Innovations- und Technologiemanagement - Seminar (BA/MA)

SeminartitelInnovations- und Technologiemanagement (BA/MA)

Dauerein Semester (Sommers. 2016)
Themenvergabe03. Februar 2016, 18 Uhr; H 21
LeitungProf. Dr. Leo Brecht
Daniel Gentner
Inhalte

Das ITM-Seminar baut auf der Vorlesung TIM I und/oder PM I und /oder ProMM I auf und ist inhaltlich in die vom ITOP entwickelte PROHAS-Architektur* eingeordnet. Das Process House of Analytics besteht aus den Bereichen (Floors)

  • Customer and Market Management (CMM),
  • Technology and Innovation Management (TIM),
  • Supply Chain Management (SCM) und
  • Management- and Support Processes (MSP),
  • Business Model Innovation (BMI),
  • Information and Communication Technolgy (ICT),
  • Produktmanagement (ProMM).

Die jeweiligen Themen sind den einzelnen Floors zugeordnet.

Im Rahmen der Arbeit sollen Lösungsansätze für spezifische Fragestellungen aus dem Bereich Technologie- und Prozessmanagement entwickelt werden.

 

Themen

Leiter Marc Oßwald

 

Produktlebenszykluskurve: Modell, Kriterien zur Einordnung auf der Basis von öffentlichen Daten

Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines auf öffentlichen Daten basierenden Modells zur Einordnung von Produkten, Produktfamilien und Produktportfolien auf der Produkt-Lebenszykluskurve. Die Erkenntnisse sollen in einem Excel-Tool abgebildet werden.


What makes a new product successful?

Neue Produkte sind nicht zwangsweise erfolgreich. In den vergangenen 25 Jahren gab es daher zahlreiche Studien mit dem Ziel, diejenigen Faktoren zu identifizieren, die für den Erfolg neuer Produkte verantwortlich sind. Das Ziel dieser Arbeit ist es daher, mit Hilfe einer Metaanalyse über die bestehende Literatur herauszufinden, welche Faktoren branchenübergreifend für den Erfolg neuer Produkte verantwortlich sind.


Social Network Analysis – Software und Anwendung

Durch die zunehmende Verfügbarkeit von frei zugänglichen Daten können neue Techniken zur quantitativen Analyse eingesetzt werden. Die Social Network Analysis (SNA) ist eine Anwendung der Cluster-Analyse und hilft bei der Erkennung von Mustern, Clustern und Trends. Das Ziel der Seminararbeit ist die Identifikation und der Vergleich von diversen Open Source Softwaretools zur SNA und deren praktische Erprobung.


Erfolgsfaktoren im Market Launch

Wie zahlreiche Studien gezeigt haben, ist der Market Launch nicht nur der teuerste und ressourcenintensivste Prozess im Rahmen des Produktlebenszyklus, sondern auch einer der erfolgskritischsten. Aus diesem Grund haben eine Vielzahl an Wissenschaftlern untersucht, welche Erfolgsfaktoren ein Market Launch in unterschiedlichen Industrien hat. Das Ziel dieser Arbeit ist die Sichtung der Literatur und die Konsolidierung der Erfolgsfaktoren mit dem Ziel, eine Rangfolge für diese zu entwickeln.


Verkürzung der Time-to-Market

Die Geschwindigkeit, mit der Produkte im Markt verfügbar gemacht werden, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein Produkt. Die Time-to-Market (Zeitspanne von der Produktentwicklung bis zum Market Launch) ist daher eine erfolgsentscheidende Variable für ein Produkt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, diverse Techniken zur Verkürzung der Time-to-Market zu identifizieren und zu vergleichen. Das Ergebnis der Arbeit soll eine Zusammenfassung aller Techniken zur Verkürzung der Time-to-Market sowie eine Empfehlung darüber sein, wann diese anzuwenden sind.


Design-to-cost-Prozesse, Techniken und Ergebnisse

Wird ein Produkt an einem Markt angeboten, so veraltet dieses technisch über die Zeit. Dies führt dazu, dass neben der technischen Leistungsfähigkeit auch die Kostenstruktur zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Um speziell die Kostenstruktur der Produkte wieder zu verbessern, werden Design-to-Cost-Projekte gestartet. Das Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung und Analyse von Design-to-cost-Prozessen, -Techniken und -Ergebnissen. Das Ergebnis der Arbeit soll ein Vergleich verschiedener Design-to-cost-Vorgehen sein.

Leiter Daniel Gentner

Market Launch – Lösung des Trade-Offs zwischen Time-to-market, Entwicklungskosten und der Produktqualität

Ziel der Arbeit ist die Analyse eines klassischen Trade-Offs zwischen Time-to-market, Entwicklungskosten und Produktqualität. Hierzu können verschiedene Modelle aus der Literatur herangezogen werden. Zur Veranschaulichung soll ein ausgewähltes Modell z. B. in einem Excel-Tool abgebildet werden.


Produktportfoliomanagement – eine Analyse aktueller Modelle

Ziel der Arbeit ist die Analyse von Modellen zur Bestimmung des optimalen Produktportfolios z. B. hinsichtlich Variantenanzahl und Beitrag zum Gesamtumsatz des Portfolios. Zur Veranschaulichung soll ein ausgewähltes Modell z. B. in einem Excel-Tool abgebildet werden.

Customer Analytics - Analyse von Kundenstämmen

Ziel der Arbeit ist eine Evaluation quantitativer Methoden zur Analyse bestehender Kundenstämme im Unternehmen. Dabei können sowohl klassische Selektionsansätze, wie aus dem Portfoliomanagement, als auch neue Möglichkeiten aus dem Themenfeld Customer Analytics herangezogen werden.

Datengrundlage für strategische Entscheidungen im Produktmanagement

Entlang des Produktmanagement-Strategieprozesses, der von „Market Knowledge“ bis „Profitability“ reicht, sollen strategische Entscheidungen und die dafür notwendigen Daten sowie deren Quellen aufgezeigt werden und hinsichtlich Kriterien, wie Verfügbarkeit, Erhebungsintervall oder Datenarten verglichen werden. Grundlage bildet die Auseinandersetzung mit Literatur zum Thema Data Mining

Entscheidungen entlang des operativen Produktmanagementprozesses und deren Datengrundlage

Entlang des operativen Produktlebenszyklusmodells, das von der Ideenfindung bis hin zum Phase-out reicht, sollen Entscheidungen und die dafür notwendigen Daten sowie deren Quellen aufgezeigt werden und hinsichtlich Kriterien, wie Verfügbarkeit, Erhebungsintervall oder Datenarten verglichen werden. Grundlage bildet die Auseinandersetzung mit Literatur zum Thema Data Mining.

Einsatz von Operation Research für strategische Entscheidungen im Produktmanagement

Lineare Optimierung eignet sich bei Planungsvorhaben, für die kein spezielles Lösungsverfahren entwickelt wurde. Anwendungsfälle finden sich im Produktmanagement beispielsweise bei der Bestimmung eines optimalen Produktportfolios. Ziel der Arbeit ist die Übertragung eines solchen Anwendungsfalls auf ein lineares Programm sowie die Erörterung der Ergebnisse.

Big-Data-Techniken entlang der Marktphase des Produktlebenszyklus

Ziel der Arbeit ist die Identifikation von Anwendungsfeldern für Big-Data-Techniken entlang der Marktphase des Produktlebenszyklus. Voraussetzung ist die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Big Data sowie relevanten Techniken und Tools.

Quantitative Marktsegmentierung mittels Cluster-Analysen

Über den Grad der Ähnlichkeit zweier Objekte können Cluster gebildet werden. Dieses Verfahren eignet sich zur Bestimmung in sich homogener Marktsegmente. Ziel der Arbeit ist die theoretische Auseinandersetzung mit quantitativen Verfahren der Cluster-Analyse und deren Eignung für die Marktsegmentierung. Die praktische Anwendbarkeit der Verfahren soll die Durchführung einer Cluster-Analyse mit KNIME an einem konkreten Beispiel aufzeigen.

End of Life – ein Trade-Off zwischen Zeit, Erlösen und Kosten

Die Bestimmung des optimalen Marktaustrittszeitpunktes ist die zentrale Fragestellung am Ende eines jeden Produktlebenszyklus. Ziel der Arbeit ist die Beschreibung strategischer Fragestellungen zur Bestimmung des optimalen Marktaustrittszeitpunktes sowie eine Analyse von quantitativen Modellen, mit denen der Trade-Off zwischen bestehendem und Neuprodukt gelöst werden kann.

Agiles Produktmanagement in den Entwicklungsphasen des Produktlebenszyklus

Im Bereich Software-Entwicklung sind agile Methoden weit verbreitet. Da heutige Produkte zunehmend Software-Komponenten aufweisen, werden die Anforderungen der Software-Entwicklung auf die herkömmliche Produktentwicklung übertragen, die weitestgehend vom klassischen Stage-Gate-Prozess dominiert wird. Ziel der Arbeit ist die Identifikation bestehender agiler Methoden in der Literatur sowie die Analyse der Anwendbarkeit einer ausgewählten Methode entlang der Entwicklungsphasen des Produktlebenszyklus.

Leiter Thomas Mahnke

Pricing-Strategien im industriellen Dienstleistungsmanagement

Ziel der Arbeit ist es, Pricing-Strategien industrieller Dienstleistungen und Lösungen (Produkt- und Dienstleistungsbündel) zu identifizieren und zu analysieren. Dabei wird auf Basis einer Literaturanalyse ein Katalog verschiedener Pricing-Strategien erarbeitet und besonders auf ind. Dienstleistungen spezialisierte Pricing-Strategien herausgearbeitet.

Service Ideation als Prozess des Service Product Management

Ziel der Arbeit ist es, den Service-Ideation-Prozess hinsichtlich seiner Rollen zu untersuchen. Dabei werden Rollen identifiziert, die dem Prozess zuzuordnen sind. Wichtig dabei ist zu untersuchen, welche Aufgaben die jeweiligen Rollen einnehmen.

 

Was sind die größten Technologie- und Innovationstrends?

Das Ziel der Arbeit ist, mit Hilfe der bibliometrischen Analyse und Reports die größten Technologie- und Innovationstrends zu ermitteln und Empfehlungen für Unternehmen abzugeben. Dazu wird ein Tool zur Bibliometrie verwendet, mit dessen Hilfe Trends identifiziert und nachfolgend analysiert werden können.

 

Anforderungen an das Informationssystemmanagement (ISM) im Kontext der Internet of things und industriellen Dienstleistungen

Das Ziel der Arbeit ist die Identifizierung von Herausforderungen, die auf das ISM zukommen, wenn Unternehmen aus dem B2B vermehrt Daten zur Anbietung industrieller Dienstleistungen und im Bereich der Internet of things tätig sind. Es wird auf Basis einer Literaturanalyse ein Katalog an Herausforderungen aufgestellt.

 

Integration der Geschäftsmodellinnovation in die Produkt- und Dienstleistungsmanagementprozesslandkarte

Das Ziel der Arbeit ist die Identifizierung der Schnittstellen des GMI-Prozesses zu anderen Prozessen der Produkt- und Dienstleistungsmanagementprozesslandkarte.

Bearbeitung Zur Erlangung des Leistungsnachweises ist die Anfertigung einer Seminararbeit sowie einer Zwischen- und einer Abschlusspräsentation mit anschließender Diskussion notwendig. Die Abschlusspräsentation geht dabei zu 30 % in die Gesamtnote ein.

 

Meilensteine

 

Abgabe der Seminararbeiten:
Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben

Zwischenpräsentation:
Zeitpunkt und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben

Endpräsentation:
Zeitpunkt und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben

 

Ablauf und Anforderungen
  • analytische und konzeptionelle Fähigkeiten
  • selbständige, zielorientierte und systematische Arbeitsweise
  • gewünscht: erfolgreicher Abschluss
  • Weitere Informationen siehe Webpage www.uni-ulm.de/mawi/itop.html