studium generale
- 1:
Wissenschaftliche Vorträge.- 1.1:
Scientific Innovation. - 1.2:
Darstellende Kunst und Chirurgie. - 1.3:
Farblichtmusik und die synästhetische Bühne. - 1.4:
Theorie der optimalen Quantenkontrolle. - 1.5:
Auf der Suche nach der zweiten Erde. - 1.6:
Anpassung von HIV-1 an den Menschen. - 1.7:
Warum sind die Venen blau? - Von den Maxwellgleichungen zur Gewebeoptik. - 1.8:
Mehrfache Zeitstrukturen in Musik und Natur.
- 1.1:
- 2:
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Kultur. - 4:
Seminare & Kurse.
Auf der Suche nach der zweiten Erde
Montag, 17. Juni 2013, 18:30 Uhr
N 24 / Hörsaal 13, Universität, Oberer Eselsberg
Prof. Dr. Joachim Wambsganß
Astronomisches Rechen-Institut, Universität Heidelberg
Die Sonne ist ein Stern wie Milliarden anderer in unserer Milchstrasse. Die acht Planeten im Sonnensystem - wie Merkur, Venus, Mars oder Jupiter - sind wohlbekannt und auch sehr gut untersucht. Bis vor 20 Jahren wußte jedoch niemand, ob es auch Planeten um andere Sterne gibt.
Im Jahre 1995 wurde zum erstenmal ein Planet um einen Nachbarstern der Sonne gefunden. Diese Entdeckung machte weltweit Schlagzeilen. Inzwischen sind mehr als 800 solche „extrasolaren“ Planeten bekannt, mit teilweise ganz unerwarteten Eigenschaften: Viele der neu entdeckten Exo-Planeten haben große Massen und befinden sich sehr nahe an ihrem Mutter-Stern, entsprechend haben sie sehr kurze Umlaufszeiten und sehr hohe Temperaturen. Andere bewegen sich auf stark elliptischen Bahnen: mal sind sie ganz nah am Stern, mal weit weg.
Im Vortrag geht es zunächst um die Fragen, was denn eigentlich ein Planet ist und wann und wie „unsere“ Planeten entdeckt wurden. Dann wird gezeigt, mit welchen Methoden die Astronomen heute nach extrasolaren Planeten suchen und warum es so schwierig ist, sie zu entdecken. Es werden neue Untersuchungen präsentiert, die zeigen, dass im Schnitt jeder Stern der Milchstraße von mindestens einem Planeten umkreist wird. Einiges deutet darauf hin, dass es sogar „frei-fliegende“ Planeten ohne Mutterstern gibt. Schließlich wird die Frage diskutiert, ob es wohl eine „zweite Erde“ geben mag, und wie wir sie dann finden könnten.
Konditionen
Eintritt frei
