Philosophischer Salon: „Spiel(en) und leben“

Schiller war es, der die griffigste Formulierung für das Spiel prägte: Nur dort sei der Mensch ganz Mensch, wo er spiele.

Insbesondere für die Romantik erschließen sich über das Spiel Dimensionen des Lebens, die einer aufgeklärten Rationalität verschlossen geblieben sind. Im Ästhetischen, also vor allem in der Kunst, aber auch in der Kindheit des Menschen zeigen sich Formen des kindlichen Weltverstehens, der Weltbegegnung. Diese werden vorrational im Spiel erschlossen und realisiert wie etwa die Ziffern in der Mathematik.

Das Spiel hängt somit aufs engste mit den Dimensionen des Lebens zusammen. Es fungiert als Symbol und Ahnung in dem Sinn, dass in beiden eine Ahnung von etwas, das sich im späteren Leben erfüllt, sichtbar wird. Das Spiel ist also eine unbewusste Vorwegnahme der Zukunft, die erst später in Erfüllung treten wird. Fröbel schreibt vom Spiel als der erfüllten Ahnung eines geglückten Lebens.

Für den niederländischen Kulturhistoriker Johan Huizinga avanciert das Spiel zur Keimzelle, zur Grundlage der Kultur überhaupt, und das gilt für alle möglichen kulturellen Bereiche, beispielsweise auch für das Management.

20. November 2014
Prof. Dr. Anat Feinberg, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg
„Macht kein Theater (George Tabori): Spiel(e) des Lebens.“

15. Januar 2015
Dr. Stefan Poser, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg
"Der Homo faber ludens und sein Spielzeug oder auch Spiel mit Technik seit der Industrialisierung.“

05. Februar 2015
Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Akademie für Suchtfragen, München
„Krankheitswertiges Spielen“

ENTFÄLLT!
12. Februar 2015

Prof. Dr. Christian Bermes, Universität Koblenz-Landau                        
„Witz und Spiel. Die Beschreibung der menschlichen Wirklichkeit.”


Alle interessierten Zuhörer sind herzlich eingeladen! Die Vorträge finden donnerstags, 19:30 - 21:00 Uhr in der Villa Eberhardt, Heidenheimer Str. 80.