Preisverleihung Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft 2013

Anlässlich des Festaktes zum Dies academicus am 07.02.2014 wurde der Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft des Jahres 2013 verliehen. Der Verteilungsausschuss hatte beschlossen, für das Jahr 2013 zwei Preise zu je 5.000 € zu vergeben.

Die Preisträger und Ihre Projekte:

Prof. Dr. Peter Bäuerle, Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien, für die Kooperation mit der Firma Heliatek GmbH in Würdigung der Entwicklung neuer halbleitender organischer Farbstoffe auf der Basis von Oligothiophenen zur Herstellung organischer Solarzellen

Im Rahmen der Kooperation wurden gemeinsam organische Solarfolien entwickelt, die nicht nur vergleichsweise kostengünstig und umweltfreundlich hergestellt werden können, sondern aufgrund der Flexibilität, Semitransparenz und des geringen Gewichts vielseitig eingesetzt werden können, zum Beispiel direkt in Fassaden- oder Fensterverkleidungen. Die Ulmer Arbeitsgruppe entwickelt dabei halbleitende organische Farbstoffe auf der Basis von Oligothiophenen. Die in Ulm synthetisierten organischen Solarzellen werden in Dresden in Solarzellen implementiert und getestet. Für den aktuell durch Heliatek gehaltenen Weltrekord mit einer Zelleffizienz von 12 Prozent wurde eine Substanz verwendet, die an Professor Bäuerles Institut entwickelt wurde. Der Kooperationspreis würdigt diese Zusammenarbeit als Musterbeispiel dafür, wie aus einer grundlagenforschungsorientierten Hochschulkooperation über eine gemeinschaftliche Ausgründung nicht nur ein erfolgreiches Spin-Off wurde, sondern zugleich ein weltweiter Technologieführer in einem zukunftsträchtigen Bereich mit großem Nachhaltigkeitspotential. Die Gründungspartner der Fa. Heliatek, Prof. Dr. Leo und Dr. Pfeiffer, erhielten 2012 den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten.


Prof. Dr. Klaus Dietmayer, Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik, für die Kooperation mit der Firma Daimler AG in Würdigung der gemeinsamen Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme sowie der Gründung des gemeinsamen Innovationszentrums driveU

Durch die Etablierung des Innovationszentrums driveU wurde die jahrelange Zusammenarbeit zwischen der Universität Ulm und der Firma Daimler deutlich intensiviert und ausgebaut. Ulm und das Forschungsinstitut driveU haben sich inzwischen zu einem führenden Zentrum für hochautomatisiertes und autonomes Fahren entwickelt. Wissenschaftler der Universität und Ingenieure sowie Informatiker aus der Industrie haben ihre Kompetenzen in den Bereichen Fahrerassistenz- sowie Sicherheitssysteme gebündelt. Eine wichtige Rolle spielt die Fahrumgebungserfassung mittels Kameras und Radarsensoren. driveU befasst sich dabei mit Sensor- und Signalverarbeitung, Informations- und Sensorfusion, Multi-Objekt Tracking zur Fahrzeugumgebungsrepräsentation, Situationsverstehen und Fahrerintentionserkennung. Mit so genannten Stereo-Innenraumkameras werden etwa Kopf- und Blickrichtung des Fahrers aufgenommen und mit der maschinellen Wahrnehmung des Autos abgeglichen. Außerdem wollen die Forscher dem Auto von morgen ein "Gedächtnis" verpassen. Dadurch kann das Auto typische Verkehrssituationen einschätzen und bewerten. Es soll Strecken, die sein Besitzer häufig fährt, analysieren und mit all ihren Tücken abspeichern. Die Zukunftsvision: Ein Auto, das ohne Fahrer sicher durch den Straßenverkehr steuert.

Preisverleihung Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft 2013

Anlässlich des Festaktes zum Dies academicus am 07.02.2014 wurde der Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft des Jahres 2013 verliehen. Der Verteilungsausschuss hatte beschlossen, für das Jahr 2013 zwei Preise zu je 5.000 € zu vergeben.

Die Preisträger und Ihre Projekte:

Prof. Dr. Peter Bäuerle, Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien, für die Kooperation mit der Firma Heliatek GmbH in Würdigung der Entwicklung neuer halbleitender organischer Farbstoffe auf der Basis von Oligothiophenen zur Herstellung organischer Solarzellen

Im Rahmen der Kooperation wurden gemeinsam organische Solarfolien entwickelt, die nicht nur vergleichsweise kostengünstig und umweltfreundlich hergestellt werden können, sondern aufgrund der Flexibilität, Semitransparenz und des geringen Gewichts vielseitig eingesetzt werden können, zum Beispiel direkt in Fassaden- oder Fensterverkleidungen. Die Ulmer Arbeitsgruppe entwickelt dabei halbleitende organische Farbstoffe auf der Basis von Oligothiophenen. Die in Ulm synthetisierten organischen Solarzellen werden in Dresden in Solarzellen implementiert und getestet. Für den aktuell durch Heliatek gehaltenen Weltrekord mit einer Zelleffizienz von 12 Prozent wurde eine Substanz verwendet, die an Professor Bäuerles Institut entwickelt wurde. Der Kooperationspreis würdigt diese Zusammenarbeit als Musterbeispiel dafür, wie aus einer grundlagenforschungsorientierten Hochschulkooperation über eine gemeinschaftliche Ausgründung nicht nur ein erfolgreiches Spin-Off wurde, sondern zugleich ein weltweiter Technologieführer in einem zukunftsträchtigen Bereich mit großem Nachhaltigkeitspotential. Die Gründungspartner der Fa. Heliatek, Prof. Dr. Leo und Dr. Pfeiffer, erhielten 2012 den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten.


Prof. Dr. Klaus Dietmayer, Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik, für die Kooperation mit der Firma Daimler AG in Würdigung der gemeinsamen Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme sowie der Gründung des gemeinsamen Innovationszentrums driveU

Durch die Etablierung des Innovationszentrums driveU wurde die jahrelange Zusammenarbeit zwischen der Universität Ulm und der Firma Daimler deutlich intensiviert und ausgebaut. Ulm und das Forschungsinstitut driveU haben sich inzwischen zu einem führenden Zentrum für hochautomatisiertes und autonomes Fahren entwickelt. Wissenschaftler der Universität und Ingenieure sowie Informatiker aus der Industrie haben ihre Kompetenzen in den Bereichen Fahrerassistenz- sowie Sicherheitssysteme gebündelt. Eine wichtige Rolle spielt die Fahrumgebungserfassung mittels Kameras und Radarsensoren. driveU befasst sich dabei mit Sensor- und Signalverarbeitung, Informations- und Sensorfusion, Multi-Objekt Tracking zur Fahrzeugumgebungsrepräsentation, Situationsverstehen und Fahrerintentionserkennung. Mit so genannten Stereo-Innenraumkameras werden etwa Kopf- und Blickrichtung des Fahrers aufgenommen und mit der maschinellen Wahrnehmung des Autos abgeglichen. Außerdem wollen die Forscher dem Auto von morgen ein "Gedächtnis" verpassen. Dadurch kann das Auto typische Verkehrssituationen einschätzen und bewerten. Es soll Strecken, die sein Besitzer häufig fährt, analysieren und mit all ihren Tücken abspeichern. Die Zukunftsvision: Ein Auto, das ohne Fahrer sicher durch den Straßenverkehr steuert.