Wissenschaftsstadt stärkt Region

Ulm.  Die Region Ulm spielt eine Vorreiterrolle bei der Kooperation Wirtschaft/Wissenschaft. Das sagte Ministerin Schavan beim IHK-Forum Markt und Wissen.

Nur neue Allianzen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft werden zu international erfolgreichen Produkten führen und den Wohlstand in Deutschland sichern. Diesen Standpunkt vertrat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan beim Forum Markt und Wissen der IHK. Der Raum Ulm/Alb-Donau profitiert mit der Wissenschaftsstadt bereits von einem solchen
Zusammenspiel, sagte Schavan in ihrer Eigenschaft als CDU-Abgeordnete: "Daher ist diese Region so erfolgreich."

Die Ministerin nannte die fünf Forschungsschwerpunkte der Regierung: Energie und Klima, Gesundheit und Ernährung, Mobilität, Kommunikation sowie Sicherheit. Sie sagte, neue naturwissenschaftliche Technologien würden nicht "unkritisch" weiterverfolgt, sondern vielmehr im Dialog mit den  Geisteswissenschaften ethisch überprüft.

Die Präsident der IHK Ulm, Peter Kulitz, teilte die Sichtweise Schavans. Längst besetzten andere Nationen, vor allem China, Märkte, die vormals der deutschen Industrie vorbehalten waren. Der Schlüssel zum Erfolg heimischer Produkte liege darin, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen. Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle wies darauf hin, dass es in der Region Ulm/Biberach vier Hochschulen gibt, mit denen sich mittelständische  Unternehmen vernetzen können.

Beim Forum wurden drei Kooperationsprojekte vorgestellt: die Proteinkristallisation als Mittel zur Reinigung von Biopharmazeutika, beteiligt sind das Institut für biopharmazeutische Biotechnologie der Hochschule Biberach und Boehringer Ingelheim; die Neuentwicklung eines Kreuzventils bei Kontrastmittelinjektoren von Ulrich Medical, unter Mitwirkung des Zentrums für wissenschaftliches Rechnen der Uni Ulm; schließlich das Dynamic Truck Meeting mit den Logistikern der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm, Interesse zeigt Seifert Logistics. Es geht darum, dass Speditionen eine IT-Plattform bekommen, um Ladungen auf halbem Wege auszutauschen. Harald Seifert verspricht sich dadurch nicht nur die umweltfreundliche Einsparung von Leerkilometern, sondern bessere soziale Bedingungen für die Fahrer.

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Quelle: swp.de

Autor: Frank König