Turbulenzen

Audifikationen / Sonifikationen

AG der EMU

Inhalt:
- Mitarbeiter
- Abstract
- Flüssigwasser in Stratocumulus (Quante)
- Gefrierende Tröpfchen (Koop)
- Hörkoordinaten und Drupadh
- Kleinste Klangteilchen (Trüstedt)
- Wasserprojekt - Konzert - Ausstellung
- Adressen

- Chess Game Audification

Mitarbeiter in der EMU:
Axel Baune, Tobias Hornberger, Dieter Trüstedt et al.

Mitwirkende aus anderen Institutionen:
Thomas Koop, Katharina Landfester, Markus Quante et al.

Auf dieser Seite werden alle Daten, Adressen, Bilder, Gedanken .... gesammelt, die mit der Umsetzung von wissenschaftlichem Material in Musik zu tun haben. Musik läuft hier als "Musik im erweiterten Sinn".

Der Begriff Turbulenzen steht (zunächst) für alle Arbeiten im Kontext Audifikation, auch Projekte wie "Zirrus" und "Dispersion".

Diese Seite ist zeitlich orientiert: Jede neue Information kommt "oben drauf". Das Inhaltsverzeichnis mit direkten Links zu den Beiträgen, soll das Projekt wieder bündeln.

Diese Seite wird erst angefangen, d.h. viele Informationen schwirren noch an anderen Orten herum, kommen aber sofort, wenn sie gebraucht werden, hierher.


von Markus Quante.

Text im e-Mail:
Die Idee Eisteilchen - Turbulenzen - Emulsionen
miteinander zu verknüpfen ist sicher gut.
Das verbindet die Skalen.
Thomas Daten sind auf einer horiz. Skala von ca. 150 m
aufgelöst, meine Turbuelenzen mit ca. 1,5 m und die Teichenskala
wäre die gute Ergänzung

Du erwähnst die Luft als verbindendes Glied. Dazu
sollte ich sagen, dass es sich bei meinen Daten (Turbulenzen) genau
um diese Luft handelt. Die Luftwirbel, die die Eisteilchen tragen.
Ich habe auch noch die Eisteilchenwassergehalte (IWC)
zu einigen der Turbulenzdaten. So wie Du sie von Thomas hast.

Eine Idee im Eis (Zirrus) könnte sein:

Turbulenzen (Luft) und IWC von mir und Eisteichen-Labordaten von Thomas,
da wären viele Skalen angesprochen.


Bei den Emulsionen handelt es sich um die flüssige Phase (denke ich), man
könnte auch dann Flüssigwasser aus Wolken hinzuziehen (Beispiel im Anhang;

Flüssigwasserwolke Startocumulus, tolle kleinskalige Struktur; grüne
Kurve).

D.h. Emulsionen mit der Wolkenflüssigphase kombinieren, das passt dann
wieder zusammen.

Ein Treffen überTurbulenzen, Zirren und Emulsionen wäre sicher toll, im
Rahmen der
Turbulenzarbeitsgruppe. Da wäre ich gern mal dabei.

Es gäbe sicher viele sehr interessante Möglichkeiten weiterzumachen, aber
ich denke das Erreichte
ist schon sehr interessant und aussergewöhnlich!

Markus Quante, 23. Juli 2007


Auch z.B. einen neueren Datensatz zu nutzen, sei es von einer Wolke oder auch von gefrierenden Troepfchen in einer Emulsion. Dareuber hatten Dieter und ich ja schon vor einiger Zeit mal gesprochen. Bis naechsten Maerz ist ja durchaus noch Zeit.

Thomas Koop, 20. Juli 2007


Hörkoordinaten

Dieser Begriff ist offenbar neu. Es um Tonhöhen, Klänge, Klangflächen, Zeitstrukturen, die einer Meßkurve hinterlegt werden, um sie besser einordnen zu können.
In der Musik gibt es den Kontrapunkt (Note gegen Note und/oder Bezugspunkt).

In der indischen Musik gibt es den Drupadh-Stil, eine höfische Musik, bei der u.a. eine Tanpura gespielt wird mit Grundton, Quint und Oktav. Dieses Tonhöhen- / Klangraster bildet für den Sänger das Bezugsraster. Die Tanpura wird durchgehend gespielt.
Ähnliche Überlegungen könnten auch in der Audifikation Sinn machen - siehe oben.


Kommentar von Dieter Trüstedt

Zur Zeit arbeite ich mit kleinsten Klangteilchen - 10, 20, 30 msec groß - oder größer oder kleiner. Ab 30 msec wird der Klang allmählich "verständlich", d.h. ich kann ihn irgendwie als a oder o oder als bestimmtes Geräusch etc. identifizieren. Diese Klangteilchen können zeitlich strukturiert wiedergegeben werden, als chaotische Wolken oder auch als Rhythmen. Die Größe der Klangteilchen können wie ganze oder halbe etc. Noten verstanden werden. Das Tempo steht z.B. im Kontext zur Klang-Teilchengröße.
Dieses Tempo kann an physikalische Prozesse (Zeitstrukturen) gekoppelt werden. Wir können dann das Wachsen von Klangteilchen bzw. Tröpfchen oder Eisteilchen hören. Wir hören dann vielleicht auch, ob bestimmte Größen bevorzugt sind und wie schnell sie sich verändern, wie der Klang variiert etc.
Wir kommen dann aus einer reinen sequenziellen Wiedergabe von Messdaten heraus - hin zu qualitativen Wiedergaben, die im Klangbild komplexe Informationen vermitteln - und zwar zu jedem Zeitpunkt.

Mal sehen, ob das klappt.
Weiterhin interessant bleibt die Frage der Ästhetik der Audifikationen, der Hörschulung oder -konditionierung oder allgemeiner der Wahrnehmung. Auf welchen Wegen erkennen wir etwas und haben wir dabei sogar einen intellektuellen Genuss. Gewöhnung an neue Geschmacksvarianten (wie bei der Speisen).
Und es bleibt hier auch das Thema der Computermusik überhaupt. Wie ist es mit der Präsentation, dem Publikum, der Hörkultur etc.?


Weitere Arbeiten im Kontext Kunst und Wissenschaft
bzw. Audifikationen:

Zirrus-Projekt / Konzert und Ausstellung der EMU in Berlin / 23. Juni 2007 / Die junge Akademie

Ausstellung zum Wasserprojekt der EMU gemeinsam mit der Jungen Akademie / Uni Ulm / 3. Nov.05 bis Febr. 06

Wasser-Projekt im Stadthaus Ulm / EMU und Junge Akademie / 21. Juli 2005


Adressen:

Dr. Wolf-Dieter Trüstedt
EMU Experimentelle Musik Universität Ulm
http://www.uni-ulm.de/emu
http://www.luise37.de
Privat: Agnesstr. 39, 80798 München
Tel 089 - 272 18 56

Prof. Dr. Thomas Koop
Department of Chemistry
Bielefeld University
Universitätsstr. 25
D-33615 Bielefeld
Germany
Tel: +49 - (0)521 - 106 6135
Email: thomas.koop@uni-bielefeld.de
http://www.uni-bielefeld.de/chemie/arbeitsbereiche/pc2/

Atmospheric Chemistry and Physics
http://www.atmos-chem-phys.org
Leading the way in innovative scientific publishing

Prof. Dr. Katharina Landfester
Organische Chemie III
Universität Ulm

Dr. Markus Quante
Environmental Chemistry / Atmospheric Physics
Institute for Coastal Research / System Analysis and Modelling
GKSS Research Center / Helmholtz Association
Max-Planck-Straße 1
D-21502 Geesthacht, Germany

Phone: ++49 4152 872378
Fax: ++49 4152 872332
Mobile: ++49 (0)1708946325
Mail: markus.quante[at]gkss.de

Dr. Axel Baune
Diplom-Informatiker
Axel Baune Tel: 0731 3793299
Bessererstrasse 21 Mail: abaune[at]googlemail.com
89073 Ulm

Tobias Hornberger
Informatik-Student, Universität Ulm