EMU-Protokoll
31. Mai 2007

Zirrus und Hexagons im Pfingstsymposion 2007

München, Nymphenburg, 26. Mai 2007, 22 Uhr

Siehe: http://www.pfingstsymposion.de/2007.html

Es hat prima funktioniert.
Mitschnitt von Zirrus, Hexagons und Opferstöcke liegt vor.

Foto-Dokumentation siehe:
http://www.luise37.de/2007/pfingstsymposion/magiedesschoenen.htm

Wir sehen Andhi Pabst beim Testen der Ortskoordinaten.
Weitere Fotos/Video-Captures von Bernhard Thurz siehe Link oben.
Wir sehen auch die kleinen Laptop-Tische und Lautsprecher am Boden.
Die Akustik hat also auch funktioniert.
Bei Mischnitten sind eigentlich nur noch die Laptop-Lüfter zu laut.
Also doch 7-kanalig direkt aus dem Laptops mitschneiden?


Das gelbe Quadrat ist der Ort der "3 Kühe im Ufo".
Die Vorbereitungen laufen - ebenso für "Ein Stein" - ein Stock höher.
Links sehen wir das "Ufo" ein kleines Theater mit Sitzreihen:
Dort werden wir die Vernissage zelebrieren:
Zirrus als reine Improvisation. Jeder nimmt sein Zirrus-Material und spielt, wann es in die Musik passt.

3 Kühe im Ufo:

Schreiner Rupp von der Universität baut einen 2. Boden aus Holz ein - ca. 70 cm über den Boden und 20 cm unterhalb der Beton-Oberkante:
Christine Söffing hat nochmal Kühe "analog" fotografiert: Sie werden auf Folien gedruckt - ca. 60 mal 60 cm. Die Folien werden auf Acryl - 10 cm stark und 75 mal 77 cm in der Fläche.
Darunter eine etwas kleinere Aluplatte für 9 LED (weiss und je 1 Watt) zum Beleuchten der Kühe von unten.
Die Oberfläche des Pflanztroges wird mit Kunst-Rasen abgedeckt: Fläche: 231 bzw, 231,5 cm mal 225 bzw, 225 cm (Ungenauigkeit des Beton-Troges).
Unterhalb vom Gras kommt ein CD-Repeat-Player für die Kuhmusik - extrem leise, aber sehr schön.
Strom und Schildchen sind schon fertig.

Ein Stein:

Ein Stock höher ist der Pflanztrog für das Objekt "Ein Stein". Größe und Schreiner-Einbauten wie der Kühe-Trog. Oberfläche: Sand wie in einem ZEN-Garten. Wir legen auch eine Harke dazu, zum Weitergestalten durch das Publikum. Wesentliches Objekt: ein großer, schöner Stein. Beleuchtung von oben - voraussichtlich farbig, 3 Farb-LEDs von jeweils 3 Watt und einen Abstrahl-Winkel von 10 Grad. Der Stein also bunt beleuchtet - in der Mischung der 3 Farben aber weiss - nur die Schatten sind farbig.
Die Mechanische Werkstatt der Universität baut die LED-Halterungen - sie kommen in die Decke über dem Objekt.
Tobias Hornberger hat bereits 30 min Stein-Musik entworfen. Also wieder CD-Repeat-Player unter dem Sand.
Klaus Schmidtke spendet PC-Lautsprecher für beide Projekte.

Vernissage:

Freitag 15. Juni 2007 um 17 Uhr. Konzert = Zirrus-Improvisation.
Also Gesamtkunstwerke der Sparte "Land-Art".
Wiese, Kühe, unterirdische Musik, Sand und Stein, Licht und Zirrus-Wolken-Musik (Mitschnitt vielleicht auch in den Trog).
Das heißt, die CD-Repeat-Geräte spielen eventuell mehrere Stücke.

Pressetext:

(Frederick William Ayer informiert und animiert die Presse.)

A
Umwandlung von ehemaligen Pflanztrögen (20cm Beton 250 mal 250 cm Fläche 70 cm tief) in 2 Kunstobjekte.
Ort: Universität Ulm Festpunkt N24, Niveau 1 und 2 - studentisch: UFO.
Projekt der EMU, Experimentelle Musik und Kunst Universität Ulm, Ltg.: Dieter Trüstedt
Vernissage: Freitag 15. Juni 2007 um 17 Uhr - mit konzertanter Improvisation vor Ort - im UFO.
Dauer der Ausstellung: mindestens ein Jahr.

B
Die beiden Kunstprojekte gehören zur Kategorie: Land-Art, es sind Gesamtkunstwerke (Objekt, Bild, Licht, Musik)

1.
3 Kühe im UFO

In einer (Kunstrasen-) Wiese (225 mal 231 cm und 70 cm über dem Boden) sind drei Kuh-Bilder eingelassen (Größe jeweils 60 mal 60 cm) - von unten beleuchtet mit LED-Technik. Unterhalb des Rasens sind Klänge zu hören, leise aber deutlich. Die Kuhbilder sind von Christine Söffing. Das Konzept ist von Dieter Trüstedt und Christine Söffing. Die Musik ist von der EMU.
Das Objekt mag Irritationen hervorrufen, die Frage nach der Kunst, die Frage nach dem Sinn.
Die EMU hatte bereits in 3 Ulmer Cafés Stundenbilder projiziert - eine kauende Kuh - März 1999.
2.
Ein Stein

In einer Sandfläche (225 mal 231 cm und 70 über dem Boden) liegt ein Stein. Der massive Stein wird mit von drei Grundfarben so beleuchtet, dass das Hauptlicht weiss, die Schatten jeweils komplementär farbig sind. Die Sandfläche ist wie in ZEN Gärten sorgfältig geharkt. Eine Harke liegt vor Ort für weitere Gestaltungen durch das Publikum. Unter der Sandfläche sind Klänge "installiert" - entworfen von EMU-Mitgliedern. Das Objekt mag Ruhe oder Irritation ausstrahlen, abhängig vom Betrachter.

Die EMU wird den Zustand der Objekte beobachten und die Veränderungen durch das Publikum über ein Jahr dokumentieren.

C
Das Vernissage-Konzert

greift improvisativ auf das Zirrus-Material zurück. Zirrus war eine Aufführung im Stadthaus Ulm am 21. Juli 2005 - unter dem Thema: Wasser - kann man Wolken hören?
Die Improvisation im Vernissage-Konzert verwendet die einzelnen Klänge und Computerprogramme des Zirrus-Projektes:
Eisteilchenzahl - gespielt von Isolde Werner, Taupunkt - Klaus Schmidtke, Temperatur (in 10.000 m Höhe) - Christine Söffing, Eismenge in der Zirruswolke - Henrik Kühn, Luftdruck - Axel Baune, Wasser-Luft-Mischung - Ursula Ritter, Ortskoordinaten - Andhi Pabst, Flughöhe - Dieter Trüstedt.
Wir halten uns nicht die ursprüngliche Messdaten-Folgen, sondern spielen die physikalischen Werte vollkommen frei, allein die künstlerische Gestaltungslust steuert die Musik. Dauer ca. 14 Minuten.

D
Mithilfen

Uni-Schreinermester Rupp, Mechanische Werkstatt der Universität, Uni-Verwaltung, Bauamt, Musisches Zentrum MUZ.


Der klassische Zen-Garten hat keinen Sand sondern groben Kies.
So werden wir es auch für "Ein Stein im UFO" machen - Biergarten-Kies.
Wir werden 200 Liter brauchen.

Die geharkten Linien bedeuten Wasser. Es gibt keine Pflanzen (außer Moos).

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Garten


Vorübung mit Biergartenkies. Das Verhältnis Kies-Größe und Stein-Größe stimmt natürlich
nicht. Der Kies liegt im Objekt ca. 3 cm dick. Der Stein wird ca. 50 kg wiegen.
Die Harke für die "Wasserwellen" muß ziemlich grob sein, d.h. Zinkenabstand ~ 7 cm und
fingerdick.


Und wegen der Berlin-Ausstellung und -Aufführung am Sa 23. Juni 2007 22:30 Uhr
Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
(Gendarmenmarkt / U-Bahn Stadtmitte bzw. Hausvogteiplatz)
Jägerstraße 22/23 10117 Berlin
Tel 030 - 20 37 06 50
www.diejungeakademie.de/ag/wasser

Christine und Klaus fahren mit dem Auto nach Berlin - mit dem Ausstellungsmaterial und dem Aufführungsequipment.
Übernachtungen: Mittwoch bis Sonntag = 4 Nächte im Hotel.
Ausstellungsaufbau Donnerstag und Freitag.

Axel, Henrik, Isolde, Dieter, Ursula, Noga fahren mit dem Zug - Donnerstag nachts.
Übernachtungen: Freitag bis Sonntag = 2 Nächte im Hotel (Ursula und Noga privat).

Hotelkosten und Fahrt werden übernommen.
Honorare bzw. Tagesgeld werden noch diskutiert.


Projekte / Musiken / Performances,
die auf uns zukommen

1.
ARAB

(Isolde Werner, Dieter Trüstedt ...)

2.
VOLETS VERTS
Südfranzösische Fensterläden
(Andhi Pabst, Christine Söffing, Dieter Trüstedt ...)

Siehe: http://www.uni-ulm.de/emu/galerie/farben/farben-01.htm

Andhi Pabst hat das Auslesen von Farbflächen in VVVV und die Übertragung der
r-g-b-Daten nach Pd gelöst. Funktioniert ausgezeichnet.

3.
TURBULENZEN

(Axel Baune, Tobias Hornberger, Dieter Trüstedt ....)

4.TILEWORK FOR LOG DRUMS
von Tom Johnson
als Computer-Version in 6 Wiedergabe-Kanälen

5.
SPRACHSTÜCK

Computermusik
(Axel Baune ....)


Christine Söffing, München-Nymphenburg, Schlossrondell 1
Hocker vom Uni-Schreinermeister Rupp,
Foto: Dieter Trüstedt, 26. Mai 2007