Kleintierbildgebung

Die Kleintierbildgebung stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der zellulären und der Humanbildgebung dar. Das Gerätezentrum bietet modernste Techniken im Bereich der Kleintier-Magnetresonanztomografie und -spektroskopie sowie der Computertomographie für nichtinvasive Untersuchungen an Mäusen und Ratten. Da die Methoden, die zur Bildgebung an Kleintieren eingesetzt werden, im wesentlichen genauso auch am Menschen eingesetzt werden können, sind Fortschritte in der Bildgebung in der Regel auch direkt auf die klinische Diagnostik übertragbar. 

11.7 Tesla Kleintier-Magnetresonanztomograph (MRT)

Das Ultrahochfeld Kleintier-MRT System von Bruker (BioSpec 117/16) wird mit einer Feldstärke von 11.7T betrieben und ist mit einer Vielzahl an hochsensitiven Empfangsspulen ausgestattet. Es bietet den neuesten Stand der Technik für bildgebende neurologische, abdominale und thorakale Untersuchungen an Mäusen, Ratten und Gewebeproben. Fortschrittliche MR-Spektroskopie erlaubt Studien von zahlreichen metabolischen Prozessen. 

Der Scanner kombiniert modernste Hochfrequenzspulen- und Gradiententechnologie (Gradientenstärke von über 750 mT/m und einer Anstiegsgeschwindigkeit des Gradientenfeldes von 6660 T/m/s) mit einer hohen magnetischen Feldstärke, um eine maximale, zum Teil fast mikroskopische räumliche Auflösung in vivo zu liefern. Mit einem Innendurchmesser von 16 cm ist das System im Wesentlichen für nicht-invasive Untersuchungen an Mäusen und Ratten geeignet. Untersuchungen an größeren Tieren können an einem 3T Forschungs-MRT durchgeführt werden. 

Kleintier-Computertomograph (CT)

Zudem verfügt die Core Facility über einen µ-CT von GE (eXplore Locus) für Untersuchungen an Kleintieren, welches eine hochaufgelöste anatomische Bildgebung von beispielsweise den Knochen oder Lungenparenchyma ermöglicht.

Weitere Ausstattung

Die Core Facility verfügt über eine voll ausgestattete Kleintierhaltungseinrichtung, die auch langfristige Studien ermöglicht.

Im Department für Nuklearmedizin befindet sich außerdem ein Kleintier-Positronen-Emissions-Tomograph (PET) von Siemens (microPET Focus 120), zu dem bei Bedarf ein Zugang ermöglicht werden kann.

Im Institut für Molekulare Endokrinologie der Tiere befinden sich zusätzlich zwei µCTs von Bruker (SkyScan 1172 und 1174) für in vivo und in vitro Anwendungen sowie ein Konfokalmikroskop von Molecular Device (High Content Confocal Microscope), zu denen bei Bedarf ein Zugang ermöglicht werden kann.

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