Hilfsmaßnahmen für eutrophe Gewässer
Ursachenbekämpfung:
Zur Vorbeugung und als Hilfsmaßnahme ist es das Wichtigste:
- Möglichst phosphatfreie Reinigungsmittel benutzen.
- Phosphatfällung in der dritten Reinigungsstufe der Kläranlage
- Möglichst wenig Nährstoffe in die Gewässer einzutragen (hierher gehört z.B. auch eine Ringleitung um einen See, die dafür sorgt, daß die (geklärten) Abwässer nicht in den See geleitet werden, sondern in ein Fließgewässer nach dem See.)
Symtombehandlung/Eindämmung der akuten Probleme:
Bei bereits geschädigten Gewässer können als Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden:
- Es können Algen abgefischt werden und höhere Pflanzen (z.B. Schilf) "geerntet" werden, wodurch die in ihnen gebundenen Nährstoffe aus dem Gewässer entfernt werden.
- Das besonders mit abgestorbener Biomasse belastete und sauerstoffarme Tiefenwasser kann aus dem See abgeleitet werden. Dies ist nur als Übergangsmaßnahme zusammen mit der Bekämpfung der Ursache sinnvoll und wirksam.
- Das sauerstoffarme Tiefenwasser kann künstlich belüftet werden. Diese Maßnahme bewirkt zwar keine Nährstoffverringerung im Gewässer, führt aber dazu, daß keine Phosphat-Remobilisierung aus dem Sediment stattfindet und daß für die im See stattfindenden Abbauprozesse genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Dadurch wird Sauerstofffreiheit vermieden und es bilden sich keine giftigen Stoffe, wie sie bei Abbauprozessen in sauerstofffreiem Wasser anfallen würden und was zum verstärktem Absterben von Tieren und Pflanzen im Gewässer führen würde.
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