Abschlussarbeiten

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Bachelorarbeit bei Dr. U. Wiedwald zurück zur Übersicht
   

Quantitative Analyse der reduzierten Magnetisierung in Co Nanoteilchen nach Wasserstoffbeladung

Allgemeine Kurzinformation zum Thema:
Die Wasserstoffspeicherung in Metallen ist ein wichtiges Thema bei der Herstellung alternativer Energieträger. Bei der Metallisierung von CoOx Nanoteilchen verschiedener Durchmesser durch Wasserstoffplasmabehandlung zeigte sich in synchrotron-basierten Experimenten, dass die Nanoteilchen in den rein metallischen Zustand überführt werden können, jedoch in der Röntgenabsorptionsspektroskopie (XAS) eine zusätzliche spektrale Signatur auftritt, welche auf eine Änderung der Zustandsdichte des Metalls um die Fermienergie zurückgeführt werden kann. Diese Veränderung bewirkt die Reduktion der Magnetisierung abhängig vom Grad der Wasserstoffbeladung, welche mit Hilfe des magnetischen Röntgenzirkulardichroismus (XMCD) quantitativ ausgewertet werden kann.
Aufgabenstellung:
Die vorhandenen XMCD Spektren für Nanoteilchen (4 nm und 10 nm) werden quantitativ analysiert, um die Magnetisierung in Abhängigkeit der Prozessparameter zu bestimmen. Durch den Vergleich mit Volumendaten aus der Literatur wird der maximale Beladungsgrad der Co Nanoteilchen bestimmt und Unterschiede zum Volumenverhalten herausgearbeitet.
Angewandte Techniken:
Die Bachelorarbeit richtet sich an Studierende mit Neigung zur Computerarbeit. Programmierkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Am Institut für Festkörperphysik besteht große Erfahrung bei der Analyse von XMCD Spektren, so dass auch in einem relativ kurzen Zeitraum die quantitative Bestimmung der Magnetisierung durchgeführt werden kann. Hierzu werden Datenanalyse- und Simulationsverfahren genutzt, um systematische Fehler zu korrigieren. Fortführende experimentelle Arbeiten sind zum Beispiel in einer Masterarbeit möglich.
 

 

XAS-Spektren von Kobalt-Nanoteilchen nach dem H-Plasma as prepared (1), nach zusätzlichem Temperschritt auf 500°C (2), nach erneutem Plasma (3), nach abschließendem Temperschritt von 650°C (4) [1].

 

[1] K. Zürn, Dissertation, Universität Ulm, 2009