The Cool Science Institute (TCSI)
Die intensive und nachhaltige Förderung des Interesses Jugendlicher an Technik und Naturwissenschaften ist das Ziel des TCSI. Leitmotiv ist die Überlegung, dass dieses Interesse schon möglichst früh und spielerisch geweckt und anschließend mit zunehmend anspruchsvolleren Herausforderungen gesteigert und intensiviert werden muss. Ein erfolgreiches Beispiel für die Umsetzung dieser Idee in der Schule ist ein Roboterbaulabor, in denen Schüler in kleinen Gruppen autonome mobile Roboter bauen und programmieren. Die Durchführung von regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben zu verschiedenen Aufgabenkategorien (Robotertanz, Labyrinthsuche, Roboterfußball) sorgt für ausreichend Motivation und Ausdauer, auch wenn einmal etwas nicht auf Anhieb klappt. Über intensive praktische Betätigung finden die Schülerinnen und Schüler so einen Zugang zur Technik.
Das TCSI ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Eine Anschubfinanzierung im NaT-Working-Programm der Robert-Bosch-Stiftung ermöglicht Pilotprojekte in acht Gymnasien in Bayern und Baden-Württemberg für die Dauer von drei Jahren. Mittlerweile fördern eine Reihe von Kommunen (z.B. Ulm) und Unternehmen (reis robotics, Grenzebach, Siemens) weitere Projekte in Schulen. Mit dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer) konnte einer der größten deutschen Industrieverbände (mehr als 3000 Mitgliedsunternehmen) als strategischer Partner gewonnen werden.
Derzeit laufen in etwa 30 Schulen Roboterbaulabore, mit etwa 50 beteiligten Lehrern und über 300 Schülern. 2001 wurde in Paderborn zum ersten Mal der Wettbewerb RoboCup Junior German Open durchgeführt, an dem über 80 Schüler und 15 Lehrer teilnahmen. Schülerteams des TCSI stellen den Deutschen Meister und den Vizeweltmeister im Jugend-Roboterfußball (RoboCup Junior). Aus den Aktivitäten gingen mittlerweile auch mehrere Regional- und Landessieger bei Jugend forscht hervor.
