NTP Time Service
Allgemeines
Das
Network Time Protocol (NTP) wird benutzt, um die Zeit eines Rechners über das Internet mit anderen Rechnern oder mit einer externen Uhr zu synchronisieren. Dabei sind die primären NTP Server über externe Zeitgeber möglichst genau zur Coordinated Universal Time (UTC) synchronisiert. Andere Server synchronisieren sich entsprechend ihrer Konfiguration direkt oder indirekt, d.h. über dazwischenliegende Server, mit den primären Servern. Somit bilden die Server eine Hierarchie, wobei die Hierarchiestufe als Stratum bezeichnet wird: Primäre Server sind "Stratum 1 Server", und Server, die sich direkt mit den primären Servern synchronisieren, sind "Stratum 2 Server".
Clients synchronisieren ihre Zeit auf verschiedenen Betriebssystemen mittels unterschiedlicher Programme (s.u.), die als Protokoll zur Kommunikation mit den Servern das Network Time Protocol (RFC 1305) oder das Simple Network Time Protocol (RFC 1769) benutzen. An der Universität Ulm werden zwei NTP-Server betrieben. Die Adressen entnehmen Sie bitte unserer Seite mit
Adressen und Einstellungen.
Synchronisation der Zeit unter UNIX
Das typische Kommando zur Synchronisation eines Clients unter UNIX lautet
ntpdate [ntp-server1] [ntp-server2]
Das Kommando ntpdate ist Bestandteil des NTP-Softwarepakets.
Synchronisation der Zeit in Windows-Domänen
Das manuelle Einrichten einer Zeitsynchronisation bei PCs, die unter Windows 2000 oder XP betrieben werden und einer Windows-Domäne mit Active Directory (Domänencontroller mit den Betriebssystemen Windows 2000 oder 2003) angehören, ist nicht notwendig, weil die PCs ihre Zeit per default automatisch mit den Domänencontrollern synchronisieren und diese wiederum per default ihre Zeit automatisch mit ggf. im Active Directory Baum übergeordneten Domänencontrollern abgleichen. Nur für den Primary Domain Controller an der Spitze des Baums ist die Einrichtung der Zeitsynchronisation mit einer externen Quelle erforderlich, wie weiter unten beschrieben.
Bei älteren Windows-Domänen (NT 4.0) erfolgt keine automatische Zeitsynchronisation.
Synchronisation der Zeit unter Windows 2000 und XP
Wenn der Windows Rechner nicht einem Active Directory angehört, kann der per default installierte Systemdienst Windows Zeitgeber zur Synchronisation mit einer externen Quelle verwendet werden. Der Konfigurationsvorgang ist bei Windows 2000 und XP jedoch unterschiedlich.
Windows XP
- Doppelklicken Sie auf die Uhrzeit unten rechts in der Startleiste.
- In der nun geöffneten Dialogbox wählen Sie die Registerkarte Internetzeit. Im Eingabefeld Server stellen Sie die Namen der NTP-Server des kiz ein und selektieren die Option Automatisch mit einem Internetzeitserver synchronisieren. Bei Bedarf können Sie auch sofort eine manuelle Synchronisation auslösen.
Hinweis: Die Registerkarte Internetzeit wird nicht angezeigt, wenn der PC einem Active Directory angehört.
Windows 2000
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung bzw. Shell.
- Stoppen Sie den Zeitgeber-Dienst mit dem Befehl net stop w32time
- Setzen Sie die Adressen der NTP-Server des kiz mit den Befehlen
net time /setsntp:[ntp-server1]
net time /setsntp:[ntp-server2] - Starten Sie den Zeitgeber-Dienst wieder mit dem Befehl net start w32time
Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der Systemdienst Windows Zeitgeber automatisch beim Hochfahren des PCs gestartet wird (Systemsteuerung / Verwaltung / Dienste). Die Zeitsynchronisation erfolgt im Normalfall täglich. Die Firma Microsoft bietet zur weitergehenden Information eine detaillierte Beschreibung des
Windows Time Service zum Download an.
Synchronisation der Zeit unter Windows 95, 98, NT
Um die Zeit unter älteren Windows-Versionen (95, 98, NT) von einem NTP-Server zu holen und zu setzen, kann das Freeware-Programm
Automachron benutzt werden. Als Protokoll sollte SNTP und als Port 123 verwendet werden. Ein weiteres Programm zur Zeitsynchronisation unter NT ist
TimeSync .
Helpdesk
Mo - Fr 8 - 18 Uhr
+49 (0)731/50-30000
helpdesk(at)uni-ulm.de
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