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Abschreckende Kondensation zurück zur Übersicht
 

Eine sehr viel ältere Technik, metastabile, insbesondere amorphe Systeme herzustellen, ist die abschreckende Kondensation. Dabei werden sequentiell kleine Brösel der gewünschten Zusammensetzung verdampft und dieser Dampf wird auf einem gekühlten Substrat (z.B. 4.2 K oder 77 K) kondensiert. Wenn jeder Brösel zu etwa einer halben Monolage auf dem Substrat beiträgt, dann bleibt im Film die Zusammensetzung des Aufdampfgutes im Mittel erhalten, auch wenn die einzelnen Komponenten stark verschiedene Partialdrücke aufweisen.

Die Technik wird bei uns hauptsächlich eingesetzt, um amorphe Referenzproben zu präparieren, deren spezifischer Widerstand, Übergangstemperatur zur Supraleitung und Kristallisationstemperatur dann bestimmt werden. In jüngster Zeit wurden mit dieser Technik die amorphen Phasen der Systeme Pd1-xSnx, Pd1-xInx und Pd1-xBix untersucht.

Abschreckende Kondensation läßt sich aber auch einsetzen, um nanokristalline Filme zu präparieren, deren Korngröße wegen der geringen Depositionstemperatur im Bereich 5-50 nm liegen. Eine der Fragestellungen, welche an dem oben genannten System untersucht wurde, besteht darin, ob der Übergang von amorphen zu nanokristallinen Phasen als Funktion der Zusammensetzung in einem binären System abrupt oder stetig erfolgt. Es zeigte sich, daß ein abrupter Übergang nachweisbar ist, wenn als weitere Technik die Ionenbestrahlung eingesetzt wird. Mit ihrer Hilfe läßt sich ein Kriterium zur Unterscheidung von nanokristallinen und amorphen Systemen aufstellen.

Beispiele hierzu sind publiziert in:

"Anomalous Low Temperature Resistivity Behavior of Quench-Condensed Pd-Films", R. Huber, P. Ziemann; Thin Solid Films 174, 301 (1989)

"Ion Irradiation - A Technique Providing a Criterion to Distinguish between Amorphous and Nanocrystalline In1-xPdx-Films", P. Ruther, A. Plewina, and P. Ziemann: Z. Phys. B 96, 53 (1994)

"New Amorphous Phases In The Palladium/Indium System Prepared By Ion Irradiation", P. Ruther, A. Plewina, and P. Ziemann; Nano Structured Materials 6, 509 (1995)

Ansprechpartner: Prof. Dr. P. Ziemann

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