Wasser - Kann man Wolken hören?

EMU-Konzert Berlin

Ort:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

im Auftrag:
Die Junge Akademie
http://www.diejungeakademie.de/

Konzert:
Samstag 23. Juni 2007 22.30 Uhr
Konferenzsaal
ca. 50 Zuhörer


Internet-Darstellung der Akademie der Wissenschaften
Mittlerer Saal für die Festveranstaltung. EMU-Konzert im kleinen Konferenzsaal - 5. Stock.

http://veranstaltungszentrum.bbaw.de/bildergalerie/


Inhaltsverzeichnis

Ausstellung Zirrus in der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
-  Dokumente der Anreise
-  Berlin, Berliner Mauer, Gelbe Musik, Akio Suzuki, Radial-System
-  Dokumente des Konzertes und Stadt-Aufnahmen von Henrik Kühn
-  Kommentar zur Musik und der Computermusik-Ästhetik
-  Dokumente Berlin Ostkreuz und Projekt mit Claudia Stegmann
-  Rückfahrt
-  Partituren zu Zirrus:
  -  Eismenge
  -  Temperatur
  -  Luftdruck
  -  Luftfeuchtigkeit und Taupunkt
  -  Mischung Luft-Wasser
  -  Ortskoordinaten
  -  Eisteilchenzahl
-  Zirruswolke - Gesamtklangbild
-  Links zu weiteren EMU-Arbeiten im Kontext Wasser und Zirrus


Parallel zum EMU-Konzert:

23.06-30.09.2007 Berlin

Ausstellung
Wasser – kann man Wolken hören?

Künstlerisch-musikalische Darstellung von naturwissenschaftlichen Daten und Phänomenen
Eröffnung im Rahmen des Sommerfestes am 23.6.2007

Textausschnitt im Veranstaltungsprogramm:
"Der Physiker Thomas Koop, Sprecher der Arbeitsgruppe "Wasser", stellt die Ausstellung "Kann man Wolken hören?" vor, die bis Ende September im Akademiegebäude gezeigt wird. "

12 Exponate und 3 CD-Player mit den Musik-Beispielen
Die Besucher können mit dem CD Player und Kopfhörer durch die Ausstellung gehen.


Doku der Konzert-Anreise und etwas später

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Isolde Werner, Henrik Kühn, Ursula Ritter, Noga Gratevol, Axel Baune
in einem Straßencafe vor unserem Mercure-Hotel ca. um 8 Uhr morgens
nach der Nachtfahrt in "Liegesitzen".

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Im Hotel Begrüßung der vorausgefahrenen Gruppe.
Noga Gratevol, Ursula Ritter, Christine Söffing, Klaus Schmidtke, Axel Baune.
Christine Söffing und Klaus Schmidtke haben die Ausstellung "Wasser - kann man
Wolken hören" aufgebaut. Es sind die 12 großen Flyer der Ulmer Ausstellung und
3 CD-Spieler auf einem Tisch - zum Ausleihen für die Besichtigung.

http://www.uni-ulm.de/emu/projekte/wasserprojekt/ausstellungsprotokoll.htm

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Usula Ritter und Henrik Kühn beraten den Rundgang durch Berlin


Doku Berlin und Gelbe Musik

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Henrik Kühn, Axel Baune und Dieter Trüstedt sind zu Fuß los in Richtung Gelbe Musik.

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Grafitti an der Rest der ehemaligen Berliner Mauer

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Spuren auf einem Biergartentisch vor einer Straßenbude.
Es war sehr heiß. Wir mußten es im Schatten trinken und Currywurst essen.

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Natur-Grafitti auf einem Metallrohr am Eingang zur Gelben Musik

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Gelbe Musik Schaperstr. 1
Die weltweit einzigartigste Galerie für ausschließlich Neuer Musik.
Es gibt hier tatsächlich Schallplatten von Joseph Beuys.

Akio Suzuki macht gerade eine Ausstellung hier:
Die Rekonstruktion von Hirtenhütten (la boriette) im Ardèche-Gebiet.

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Die EMU wartet vor der Gelben Musik. Es ist gerade Mittagpause.

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Frau Ursula Block kommt pünktlich um 13 Uhr und öffnet die Galerie.

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Isolde Werner hat sich einen Stoß CDs ausgesucht.

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Christine Söffing in der Gelben Musik Berlin am Freitag 22. Juni 2007
um ca. 14 Uhr.

Ich selbst - Dieter Trüstedt - habe mir das Buch mit CD "stone" herausgesucht -
von Akio Suzuki, 1994.
Auf der CD wunderbare Musik auf der Steinflöte von Akio und eine Art Installations-
Musik mit Metall-Teilchen. Wie macht es Akio Suzuki, diese Musik spannend zu halten,
obwohl nichts passiert.

Außerdem fand ich von Tom Johnson "Symmetries" - Partitur und CD -
Piano- Four - Hands (Dante Oei und Samuel Vriezen).
Die Partitur besteht aus absolut symmetrischen Bilder - aus Noten-Symbolen zusammengesetzt.

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Dieter Trüstedt im Radial-System. Das Konzerthaus fantastisch - mit mehreren Aufführungs- und Ausstellungsräumen.

Das Konzert eines Stückes von John Cage eher bemüht, vor allem um zu zeigen, dass auch "unplucked" gespielt werden kann. Es wurden extra Pseudo-Tonbandgeräte aufgebaut - und vor dem Konzert wurden die nur drapierten Tonbänder weggenommen.


Doku Konzert

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Schild vor dem Akademie Gebäude

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Axel Baune in einem nahegelegenen Café, hungrig weil wir auf den
Aufbau unseres Equipments warten mußten - bis 16 Uhr.

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Aufnahme von Henrik Kühn vom Dach der Akademie

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Nachtaufnahme

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Abends - das Deck der Akademie - Vorbereitung der Abendfeier

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Wir bauen die Tische für unser Zirrus-Konzert auf.
Nachdem es ein Konferenz-Raum ist, gestalteten wir unsere Szene entsprechend.

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Henrik testet den Spielplatz

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7 Laptops und 7 Lautsprecher plus einige Keyboard.
Von links oben - über die Stirnseite - nach links unten im Bild:
Isolde Werner - Dieter Trüstedt - Ursula Ritter - Klaus Schmidtke (Stirnseite)
Axel Baune - Christine Söffing - Henrik Kühn.

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Klaus Schmidtke und Christine Söffing waren inzwischen auf der Hochzeit von
Christines Schwester. Wir hatten ihr Geräte offenbar richtig aufgebaut und
installiert.

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Flipchart

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Nach dem Konzert


Kommentar


Doku Ostkreuz / Berlin

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Bahnsteig wenn man direkt aus Berlin-Mitte kommt.

Mit Axel Baune ist Dieter Trüstedt in der Früh des Sonntag (Abreisetag) in die S-Bahn gestiegen,
um Ton- und Bildaufnahmen des S-Bahn-Kreuzungspunktes OSTKREUZ zu machen.

Wir hatten nach dem Konzert mit Claudia Stegmann, Künstlerin in Berlin, gesprochen.
Sie erzählte uns von "Ostkreuz".
Mir hat dieser Begriff als Musiktitel sehr gefallen - oder als Titel für einen Flash-Film.
Claudia Stegmann würde dazu Bilder von Ostkreuz zeichnen.
Axel Baune und Dieter Trüstedt machen die Musik zu diesem Film.

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Vom Bahnsteig des S-Bahn-Ringes aufgenommen

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Gleise des Ringes nach Norden

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Axel Baune macht Sound-Aufnahmen für das Stück "Ostkreuz".

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Treppe vom Ring zur Ost-West-Diagonale.


Rückfahrt

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Isolde Werner im ICE - ganz vorne.


Materialien / Links / Vorarbeiten

Die folgenden 7 Blätter sind die Arbeitsoberflächen in Pure Data für Zirrus, sie können auch als Partitur verstanden werden für die 7 parallel laufenden Klangbilder bzw. Musikabläufen.
Nach genauem Einsatz-Zeichen starten alle 7 Spieler ihre Programme. In Pure Data läuft der Zeit-Takt in Sekunden. 840 Sekunden insgesamt, d.h. exakt 14 Minuten.
(Die Zahl 840 kann etwas mit Vexations von Erik Satie zutun haben.)
Wir haben von Thomas Koop sehr viel mehr Daten bekommen, dies war eine eine interessante Zirrus-Wolke in der Daten-Menge.
In jeder Sekunde werden 10 Daten gleichzeitig in Klänge umgesetzt:

- Eismenge, Henrik Kühn
- Temperatur, Christine Söffing
- Luftdruck, Axel Baune
- Luftfeuchtigkeit und Taupunkt, Klaus Schmidtke
- Mischungsverhältnis Wasser-Luft, Ursula Ritter
- Ortskoordinaten - Höhe, Länge und Breite, Dieter Trüstedt
- Eisteilchenzahl, Isolde Werner

 

Eismenge - kg pro cm Luft
Spieler: Henrik Kühn

 

Temperaturen während des Zirrusfluges
(wir sehen z.B. in der 31 Sekunde der Messung den Wert minus 55,358 Grad)
Spielerin: Christine Söffing

 

Luftdruck im Sekunden-Takt
Spieler: Axel Baune

 

Messwerte der Feuchte und des Taupunktes
Spieler: Klaus Schmidtke

 

Mischungsverhältnis Wasser in Luft
Spielerin: Ursula Ritter

 

Ortkoordinaten: Höhe - Länge - Breiten- Grad des Zirrusfliegers
Spieler: Dieter Trüstedt

 

Eisteilchenzahl, Spiel der gezählten Eisteilchen
Spielerin: Isolde Werner


Zirrus-Wolke
als automatisch gespieltes Gesamtklangbild

Das folgende "Partitur-Blatt" könnte für einen Dirigenten sein.
Hier werden alle 10 Daten-Spuren (Höhe, Länge und Breite einzeln gezählt) automatisch und parallel abgespielt.
Jeder Part kann unabhängig von den anderen laut und leise geregelt werden, aber auch die Klangfarbe, eine Dauer und ein Delay ist wählbar.
Die Klangerzeugung hat für jede Datenspur das gleiche Prinzip: Es sind 2 hintereinander geschaltete Bandfilter, die "Drachenklänge" aus den weißen Rauschen filtern.
Das heißt: die Klangparameter sind dann: Filter-Güte, Filter-Frequenz, Lautstärke, Dauer und Delay.
Delay heißt, dass der Klang innerhalb des Sekunden-Fensterns ein eigenes Klangfenster hat - die Klänge können in ihren Einsätzen variiert werden.


Links zu vorausgehenden Projekten der EMU im Kontext der Zirrusmusik:

Wasser – kann man Wolken hören?
Galerie The Laboratorium
Universität Ulm
Oberer Eselsberg, M24 (Café Nord)

Ein Projekt aus Kunst und Wissenschaft
Musik der Phänomene, Meßdaten
und molekularen Dimensionen

Vernissage: 3. Nov. 2005, 18.00 Uhr
Eröffnung: Frederick William Ayer
Einführung: Katharina Landfester
Konzert: Zirrus-Laptop-Ensemble, Ltg. Dieter Trüstedt