Steinschutt- und Geröll-Gesellschaften

Eine Besonderheit auf der Schwäbischen Alb sind auch die unterschiedlich ausgeprägten Steinschutt- und Geröll-Gesellschaften. Je nach Exposition, Gesteinfraktion, Besonnung oder Beschattung der Geröllhalden eröffnen sich unterschiedliche Möglichkeiten für die Besiedlung dieser Lebensräume. Insbesondere der prioritäre Lebensraum der Kalkschutthalden bietet die Möglichkeit, hier einige Besonderheiten anzusiedeln. Beispielsweise gedeiht die stark gefährdete Hirschzunge (Phyllitis scolopendrium) nur auf kalkschuttreichen, felsigen Standorten oder auf beschatteten Schutthalden, wo hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

Neben einer Reihe von Pflanzenarten bieten Schutthalden - vor allem an sonnigen Standorten - auch verschiedenen Tieren (z.B. bestimmten Hummeln und Wildbienen) Brutplätze. Diese sind für die Forschung im Institut für Experimentelle Ökologie von besonderem Interesse.