Grundlagen der Betriebssysteme

Lernziele

Die Studierenden identifizieren die Grundlagen der Funktionsweise von Rechensystemen aus der Sicht der externen Rechnerarchitektur. Sie fassen ein Rechensystem als Ausführungsplattform von Software auf, wie es aus der Perspektive des Programmierers wahrgenommen wird, d.h. sie erkennen die konzeptionelle Struktur und das funktionale Verhalten von Rechensystemen. Die Studierenden betrachten moderne Rechensysteme als Verbund miteinander kommunizierender Komponenten.

Nach erfolgreichem Besuch der Veranstaltung sind die Studierenden in der Lage, die Wechselwirkungen zwischen einem Rechensystem, seinen Kommunikationskanälen, der darauf laufenden Systemsoftware und Anwendungen beurteilen zu können. Insbesondere sollen sie die Konsequenzen der Ausführung von Anwendungen und Systemsoftware bis hinab auf die Ebene der Prozessor-Programmierung in Assembler erkennen können. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, die Leistung eines Rechensystems auf Ebene des Prozessors, der Rechnernetze, der Systemsoftware, und auf Anwendungsebene abzuschätzen.

Literatur

  • A. S. Tanenbaum. Moderne Betriebssysteme. 2. Auflage, Pearson, 2005.
  • A. Silberschatz, P. B. Galvin, G. Gagne. Operating system concepts. 9. Auflage, John Wiley, 2012.
  • W. Stallings. Operating systems: internals and design principles. 7. Auflage, Pearson, 2012.

Voraussetzungen

Keine.

Lehrveranstaltungen und Lehrform

Vorlesung "Grundlagen der Betriebssysteme" (4 SWS)
Übung "Grundlagen der Betriebssysteme für Informatiker" (1 SWS, CS2100.004) bzw. "Grundlagen der Betriebssysteme für Medieninformatiker" (1 SWS, CS2100.005): Vertiefung der Vorlesungsinhalte mittels Bearbeitung theoretischer und praktischer Aufgaben
Labor "Hardwarenahe Programmierung" (1 SWS): Praktische Versuche zu den Themen Filesysteme, Assembler und Compiler

Leistungsnachweise und Prüfungen

Die Vergabe der Leistungspunkte erfolgt aufgrund des Bestehens der schriftlichen Modulprüfung und der erfolgreichen Teilnahme am Labor "Hardwarenahe Programmierung". Die Modulprüfung zählt als Orientierungsprüfung "Grundlagen der Betriebssysteme und Rechnernetze" nach § 5 der fachspezifischen Prüfungsordnung Informatik, Medieninformatik und Software-Engineering.

Formale Voraussetzungen

Die Anmeldung zur Modulprüfung setzt die erfolgreiche Teilnahme an den Übungen "Grundlagen der Betriebssysteme" und an den Übungen "Grundlagen der Rechnernetze" voraus.

Notenbildung

Die Modulnote ergibt sich aus der Modulprüfung. Das Praktikum ist unbenotet.