine strenge Disziplin.
Ein weiteres Risiko stellt die mögliche Benutzung oder Verfälschung von Daten, die über das INTERNET übertragen werden, durch Dritte dar. Die gängigen Methoden, die die Sicherheit der Information während der Übertragung gewähren, werden meist nicht eingesetzt. Ganz davon abgesehen, daß der INTERNET-Benutzer die Sensibilität der Daten häufig gar nicht erkennt.
Kontakt zum Arbeitskreis SENET und seinen Projektgruppen:
E-Mail zum Arbeitskreis SENET
PG 1: "Internet-Leitfaden / Offline-Präsentation"
(Angelika Wecker)PG 2: "Austausch übers Netz"
(Christian Carls)PG 3: "Adressen sammeln"
(Angelika Wecker)PG 4: "Ethik / Chancen und Risiken"
(Markus Marquard)PG 5: "Erstellung einer Ausstellung im Internet: Geschichte der Frauenbewegung"
(Carmen Stadelhofer)PG 6: "Homepages von SeniorInnen"
(Christian Carls)PG 7: "Hotline für SeniorInnen"
(Erwin Hutterer)PG 8: "Euromail"
(Carmen Stadelhofer)PG 9: "Erweiterung und Pflege von LiLL"
(Christian Carls, Markus Marquard)
Homepage des Arbeitskreises Senioren. Hinweise, Verbesserungsvorschläge etc. an den AK SENET