Pressebericht
Sanierung N 25
Bauamt: Arbeiten nach Zeitplan
"Hoffen auf Verständnis für Beeinträchtigungen"
Januar 2010
Die Generalsanierung des Festpunktes N 25 kommt voran. Bei Baumaßnahmen dieser Größenordnung keine Selbstverständlichkeit: "Wir sind absolut im Zeitplan!, sagt Projektleiterin Tanja Werner vom Amt Ulm der Vermögen und Bau Baden-Württemberg, gemeinhin als Unibauamt bezeichnet. Das heißt im Klartext: Der 1. Bauabschnitt des 19 Millionen Euro-Projekts im Herzen der Uni Ost soll im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein.
Eine erste Gelegenheit zum Luft holen also? Nur bedingt. "Zumindest die lärmintensiven Arbeiten haben wir vorerst hinter uns", berichtet die Architektin erleichtert, wohl wissend um die vielen Klagen verärgerter Nutzer und Nachbarn. Die natürlich nicht nur über sie und Bauleiter Ernst Lange hereingebrochen sind, sondern auch über das Gebäudemanagement der Zentralen Universitätsverwaltung. "Wir verstehen die Beschwerden", erklärt Tanja Werner, "aber es gab und gibt keine Alternativen". Und es werde auch künftig keine geben. Im 2. Bauabschnitt, der sich unmittelbar an den ersten anschließen werde, müsse wieder mit lärmintensiven Phasen gerechnet werden. "Schließlich müssen wir das rund 40 Jahre alte Gebäude von Grund auf erneuern", so Werners Kollege Joachim Hofmann, Abteilungsleiter Universitätsbau. Und das sei nun einmal mit diversen Beeinträchtigungen verbunden: Lärm, Schmutz, Umwege und manche Dinge mehr.
Das Kernproblem dabei: Fehlende Ersatzflächen, vor allem keine externen Lösungen, Container zum Beispiel. "Unsere Vorgabe war Auslagern im Bestand", betont die Projektleiterin, "in der Bauunterlage waren keinerlei Provisorien vorgesehen". Dass mit einer Sanierung bei laufendem Teilbetrieb Probleme sozusagen programmiert gewesen seien, habe die Verantwortlichen nicht wirklich überrascht. "Der Koordinierungsaufwand war sehr hoch, vor allem im Fassadenbereich", weiß Tanja Werner. Dies nicht zuletzt der Vorkehrungen gegen Wasser und Kälte wegen.
"Aber auch Nutzer, die nicht umziehen wollten, haben uns viel Kopfzerbrechen bereitet", berichten Werner und Hofmann, wünschen sich deshalb für die künftigen Maßnahmen: "Ohne gegenseitiges Verständnis und Kompromissbereitschaft geht´s nicht." Dabei verweisen die erfahrenen Baufachleute auch auf den Hintergrund der umfangreichen Sanierung. Sie sei im Hinblick auf eine langfristige Nutzung der Gebäude unabdingbar. "Die Uni braucht diese Flächen doch dringend. Es gibt dazu ja auf lange Sicht keine Alternativen", macht Joachim Hofmann deutlich. Schon deswegen stünden auch die weiteren Festpunkte der alten Betriebsstufen A, B und C in den kommenden Jahrzehnten zur Sanierung an. Tröstlich vielleicht für die fraglos viel geplagten Nutzer dieser Bereiche: "Sie profitieren ja auch von der Erneuerung enorm", betont die Projektleiterin, ganz unabhängig von der damit verbundenen deutlich verbesserten Sicherheit, bezogen auf den Brandschutz vor allem. Und die dringend erforderliche energetische Verbesserung sei ohnehin außerhalb jeder Diskussion: "Die Wärmeverluste durch die alte Fassade sind enorm. Hier bestand und besteht noch dringender Handlungsbedarf." Direkt zu Gute kämen den Nutzern indes nach der Sanierung die völlig neu gestalteten Räumlichkeiten. Neue Fußböden, Decken und Wände, zeitgemäßes Mobiliar, schlichtweg ein rundum erneuertes Umfeld, um sich am Arbeitsplatz wieder wohl zu fühlen. Nicht zu vergessen eine deutlich effizientere Nutzung durch die in Labor- und Büro-Spangen sortierten Bereiche. Tanja Werner: "Die Aussicht darauf müsste eigentlich vorüber gehende Beeinträchtigungen leichter erträglich machen."
Text: Willi Baur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universität Ulm
