Qualitätssicherungsmittel

    Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 21. Dezember 2011 den Gesetzentwurf der Landesregierung zur Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren verabschiedet. Die Universität Ulm erhält daher mit Beginn des Sommersemesters 2012 vom Land Baden-Württemberg für jeden Studierendem in einem grundständigen Studiengang oder in einem konsekutiven Masterstudiengang Qualitätssicherungsmittel in Höhe von 280 € pro Semester.

    Diese Qualitätssicherungsmittel sind zweckgebunden für Studium und Lehre zu verwenden, zum Beispiel für zusätzliches Lehrpersonal, für besseren Service in Bibliotheken oder für die Anschaffung für Lernmaterial. Die aus Qualitätssicherungsmitteln finanzierten Maßnahmen sind kapazitätsneutral. Das bedeutet, die Qualitätssicherungsmittel führen nicht zu einer höheren Anzahl von Studierenden, sondern zu einer höheren Qualität in Studium und Lehre. Über die Verwendung der Qualitätssicherungsmittel ist im Einvernehmen mit den Studierenden zu entscheiden.

    An der Universität Ulm wurde das Entscheidungsverfahren mit der Satzung der Universität Ulm über die Verwendung von Qualitätssicherungsmitteln an der Universität Ulm (beschlossen vom Senat im Juli 2012) wie folgt geregelt:

    72 Prozent der Qualitätssicherungsmittel werden von den Fakultäten eigenverantwortlich verwendet. Der Betrag wird entsprechend der Anzahl der Studierenden auf die Fakultäten verteilt. Die jeweils zuständigen Studienkommissionen erarbeiten unter Federführung des Studiendekans einen Maßnahmenkatalog, den der Fakultätsvorstand beschließt, sofern die Vertretung der Studierenden in den Studienkommissionen sich mit der Mehrheit der Stimmen ihrer anwesenden Mitglieder für den Vorschlag ausgesprochen hat.

    18 Prozent der Qualitätssicherungsmittel werden für fakultätsübergreifende Maßnahmen verwendet. Der „Arbeitskreis Qualitätssicherung“ erarbeitet unter Federführung des Vizepräsidenten für Lehre jedes Semester einen Maßnahmenkatalog, den das Präsidium beschließt, sofern die Vertretung der Studierenden im Arbeitskreis sich mit der Mehrheit der Stimmen ihrer anwesenden Mitglieder für den Vorschlag ausgesprochen hat und der Senatsausschuss Lehre dem Vorschlag nicht widerspricht. Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder der Universität. Vorschläge sind bis zum 15.01. für das Sommersemester und bis zum 15.06. für das Wintersemester beim Vizepräsidenten für Lehre einzureichen.

    10 Prozent der Qualitätssicherungsmittel fließen in einen Qualitätssicherungsausgleichfond. Sie dienen insbesondere dem Abbau von Überlast oder der Verbesserung der Betreuungsrelationen in einzelnen Studiengängen. Über den Anteil jeder Studienkommission an diesem Fond entscheidet der Arbeitskreis Qualitätssicherung im Einvernehmen mit den Studierenden auf Vorschlag des Präsidiums.