EMU Protokoll
27mai05
Diesmal am Freitag mit Thomas Kaltenbrunner, Christine Söffing, Ursula Ritter und Dieter Trüstedt. Wir haben 4 Keyboards installiert bei Thomas, Ursula, der große EMU-Rechner und das EMU-Laptop, letzteres mit einem kleinen M-Audio Keyboard (O2 USB MIDI Controller). Wir werden die Pure-Data-Programme kennzeichnen, damit wir wissen für welchen Keyboard sie eingerichtet sind.

Thomas Kaltenbrunner und Ursula Ritter beim Lautklavier-Spielen, Fr27mai05, MUZ Musiklabor
Ursula und Thomas tobten sofort mit den Klängen herum - es klang erstaunlich.
Christine spielte sich auf den EMU-Rechner ein - mit den Drachenklängen
und Dieter testete das erste Klangbild des Wolkenfliegers.
Dann eine kleine ArtLekture zum Thema "Impulsklavier". Die Klangvielfalt,
die ein einfacher, gefilterter Impuls verursachen kann ist erstaunlich. Wir
müssen aber bedenken, dass ein Konzertflügel auch nur durch Impulse,
der Anschlag durch den Hammer, zum Klingen und somit zu einer wunderbaren Musik
gebracht wird.
Dann spielten wir nochmals das Bild vom vergangenen Freitag - in neuer Besetzung: Christine die Drachenklänge, Dieter die Orts-Daten-Songline des Wolkenfliegers, Ursula das Rauschklavier mit den Klangbergen und Thomas mit den KnackKnarz-Klängen aus dem Impulsklavier. Thomas spielte zum Teil sehr knarzig, aber auch klanglich. Die Dauer lag bei 7 Minuten und länger.
Hier ein kurzer Ausschnitt.
1+2.mp3 / 1:19 min und 1.24 MB / Einfach anklicken und anhören.
Am Anfang nur die "Orts-Koordinaten" des Wolkenfliegers (Höhe,
Längen- und Breitengrad als variabler Dreiklang) mit Atmo-Drachenklänge
von Christine und Rausch-Berge von Ursula. Und die KnackKnarze (so wie sie vielleicht
Isolde meinte) gespielt von Thomas. Vielleicht sind es ja die radioaktiven Höhenstrahlen
im Geigerzähler. Die wurden leider nicht mitgemessen.
Am kommenden Donnerstag werden wir die Klänge von den Daten des Wolkenfliegers abhängig machen. Das Sekunden-Metronom "synchronisiert" die Rechner - zunächst mit Hilfe eines Dirigenten für den gemeinsamen Startpunkt. Wir werden die Musik auf die 14 Minuten ausweiten, um alle 840 Messzeitpunkte auszukosten.
Vielleicht installieren wir ja wirklich einen Dirigenten, um das Ensemble zu stabilisieren und zu steuern. Es kann ja sein, dass manches zu laut, anderes untergegangen ist etc.
Es sieht so aus, dass wir einen Test am 21. Juni fahren - im Sonafe-Hof
für den Sommeranfang, gemeinsam mit dem Sprachenzentrum. Am liebsten:
"Musik für Räume I".
Auch Christine will uns: am Donnerstag 16. Juni in Augsburg zur Vernissage
ihrer "Hände-Ausstellung" - auch "Musik für Räume".
Dann bekommt das Sprachenzentrum die Nummer II.
Und hier die beiden neuen Musikinstrumente:
Das Impulskavier mit einem Register von 5 verschiedenen Presets/Instrumenten/Klangeinstellungen. Jede Klangeinstellung kann natürlich geändernt werden oder neu gesetzt werden. Außerdem besteht das Impulsklavier eigentlich aus 3 intentischen Instrumenten, die in verschiedenen Tonabständen zueinander stehen: Quinte -Quinte, Quinte-Oktav etc.

Christine hat am Freitag noch auf dem "alten" Rauschklavier gespielt.

Christine Söffing am Rauschklavier (Pure Data, EMU-Rechner und Keyboard) am Freitag 27. Mai 05
Für Christines Klangbild wird es ein neues Instrument geben, das nur für
die Drachenklänge zuständig ist.
Die Frequenzen der Drachenklänge werden an die Messdaten gekoppelt. Die
Auswahl spielt Christine.

Hier ist nur der innere Kern wiedergegeben. Die merkwürdigen, abrufbaren
Brüche sind Teil der jeweilig gewählten Tonreihe: Obertonreihe, Quint-Türme,
Quint-Oktav-Turm, große Terz Reihe, kleine Terz Reihe, Quart-Reihe, additive
Reihen. Was noch fehlt sind Exoten wie z.B. die Fibonacci-Reihe u.a. Das werde
ich das nächste Mal erklären.
Was das alles mit dem Wolkenflieger zu tun hat, ist noch unklar aber interessant.
Christine hat vorgeschlagen, in der Fibonacci-Reihe a(n+2) = a(n+1) + a(n) auch kleinere Anfangszahlen zu verwenden, z.B. 0.33. Das ist sehr interessant und erinnert an die Chaostheorie mit ihren gebrochenen Dimensionen z.B. 0.44-dimensional entsprechend 3-dimensional, das wir ja kennen.
Im Internet verwendet jemand die Brüche von zwei aufeinander folgenden
Zahlen der Fibonacci-Reihe. Die Reihe tendiert dann zum Goldenen Schnitt: 1,61538
aus der Formel x : 1 = (1-x) : x. Siehe:
http://www.mcs.surrey.ac.uk/Personal/R.Knott/Fibonacci/fibnat.html#golden
1/1 = 1, 2/1 = 2, 3/2 = 1·5, 5/3 = 1·666..., 8/5 = 1·6, 13/8 = 1·625, 21/13 = 1·61538...
Die Internet-Site zeigt wunderschöne Bilder aus der Natur zu diesem Thema. Und hier der Mathematiker selbst:

Leonardo von Pisa wurde zwischen 1170 und 1180 geboren.
http://www.mathe.tu-freiberg.de/~hebisch/cafe/fibonacci.html