Physische Traumen verstehen und erfolgreich behandeln

Der Tod durch Trauma ist die häufigste Todesursache von Menschen unter 45 Jahren. Bei schweren Verletzungen - beispielsweise durch Verkehrs- oder Arbeitsunfälle oder andere Formen der Gewalteinwirkung - kommt es nicht selten zu lebensbedrohlichen Komplikationen, bei denen sich komplexe systemische Reaktionen im Körper der Verletzten abspielen. Genau hier greift der von der DFG mit elf Millionen Euro geförderte Trauma-SFB. Der 2014 bewilligte Sonderforschungsbereich 1149 "Gefahrenantwort, Störfaktoren und regeneratives Potential nach akutem Trauma" erforscht die biologisch-medizinischen Mechanismen bei der Entstehung von physischen Traumen. Das Ziel: die Entwicklung wirksamer Therapien zur erfolgreichen Behandlung von lebensbedrohlich verletzten Traumapatienten.

Die Ulmer Traumaforschung -interdiziplinär und erfolgreich

Die medizinischen Erfolge der Ulmer Traumaforschung sind nicht nur der beachtlichen Tradition in der klinischen und wissenschaftlichen Unfallchirurgie geschuldet, sondern gründen fest auf einer transdisziplinären Forschungsplattform. Sie berücksichtigt sowohl physische Traumen als auch psychische Traumata. Zusammengeführt werden beide Bereiche im bereits erwähnten Ulmer Zentrum für Traumaforschung, das 2016 an der Universität Ulm mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg gegründet wurde.

Weitere tragende Säulen dieses Forschungsbereichs sind das Zentrum für Muskuloskelettale Forschung Ulm (zmfu) sowie das Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin in Baden-Württemberg.

Im TraumaNetzwerk Ulm kooperieren zahlreiche Ärzte und Forscher aus medizinischen Versorgungs- und Forschungseinrichtungen aus der Region. Dazu gehören: