Internet-Provider
Wofür
Korrekt "Internet Service Provider (to provide with, engl., = versorgen mit), sind
Anbieter von Internet-Zugängen, das heisst, diese Provider (Anbieter) schaffen die
technischen Voraussetzungen (Rechner- und Leitungskapazität), die sie dem Internet-Nutzer
gegen Entgelt zur Verfügung stellen. Wer also ins weltweite Netz WWW einsteigen will,
braucht einen solchen Internet-Provider.
Der Internet-Nutzer meldet sich bei einem solchen Provider an und bekommt von diesem die
Zugangs-Software und das Zugangskennwort.
Inzwischen ist jedoch ähnlich wie beim Telefonieren (Call-by-Call) die direkte Einwahl
ohne Anmeldung (Internet-by-Call) möglich.
Wer sind diese Internet-Provider
Provider kann einer der großen Online-Dienste (T-Online, Compuserve oder AOL) sein, einer der vielen unabhängigen Privatunternehmen, aber auch Vereine (Bürgernetzvereine) oder die Stadtwerke, Banken und Sparkassen, und die Zeitungsverlage.
Was bieten Internet-Provider ausserdem
Die meisten Internet-Provider bieten ausser dem Zugang noch Speicherplatz
ð für eine oder mehrere E-mail-Adressen und auf dem Server
ð für eine eigene Homepage.
Sogenannte Online-Dienste bieten darüber hinaus eigene Inhalte an, die sie redaktionell
betreuen, unter anderem auch Homebanking und Shopping.
Die größten Online-Dienstleister sind T-Online, Compuserve und AOL. Alle drei sind
bundesweit zum Ortstarif erreichbar.
Die Qual der Wahl
Die Provider versuchen natürlich ihre Tarife für den Zugang ins Netz möglichst
günstig erscheinen zu lassen. Geworben wird mit niedrigen
ð Grundgebühren und
ð Minutenpreisen - Vorsicht! Wird neben dem Minutenpreis
eine Einwahlgebühr erhoben, können die Kosten schnell ansteigen.
ð Freistunden - heisst nicht unbedingt kostenfrei - oft
werden Telefongebühren berechnet und nur die Online-Kosten werden nicht in Rechnung
gestellt.
ð Pauschalangeboten (Flatrates).
Grundsätzlich jedoch muss der Internet-Nutzer mit drei Posten rechnen:
ð Einer von einigen Firmen erhobenen monatlichen
Grundgebühr.
ð Den Online-Gebühren und
ð Den Telefongebühren.
Bei der Wahl eines Providers sollte der Preis (Werbung) nicht allein entscheidend sein.
Voraussetzung!
ð Der Einwahlpunkt der Firma muss zu einem günstigen
Telefontarif (nach Möglichkeit Ortstarif) erreichbar sein.
(Für die meisten Anbieter trifft dies schon bundesweit zu).
ð Entscheidend ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der
die Provider die Daten im Netz transportieren. Auch überlastete Leitungen (günstige
Anbieter) führen zu langen Wartezeiten (Telefonkosten).
ð Natürlich sind auch die persönlichen
Nutzungsgewohnheiten des Anwenders bei der Suche nach dem günstigsten Anbieter zu
berücksichtigen z.B. ist er
Wenignutzer
Mittelnutzer oder
Vielnutzer und
wann nutzt er das Internet
tagsüber
nachts und am Wochenende oder
rund um die Uhr.
ð Ein anderer wichtiger Punkt sollte nicht ausser acht
gelassen werden.
Zu welchem Preis bietet ein Provider seinen Service z. B. telefonische Hilfe an.
Sogenannte Hotlines mit 0800 oder 0130-Vorwahl sind für den Nutzer kostenlos. Bei
0180/1,2,3,5er-Nummern kostet der Hilferuf maximal DM 0,24 pro Minute. Vorsicht!! Jedoch
bei 0190er-Nummern. Ein über diese Nummer erteilter Rat kann sehr teuer werden.
Vor Vertragsabschluss testen und prüfen
Viele Provider bieten am Anfang eine Testphase an, wofür häufig keine Grundgebühren
erhoben und ein Paket an Freistunden angeboten wird. Mitunter liest es sich z. B. so:
"20 Stunden total GRATIS." Solche Angebote sollten Neueinsteiger immer
wahrnehmen.
Im Vertrag sollten:
ð Preise und Nebenkosten klar angegeben sein.
ð Eine kurzfristige Kündigung (höchstens bis zum
nächsten Monatsende) möglich sein.
ð Der Provider sicher stellen, dass des Nutzers
persönliche Daten nicht gegen dessen Willen weitergegeben werden.
Quellen: Focus-Online, Computerbild 10/2000.