3 Kühe und
Ein Stein
im Ufo

EMU-Projekt
Christine Söffing, Klaus Schmidtke, Dieter Trüstedt

im Auftrag der Universität Ulm

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3 Kühe im Ufo
Installation: Fotos, Klang, Licht
Entwurf: Christine Söffing
seit Juni 2007

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Ein Stein
Detail, 14. Juni 2007, hier noch ohne Geländer.
2,25 x 2,25 x 0.70 m, Beton, Biergartenkies,
Findling aus dem Inntal, Audio-CD-Anlage, Musik
Entwurf: Dieter Trüstedt

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Gesamtaufnahme, 14. Juni 2007

Ein Stein in Ufo
Installation: ein Stein, Kies, Klang, Licht
Dieter Trüstedt
seit Juni 2007


Dokumentation

Uni-Bauplan / Niveau 1 / vor den Hörsälen 12 und 13
Das gelbe Quadrat ist der Ort der "3 Kühe im Ufo".
Links sehen wir das "Ufo" ein kleines Theater mit Sitzreihen:
Dort fand am 15. Juni 2007 die Vernissage statt - mit Konzert:
"Zirrus als reine Improvisation. Jeder nimmt sein Zirrus-Material und spielt, wann es in die Musik passt."

3 Kühe im Ufo / Skizze von Christine Söffing

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Christine Söffing und Klaus Schmidtke beim Präparieren der Folien mit den Kühen

Schreiner Rupp von der Universität baute einen 2. Boden aus Holz ein - ca. 70 cm über den Boden und 20 cm unterhalb der Beton-Oberkante - hier im Niveau 1, dem untersten Universitätsgeschoß.

Christine Söffing hat nochmal Kühe "analog" fotografiert: Sie wurden auf Folien gedruckt - ca. 60 mal 60 cm. Die Folien wurden auf Acryl - 10 cm stark und 75 mal 77 cm in der Fläche eingelassen.
Darunter eine Aluplatte für 9 LED (weiss und je 1 Watt) zum Beleuchten der Kühe von unten.
Die Oberfläche des Pflanztroges wurde mit Kunst-Rasen abgedeckt:
Fläche: 231 bzw, 231,5 cm mal 225 bzw, 225 cm (Ungenauigkeit des Beton-Troges).
Unterhalb vom Gras läuft ein CD-Repeat-Player für die Kuhmusik - extrem leise, aber sehr schön.
Strom und Schildchen kamen von den Uni-Werkstätten.

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Beleuchtung der Kuh:
Am Boden des Troges - 70 cm unterhalb des Rasens - liegt jetzt die Alu-Platte mit den 9 LEDs - weiss und jeweils ein Watt. Strom-Netzteil für Konstantstrom ca. 15 Watt.
Auf der Unterseite der Acrylplatte ist eine matte, weiße Folie. Sie streut das Licht so, dass die 9 LEDs nicht einzeln sichtbar sind.
Die nicht-abgedeckten LEDs können mit ungeschütztem Auge nur für kurze Zeit angeschaut werden, weil das Licht zu hell ist. Der Abstrahlwinkel jedes LEDs ist ca. 130 Grad konstant.
Mit kleinen Linsen kann dieses Licht auf ca. 8 Grad gebündelt werden - siehe Licht für Ein Stein.

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Lichtinstallation für Ein Stein:
3 LED-Strahler jeweils weiß und 3 Watt. Die Strahler sind unauffähllig in der Decke über
dem Objekt montiert. Jede LED hat ein eigenes Konstant-Strom-Gerät.
Stromverbrauch: ca. 5 Watt, d.h. insgesamt 15 Watt.
Die LED-Strahler strukturieren den Stein und seinen Schatten auf dem Kies.
Am Tag ist es eher ein Schimmern, das den Stein hervorhebt.
Ohne Licht wirkt der Stein flach, grau.

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Transport von Kies und Findlinge

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Herr Brachmann links hat den Findling und den Stein ausgesucht. Wir selbst konnten
zwischen 2 Findlingen wählen.

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Die Einbauten wurden vom Schreiner Rupp der Universitäts-Schreinerei
ausgeführt. Alles in höchster Stabilität und Qualität.

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Stein- und Kies-Test. Diesen Findling fanden wir sehr schön aber etwas zu
klein. Für die gesamte räumliche Situation war der größere Stein geeigneter.

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Endgültige Version - hier mit dem Sicherheitsgeländer, damit niemand im Kies
spazieren geht und möglicherweise 5 m tiefer ins Niveau 1 stürzt.

Musik-Installation:
Tobias Hornberger und Dieter Trüstedt
Repeat-Wiedergabe über CD-Player und PC-Lautsprecher.
Die beiden Computermusik-Takes - jeweils ca. 30 min - sind speziell für diese Installation
entworfen.


Pressetext:

A
Umwandlung von ehemaligen Pflanztrögen (20cm Beton 250 mal 250 cm Fläche 70 cm tief) in 2 Kunstobjekte.
Ort: Universität Ulm Festpunkt N24, Niveau 1 und 2 - studentisch: UFO.
Projekt der EMU, Experimentelle Musik und Kunst Universität Ulm, Ltg.: Dieter Trüstedt
Vernissage: Freitag 15. Juni 2007 um 17 Uhr - mit konzertanter Improvisation vor Ort - im UFO.
Dauer der Ausstellung: mindestens ein Jahr.

B
Die beiden Kunstprojekte gehören zur Kategorie: Land-Art, es sind Gesamtkunstwerke (Objekt, Bild, Licht, Musik)

1.
3 Kühe im UFO
In einer (Kunstrasen-) Wiese (225 mal 231 cm und 70 cm über dem Boden) sind drei Kuh-Bilder eingelassen (Größe jeweils 60 mal 60 cm) - von unten beleuchtet mit LED-Technik. Unterhalb des Rasens sind Klänge zu hören, leise aber deutlich. Die Kuhbilder sind von Christine Söffing. Das Konzept ist von Dieter Trüstedt und Christine Söffing. Die Musik ist von der EMU.
Das Objekt mag Irritationen hervorrufen, die Frage nach der Kunst, die Frage nach dem Sinn.
Die EMU hatte bereits in 3 Ulmer Cafés Stundenbilder projiziert - eine kauende Kuh - März 1999.
2.
Ein Stein
In einer Sandfläche (225 mal 231 cm und 70 über dem Boden) liegt ein Stein. Der massive Stein wird mit von drei Grundfarben so beleuchtet, dass das Hauptlicht weiss, die Schatten jeweils komplementär farbig sind. Die Sandfläche ist wie in ZEN Gärten sorgfältig geharkt. Eine Harke liegt vor Ort für weitere Gestaltungen durch das Publikum. Unter der Sandfläche sind Klänge "installiert" - entworfen von EMU-Mitgliedern. Das Objekt mag Ruhe oder Irritation ausstrahlen, abhängig vom Betrachter.

Die EMU wird den Zustand der Objekte beobachten und die Veränderungen durch das Publikum über ein Jahr dokumentieren.

C
Das Vernissage-Konzert
greift improvisativ auf das Zirrus-Material zurück. Zirrus war eine Aufführung im Stadthaus Ulm am 21. Juli 2005 - unter dem Thema: Wasser - kann man Wolken hören?
Die Improvisation im Vernissage-Konzert verwendet die einzelnen Klänge und Computerprogramme des Zirrus-Projektes:
Eisteilchenzahl - gespielt von Isolde Werner, Taupunkt - Klaus Schmidtke, Temperatur (in 10.000 m Höhe) - Christine Söffing, Eismenge in der Zirruswolke - Henrik Kühn, Luftdruck - Axel Baune, Wasser-Luft-Mischung - Ursula Ritter, Ortskoordinaten - Andhi Pabst, Flughöhe - Dieter Trüstedt.
Wir halten uns nicht die ursprüngliche Messdaten-Folgen, sondern spielen die physikalischen Werte vollkommen frei, allein die künstlerische Gestaltungslust steuert die Musik. Dauer ca. 14 Minuten.

D
Mithilfen
Uni-Schreinermester Rupp, Mechanische Werkstatt der Universität, Uni-Verwaltung, Bauamt, Musisches Zentrum MUZ.


Der klassische Zen-Garten hat keinen Sand sondern groben Kies.
So wurde es auch für "Ein Stein im UFO" gemacht - Biergarten-Kies.
Wir brauchten 200 Liter.

Die geharkten Linien bedeuten Wasser. Es gibt keine Pflanzen (außer Moos).
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Garten

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Modell:
Vorübung mit Biergartenkies. Das Verhältnis Kies-Größe und Stein-Größe stimmt natürlich
nicht. Der Kies liegt im Objekt ca. 3 cm dick. Der Original-Stein wiegt ca. 50 kg.
Die Harke für die "Wasserwellen" haben wir von den Gärtnern bekommen - wir haben jede
zweite Zinke herausgebrochen.