Organspende
Wenn Sie den Begriff "Organspende" in eine Suchmaschine eingeben, bekommen Sie locker mehr als 500 Verweise allein im deutschsprachigen Bereich. Dies zeigt, dass es sich um ein sehr bedeutsames und vielschichtiges Thema handelt.
Dieses Modul soll eine kleine Einstiegshilfe sein,
sich in der Vielzahl der im Internet dazu gebotenen Informationen zurechtzufinden.
Wie alles begann...
Mit der ersten erfolgreichen Herztransplantation durch den Chirurgen Christiaan N. Barnard im Dezember 1967 in Südafrika begann eine neue Epoche in der Medizin.
http://www.medicine.de/persoenlichk/barnard.html
http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak5/igm/g47/eck_tran.htm
In Deutschland wurde im Februar 1969 zum ersten Mal ein Herz von den Professoren Wolfgang Klinner und Friedrich Sebening in München transplantiert.
http://www.aerztezeitung.de/de/htm/net/transpl./027a1001.htm
Bald entstanden im In- und Ausland Transplantationszentren.
Nachdem es den Ärzten in der Zwischenzeit gelungen ist, die Abstoßungsreaktionen durch Medikamente in den Griff zu bekommen, begann man auch andere Organe zu transplantieren.
Heute werden neben Herzen auch Nieren, Leber, Bauspeicheldrüsen, Lungen und Augenhornhaut übertragen.
http://organspende.solution.de/grundlagen.html - unter dieser Adresse findet sich eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Organtransplantation -
http://members.aol.com/EHSDober/organ/praxis.html
Die Tatsache, einerseits Leben retten bzw. verlängern
zu können und auf der anderen Seite die Notwendigkeit, Toten Organe
zu entnehmen, brachte eine Vielzahl ethischer, moralischer und strafrechtlicher
Probleme.
Die rechtliche Seite...
Die ersten Transplantationen fanden im rechtsfreien Raum statt. Durch die schnellen medizinischen Fortschritte bestand die Notwendigkeit, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen.
Das Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen (Transplantationsgesetz - TPG) wurde am 06.11.1997 vom Bundestag beschlossen.
Es beinhaltet:
Allgemeine Vorschriften,
Organentnahme bei toten und lebenden Organspendern, -
Entnahme, Vermittlung und Übertragung bestimmter Organe,
Meldungen, Datenschutz, Fristen, Richtlinien,
Verbots-, Straf- und Bußgeldvorschriften.
http://team.solution.de/gsf/organspende/gesetz.html
Die Problematik...
Warum entschließen sich so wenige Menschen zum Organspenden, obwohl ein großer Bedarf an Organen besteht?
Hier spielen rationale und irrationale Ängste vor dem Tod, fehlendes Vertrauen in die Medizin und Ängste vor der Hirntodfeststellung eine wichtige Rolle. Es ist nicht einfach, zu erklären, dass es zur Organentnahme notwendig ist, den Herzschlag und auch die Funktion anderer Organe durch Maschinen aufrecht zu erhalten. Ist der hirntote Mensch denn dann schon wirklich tot?
http://www.lpb.bwue.de/publikat/organ7.htm
http://team.solution.de/gsf/organspende/hirntot.html
Die gleiche Problematik besteht auch, wenn die Zustimmung zur Organentnahme bei Angehörigen erforderlich ist.
Erfahrungsberichte hierzu finden sich unter:
http://members.aol.com/EHSDober/organ/praxis.html
Die persönliche Entscheidung...
Einen Ausweg bietet der im Gesetz vorgesehene Organspendeausweis. Hier hat jeder die Möglichkeit klar zu entscheiden, ob im Falle seines Todes er bereit ist, Organe zu spenden. Dieser Ausweis erleichtert auch den Angehörigen die Entscheidung, einer Organentnahme zuzustimmen. Näheres hierzu findet sich unter
http://www.bzga.de/organ/ausweis2.htm
Aufklärung tut Not...
Es ist nicht damit getan, über die mangelnde Bereitschaft zur Organspende zu klagen. Vielmehr ist es notwendig, vorhandene Ängste und falsche Vorstellungen durch Aufklärung zu beseitigen. Hier ist die gesamte Ärzteschaft gefordert.
In dem "Arbeitskreis Organspende" haben sich Organisationen und Verbände wie Bundesärztekammer, Krankenkassen und Patientenvereine zusammengeschlossen, um gemeinsam Aufklärungsarbeit zu leisten.
http://www.interfit.de/deutsch/html/organ10.html
http://www.garmisch-partenkirchen.com/...rganspende/organspende_einfuehrung.htm
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ingrid.glienke@extern.uni-ulm.de
27.02.00