"Ethische Entscheidungskonflikte im ärztlichen Alltag"

Die Konzeption der Seminare

In den Wochenend-Seminaren (Freitag 17:50 - 21:30 Uhr, Samstag 9:00 - 13:30 Uhr) des Arbeitskreises "Ethik in der Medizin" werden konkrete Fälle aus der ärztlichen Praxis bearbeitet. Diese ethischen Konfliktfälle werden von Ärzt/innen, Pflegekräften oder Patient/innen im Seminar vorgestellt. Die Veranstaltungen werden von speziell ausgebildeten Moderatoren des Arbeitskreises moderiert und sind als Kleingruppenseminare mit höchstens 15 Teilnehmenden konzipiert. Anhand der Analyse von Konfliktsituationen und Konfliktfeldern aus dem "ganz normalen" ärztlichen Alltag werden die ethischen Grundlagen und modernen Prinzipien der Medizin reflektiert und diskutiert. 

Die Arzt-Patienten-Beziehung ist eine kommunikative Interaktion mindestens zweier Individuen, die durch persönliche Wertvorstellungen der Beteiligten, gesellschaftliche Regeln und Standesnormen beeinflusst wird. Während die klassischen Grundsätze der Arzt-Patienten-Beziehung überwiegend paternalistisch organisiert waren, fordert die moderne Welt eine partizipatorische Arzt-Patienten-Beziehung. Die zu deren Verwirklichung notwendigen praktischen Fertigkeiten und die Reflexion eigener und fremder Wertvorstellungen werden anhand der im Seminar vorgestellten konkreten Fälle von den Teilnehmenden trainiert. 

Lernziele der Falldiskussionen

Die Teilnehmer an den Seminaren erwerben grundlegende Erkenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf die medizinische Ethik.

Sie sollen erkennen:

• Alle medizinischen "Fälle" haben eine ethische Dimension.

• Ethische Konflikte treten im klinischen Alltag häufig auf.

• Kommunikation ist ein grundlegendes Element der medizinischen Praxis. Sie kann gelernt und geübt werden.

• Das Reflektieren eigener und fremder Wertesysteme ist unerlässlich.

• Viele ethische Konflikte haben mehr als eine Lösung.

• Erwerb und Festigung (medizin-)ethischer Kompetenzen sind ein lebenslanger Prozess. 

Sie sollen üben:

• Erkennen und Analysieren ethischer Konflikte.

• Reflektieren eigener Werte und Reflektieren von Wertvorstellungen anderer Menschen.

• Abwägen der Werte und Begründen der eigenen Entscheidung.

• Den gleichberechtigten Diskurs.