Teilbereich Molekulare Gesundheit

Innerhalb des fakultätsübergreifenden Schwerpunktes „Anpassung Biologischer Systeme“ beschäftigt sich der Teilbereich Molecular Health mit allen Komplexitätsebenen vom Molekül bis zum ganzen Organismus. Dabei interessiert uns insbesondere, wie Lebensprozesse auf molekularer Ebene gesteuert werden und was passiert, wenn diese gestört sind.

Biologische Prozesse, die auf Molekülinteraktionen aufbauen und integrativ in zellulären Antworten münden, bilden allgemein die Grundlage physiologischer Funktionen im gesunden heranwachsenden, adulten und alternden Organismus. Die Arbeitsgruppen des Schwerpunkts Molecular Health entwickeln daher ein systembiologisches Verständnis dieser Interaktionen auf verschiedenen systemischen Ebenen des Lebens: atomare und molekulare Effekte, genetische Prädispositionen, zellbiologische Prozesse, Zell-Zell-Interaktionen und Zell-Differenzierungen, Gewebeintegrität sowie deren systemische Kontrolle durch Hormone und neuronale Verarbeitung. Im Bereich der Fehlsteuerungen konzentrieren wir uns insbesondere auf Neurodegeneration und Proteinfaltungskrankheiten, metabolische Störungen und Osteoporose, Entzündung und Infektionsresistenz. Vorrangiges Ziel ist dabei die Grundlagenforschung, die nicht zuletzt die Voraussetzung für neue Behandlungsmöglichkeiten schafft.

Unser Forschungsschwerpunkt ist eingebettet in die universitären Forschungsschwerpunkte Trauma und Alterung, in welchem es um die Erforschung der molekularen Mechanismen degenerativer Alterungsprozesse sowie altersbedingter Erkrankungen geht, und wird darüber hinaus durch den Großraum Ulm/Biberach, einer der stärksten Standorte der biopharmazeutischen Industrie in Deutschland, unterstützt.