AG Computer, Stimme und Rhythmus
Protokoll vom Fr14sep07
Axel Baune, Henrik Kühn, Isolde Werner, Dieter Trüstedt
Es wurden 3 Computerprogramme getestet: Pd-delwrite / es.ist.so.angelika.27.pd / und ein komplexes Axel-Programm - Name?
- Letzteres zerlegt den ankommenden Sound in 512 oder mehr Frequenzbänder. Diese Bänder werden mit wählbaren, untereinander unabhängigen Delays versehen - mit Hilfe eines grafischen Displays. Es lassen sich wohl alle denkbaren Delaybilder einstellen.
- Pd-Programme können auch beliebig komplex sein, sollten aber um die
Basics zu versehen, mit wenigen Elementen operieren.
Vorschlag von Axel:
3 oder 5 Delays verwenden mit unabhängigen Zeiten und Lautstärken.
Dadurch lassen sich zum rhythmische Echo-Bilder erzeugen. Also sollten die Delayzeiten
über Verhältnisse ganzer Zahlen einstellbar sein. Dann kann auch das
rhythmische Bild als Ganzes schneller und langsamer geregelt werden.
Eine einfache Version ist unten wiedergeben - ohne Zahlenverhältnisse und
nur 3 Delays.
- Begleitendes Material zum Thema Computer-Stimme-Rhythmus kann ein Laut-Rhythmus-Sequenzer sein - zum Beispiel mit arabischen Rhythmen versorgt. Der unten abgebildete Sequenzer spielt z.B. Laut-Fragmente (Angelika Meyer eingelesen) im Rhythmus "ciftitelli".
Es macht Spaß zu diesem Rhythmusbild mit dem einfachen Delay-Gerät einzugreifen - per Mikrofon. Die beiden Pd-Programm können unabhängig auf demselben Rechner laufen.

stimme-delay2.pd - sehr einfache Version, die perfekt funktioniert.

Laut-Rhythmus-Sequenzer -
er spielt in der abgebildeten Grafik die Laute firm -ma-ment und zwar das "f"
frech gepustet und das "t" wie ein Xylophon im ägyptisch-arabischen
Rhythmus "ciftitelli" und dem Tempo 0.1.
Beide Programme ergeben mit einer Stimme - per Mikrofon eingelesen - eine Musik, die einen guten (seidigen, ornamentalen) Boden hat, auf dem die Stimme ihre Bahnen ziehen kann. Die Delay-Rhythmen müssen nicht mit den Rhythmen des Bodens übereinstimmen. Die Stimme hebt sich bei Verschiedenheit leichter ab, ist freier.
Älterer Text (Aug. 2007):
Teilnehmer:
Axel Baune
Dieter Trüstedt
Isolde Werner
et al.
Mit Stimme ist die menschliche Stimme gemeint - ob gesprochen oder gesungen oder reine Lautartikulation, aber auch andere Laute, z.B. von Tieren oder sogar von Gegenständen, Geräten, aber auch von Musikinstrumenten.
Mit Computer ist hier im wesentlichen der Laptop gemeint mit den Programmen "Pure Data", "Reaktor", "VVVV", "Max/MSP etc.
Der folgende Text ist eine Fließ-Datei, d.h. neuere Ergebnisse, Protokolle, CD-Beschreibungen, Ideen etc. werden immer obenan gesetzt.
Liste der Möglichkeiten
die Stimme elektronisch zu verändern
1.
Delays / real time / Hall / Echo
2.
Rerecording = lange Delays / real time
Three Voices (Morton Feldman) = Singen zum eigenen Take /
Studio-Arbeit ist o.k. / auf der Bühne schwierig bei mehrfachen Recording
eigene Takes mitschneiden und zuspielen ohne neues Aufnehmen geht gut.
3.
Recording > 1 sec / Lautspiel
Variation der Lese-Stelle = Lautvariationen
oder Texte, Gesungenes, Artikuliertes .... vorher aufnehmen
4.
Sequenzer / Rhythmen / "Arab"
und Spiel der Laute eines aufgenommenen Textes /
ähnlich wie 2 und 3 - nur stärker verfremdet bzw. rhythmisiert
5.
Multiplizierer
Arbeit im engen Tonhöhenbereich bzw. Oktaven geht gut /
6.
Vocoder
7.
Filtern / Bandpass
8.
Übersteuern / clip /
9.
Oktavieren
10.
Synthese und Resynthese (Fourier etc.)
Arbeit mit der Stimme in Pd
im Kontext mit arabischen Rhythmen siehe:
arab-1.htm
Mit dem unten abgebildeten Programm wurde in arab-1 ausschließlich gearbeitet:
doc/arab/qlist-darb-2xrec.pd
und den Rhythmen aus:
http://www.khafif.com/rhy/rhythm.html
bzw. der Kopie dieses Seite plus eigenen Angaben:
khafif-text.htm
:
