Institute of the History, Philosophy and Ethics of Medicine
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Forschungsprojekte
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Care for the Elderly
Goals and Priorities. Das im Frühjahr 1992 begonnene Projekt beschäftigte sich mit drängenden Fragen des demographischen Wandels, insbesondere der Integration und der Versorgung einer zunehmenden Zahl älterer Menschen. Die Projektgruppe (7 zentral- und westeuropäische Länder und die USA) hat ein Konsensusstatement publiziert, in dem die ethischen und gesellschaftspolitischen Fragen der Ressourcenallokation im Hinblick auf die angemessene Versorgung der älteren Menschen aufgegriffen werden. Zum Projektende wurde 1994 in Maastricht ein internationaler Kongreß durchgeführt.
Verantwortlich für das Projekt: Dr. Gebhard Allert
Ethik in der Medizin in frühen Phasen des Medizinstudiums, Beginn 1994
Im Rahmen des Projektes werden fall- und problemorientierte Kleingruppenseminare durchgeführt. Zielgruppe sind Studierende der Medizin im ersten Studienabschnitt. Begrenzte Gruppengröße. Interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmer aus dem ärztlichen, pflegerischen und seelsorgerischen Bereich. Lernziele: Sensibilisierung für ethische Konflikte im ärztlichen Alltag, Diskurskompetenz, Begründungskompetenz, Reflexion über das eigene Wertesystem und Problemlösungskompetenz. Prozeßevaluation und Outcome-Evaluation. Bis Ende 1995 haben mehr als 200 Studierende der Medizin freiwillig an den Seminaren teilgenommen. Erste Ergebnisse der Evaluation besagen, daß die Bearbeitung konkreter, realer medizinischer Fälle schon zu Beginn des Studiums durchgeführt werden kann; die Sensibilisierung für ethische Konfliktsituationen ist schon bei Studienbeginn möglich. Die Akzeptanz dieser Kurse ist sehr hoch: mehr als 90% der Teilnehmenden möchten weitere Kurse besuchen, Blockveranstaltungen werden eindeutig bevorzugt.
Verantwortlich für das Projekt: PD Dr. Dr. Gerlinde Sponholz und Prof. em. Dr. Dr. Dr. h. c. Helmut Baitsch.
Goals of Medicine - Shaping new Priorities
Das internationale Forschungsprojekt diskutiert grundlegende Fragen der Zielvorstellungen einer künftigen Medizin. Angesichts der immer schwierigeren Fragen der gerechten Verteilung beschränkter Ressourcen in einer primär auf Wachstum und technologischen Fortschritt konzentrierten Medizin werden mögliche Konsequenzen und neue Bewertungsmaßstäbe für einzelne Länder und Kulturkreise diskutiert. An diesem 4-Jahres-Projekt sind 15 Länder beteiligt. Für Deutschland hat sich zusammen mit auswärtigen Gästen in Ulm eine feste Arbeitsgruppe gebildet, die regelmäßig in 2-monatigem Abstand tagt und sich dabei besonders auf die Diskussion der beiden Anwendungsfelder "Neuordnung der medizinischen Ausbildung" und "Chancen und Grenzen der Humangenetik" konzentriert.
Verantwortlich für das Projekt: Dr. Gebhard Allert
