Spezialthemen des Wissenschaftsmanagements

Modulgruppe: Wissenschaftsmanagement

Diese Modul besteht aus zwei Teilmodulen: Evaluation und Qualitätsmanagement in Wissenschaftseinrichtungen und Forschungsmanagement.

Präsenztermine:

• Freitag, 20. Oktober 2017, 09:00-17:00 Uhr (Termin überschneidet sich mit "Finanzielles Management")
• Freitag, 17. November 2017, 09:00-17:00 Uhr (Termin überschneidet sich mit "Strategic Process Management")
• Samstag, 18. November 2017, 09:00-17:00 Uhr

Prüfungstermin:

• wird noch bekannt gegeben

  

Modulhandbuch

Das Modulhandbuch finden Sie hier.

Inhalte des Moduls

Teilmodul Evaluation und Qualitätsmanagement:

  • Evaluation und Qualitätsmanagement: Entwicklung, Stand und Perspektive der Konzepte als Beiträge zur Organisationsentwicklung in der Wissenschaft
  • Ableitung der thematischen Schwerpunkte aus den Entwicklungen in Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen sowie der Hochschul- und Forschungspolitik
  • Methoden der Qualitätsmessung
  • Instrumente der Evaluation
  • Internationale Vergleiche
  • Aufbau und Praxis von Qualitätsmanagement in einer Hochschule
  • Aufbau und Praxis von Qualitätsmanagement in einer Forschungseinrichtung
  • Evaluationsmodelle intern: Aufbau und Umsetzung
  • Nutzen der Evaluations- und Qualitätsmanagementprozesse für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Teilmodul Forschungsmanagement:

  • Vermittlung/Vertiefung der Kenntnisse über Anforderungen und Organisation von Forschungseinrichtungen
  • Kenntnis der Rahmenbedingungen drittmittelfinanzierter Forschung
  • Verständnis für Forschungsprojekte in unterschiedlichen Fachkulturen einer Universität
  • Information zu rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen von Forschungseinrichtungen
  • vertiefte Kenntnis von Prozessen und Strukturen zur Unterstützung von
    drittmittelfinanzierter Forschung
  • Vorstellung konkreter Organisationsmodelle zur Umsetzung der Anforderungen im Forschungsmanagement an Universitäten
  • Entwicklung praxistauglicher Modelle zur Zusammenarbeit zwischen Industrieunternehmen und Universitäten

Lernziele

Teilmodul Evaluation und Qualitätsmanagement:

Drei Trends prägen die mittelfristige Entwicklung des Wissenschaftssystems: der Wettbewerb um Mittel und qualifiziertes Personal, die Dezentralisierung von Entscheidungen sowie die Evaluation und das Qualitätsmanagement der Leistungen. Mit einer garantierten gleichbleibenden Qualität in den zu erbringenden wissenschaftlichen Leistungsbereichen (Lehre, Forschung, Transfer, Weiterbildung) wird die Grundlage der institutionellen Existenz gelegt. Die entscheidende Herausforderung für das Wissenschaftsmanagement ist es, dieses Grundprinzip auf die Organisation insgesamt zu übertragen. Der Konflikt lautet: Jede/r Wissenschaftler/in strebt die erforderliche Qualität der eigenen Arbeit an, die permanent kritisch von Fachkollegen und Fachkolleginnen beobachtet und dadurch ausgewiesen wird. Weniger Verständnis zeigen einzelne Wissenschaftler/innen, wenn die Institution im Ganzen Prozesse zur Qualitätssicherung und Evaluation etabliert und dadurch erforderliche Zuarbeiten auf die Forscher/innen entfallen. Im Modul wird dieses Spannungsverhältnis aufgearbeitet und durch die Darstellung der geeigneten Instrumente und Modelle gelöst.
Es wird eine Einführung und Vertiefung der verschiedenen Methoden, Instrument und Modelle rund um Evaluationen und Qualitätsmanagement geleistet. Allem voran steht die Frage nach den Kriterien wissenschaftlicher Qualität und deren Messbarkeit in Evaluationsverfahren.

Nach Abschluss des Moduls können die Teilnehmer/innen die Entwicklung, den Stand sowie die Perspektiven der Evaluation und des Qualitätsmanagements für die Organisationsentwicklung in der Wissenschaft beschreiben. Sie können die Kriterien wissenschaftlicher Qualität benennen und erläutern, wie diese in Evaluationsverfahren umgesetzt werden. Die Teilnehmer/innen können die verschiedenen Methoden vergleichen und ihren Einsatz begründen. Sie können verschiedene Evaluationsmodelle erklären und diskutieren sowie auf dieser Basis die Umsetzung zum Aufbau eines Qualitätsmanagements in Hochschule und Forschungseinrichtungen planen. Die Teilnehmer/innen erkennen die Bedeutung von Evaluation und Qualität für eine wissenschaftliche Profilierung im nationalen und internationalen Wettbewerb und können diese erläutern. Darüber hinaus können sie den Nutzen der Evaluations- und Qualitätsmanagementprozesse für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bewerten. Die Teilnehmer/innen sind in der Lage, bei einer gegebenen Problemstellung angemessene Konzepte zu entwickeln, geeignete Instrumente auszuwählen und eigenständig zu einer Problemlösung zu gelangen.

Teilmodul Forschungsmanagement:

Die weiterhin zunehmende Bedeutung von drittmittelfinanzierter Forschung und veränderte Rahmenbedingungen erfordern eine laufende Professionalisierung im Forschungsmanagement von Universitäten und anderen Wissenschaftseinrichtungen. Professionalisierung meint hier besonders eine ausgeprägte Fähigkeit zur Anpassung an Veränderungen und ein wachsendes Verständnis für die Bedeutung von Planung und Steuerung von Ressourcen und der Einführung von Kosten- und Leistungsparametern in Forschungseinrichtungen. Diese Entwicklung bietet einerseits eine Chance zur Modernisierung und Professionalisierung von Forschungseinrichtungen und einer Anpassung an die internationalen, wettbewerblichen Entwicklungen. Andererseits müssen bei der organisatorischen Umsetzung sehr sorgfältig die Interessen der Forschenden und Lehrenden, die hochschul- und beihilferechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Vorgaben der jeweiligen Mittelgeber berücksichtigt werden. Insbesondere das Gebot der Freiheit von Lehre und Forschung ist für alle notwendigen Anpassungen zu berücksichtigen und wirft in der Ausgestaltung viele Detailfragen auf. Daraus entstehen im Forschungsmanagement, wie in vielen Bereichen der sich wandelnden Wissenschaftseinrichtungen, neue Spannungsverhältnisse. Diesem tiefgreifenden Paradigmenwechsel müssen sich die deutschen Wissenschaftseinrichtungen aktuell stellen und entsprechende strukturelle und organisatorische Anpassungen vornehmen, um den geänderten Anforderungen auch zukünftig gerecht werden zu können. Das Modul Forschungsmanagement vermittelt die dazu notwendigen Kenntnisse. Darüber hinaus werden konkrete und in der Praxis erprobte Organisationsmodelle für ein effizientes und serviceorientiertes Forschungsmanagement vorgestellt und diskutiert.

Nach Abschluss dieses Moduls überblicken die Teilnehmer die Rahmenbedingungen von (drittmittelfinanzierter) Forschung und die Anforderungen, die an die Leistungsbereiche eines modernen Forschungsmanagement gestellt werden. Sie kennen die relevanten Akteure, ihre Interessen sowie Herausforderungen und verstehen, was "Service für die Wissenschaft" heute leisten muss.
Die Teilnehmer können den Ablauf eines Forschungsvorhabens von der Idee über die Suche nach Mittelgebern und Partnern, der Antragstellung und Bewilligung bis zur Durchführung und Abrechnung eines Projektes erklären. Alle möglichen und notwendigen Serviceleistungen im Forschungsmanagement werden vorgestellt und können organisatorisch eingeordnet werden. Die Teilnehmer können dabei zwischen verschiedenen Projektarten nach Mittelgebern unterscheiden und wissen um die Besonderheiten der unterschiedlichen Fachkulturen. Sie sind in der Lage, die Leistungen des Forschungsmanagement spezifisch an die bestehenden Herausforderungen anzupassen.
Damit versetzt dieses Modul die Studierenden in die Lage, Forschungsprojekte optimal zu unterstützen und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und der Industrie effizient und zielführend zu gestalten. Den Vertretern von Forschungseinrichtungen bietet sich außerdem die Möglichkeit, bewährte und praxistaugliche Organisationsmodelle kennen zu lernen und im Sinne der Realisierbarkeit in der eigenen Einrichtung zu reflektieren. Ebenso soll die Fähigkeit zur Entwicklung neuer und innovativer Modelle der Kooperation vermittelt werden.

Lernsetting

Das Online-Studium findet im Selbststudium und in Form von Gruppenarbeit statt. Für das Selbststudium stehen Video-Vorlesungen, die Ihnen die Modulinhalte anschaulich darlegen, und ein ausführliches Skript bereit. Das Skript ist nach dem didaktischen Konzept der Universität Ulm für berufsbegleitend Studierende aufbereitet: es enthält beispielsweise Lernstopps, Multiple und Single Choice Fragen, Quizzes, Übungen, etc.

Ihr Mentor wird Ihnen in regelmäßigen Abständen Online-Sprechstunden in Form von Seminaren anbieten, die Sie bei der Bearbeitung des Lernstoffs unterstützen. Außerdem steht ein weiteres Forum für den Austausch der Studierenden untereinander bereit.

Voraussetzungen

Grundlagen des Wissenschaftsmanagements (empfohlen)

Technische Voraussetzungen für die E-Learning-Lerneinheiten

Mindestens erforderlich sind:

  • Ein auf Windows 7 oder neuer, Linux oder OS X 10.9 basierender Desktop-Rechner oder Notebook, alternativ: Aktuelles Smart-Phone oder Tablet auf Basis von Android oder iOS
  • Aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Internet Explorer (11 oder neuer), Android Browser, iOS Safari
  • Internet-Zugang via xDSL, Cable, LTE oder besser mit mindestens 1 Mbit/s in Downstream- und 128 kbit/s in Upstream-Richtung ("DSL 1000")

Empfohlen wird:

  • Ein auf Windows 7 oder neuer, Linux oder OS X 10.9 basierender Desktop-Rechner oder Notebook, alternativ: Aktuelles Smart-Phone oder Tablet auf Basis von Android oder iOS
  • Aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Internet Explorer 11 (oder neuer), Android Browser, iOS Safari
  • Internet-Zugang via xDSL, Cable, LTE oder besser mit mindestens 6 Mbit/s in Downstream- und 576 kbit/s in Upstream-Richtung ("DSL 6000")

Leistungsnachweise

Für die Zulassung zur Modulprüfung (Klausur/mündl. Prüfung) sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Teilnahme an mind. 2 Präsenztagen
  • Bearbeitung von als verpflichtend angegebenen Onlineinhalten

In Härtefällen kann ein formloser Antrag auf Zulassung zur Prüfung beim Modulverantwortlichen gestellt werden.

Bei Krankheit ist dem Modulverantwortlichen ein ärztliches Attest vorzulegen.

Die jeweilige Prüfungsform und gegebenenfalls erforderliche Leistungsnachweise werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Die regelmäßige Teilnahme an Online-Foren unterstützt Sie bei der Erarbeitung des Lernstoffs. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung im Modulhandbuch.

Zertifizierung

Bei erfolgreichem Abschluss des Moduls erhalten Sie ein Zertifikat sowie ein Supplement, das die Inhalte des Moduls als Übersicht auflistet. Im Supplement bestätigt Ihnen der Modulverantwortliche das Äquivalent von 6 Leistungspunkten nach ECTS.

Wenn Sie das Modul als immatrikulierter Studierender durchführen, wird das erreichte Ergebnis vom Dozenten in Ihr Leistungportfolio eingetragen.

Dozentin im Teilmodul Evaluation und Qualitätsmanagement

Dr. Anke Rigbers
Stiftungsvorstand der evalag (Evaluationsagentur Baden-Württemberg); Leiterin der Abteilung Akkreditierung

Dozenten im Teilmodul Forschungsmanagement

Dr. Matthias Hendrichs
Leiter des Geschäftsbereichs Lebenswissenschaften, Gesundheit, Fachhochschulen (LGF) des Projektträgers Jülich (PTJ)

Christian Wolf
Leiter der Verwaltung am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion

  

Mentor

Lukas Esser
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Technologie- und Prozessmanagement

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