Hintergrund

Eingebettete Systeme werden oft als Co-Design von Hard- und Software realisiert. Doch schon bei der getrennten Entwicklung von Hardware und Software werden enorme Herausforderungen an das Management solcher Projekte gestellt. Trotz der sorgfältigen Planung und Vorbereitung der Projekte ist eine nicht zu vernachlässigende Abweichung der Zeit- oder Kostenvorgaben die Regel als die Ausnahme. Bei Entwurf von Hardware/Software Co-Systemen, wo noch mehr Möglichkeiten zur Realisierung bestehen, gibt es heutzutage kaum einen Ansatz, der die Komplexität solcher Projekte unter Kontrolle bringt. 

Bevor jedoch mit der Entwicklung eines Projektmanagements für Hardware und Software Systeme begonnen werden kann, muss zuerst verstanden werden, wie sich die Komplexität eines Projektes zusammensetzt. Daher steht als erster Entwicklungsschritt eine Aufwandsmessung im Vordergrund. An diese wird die Bedingung gestellt, dass durch eine abstrakte Formulierung die Möglichkeit besteht verschiedenartigste Projekte zu beurteilen.

Lösungsansatz

An dem Punkt der abstrakten Formulierung setzt das Projekt "Entwurfsentropie" an. Durch die Analyse des Systems und der Erfassung von Strukturen ist es möglich die Komplexität des Projektes zu berechnen. Eine Schätzung ist daher nicht mehr nötig. 

Die Berechnung geschieht mit Hilfe von Zuständen. In Anlehnung an die Informationstheorie und die Physik wird die Komplexität eines Projektes als dessen Entropie bezeichnet. Da die Komplexität als Maß für die "Unordnung" eines Systems gesehen werden kann, ist die Unordnung eine Eigenschaft der Zustände des Systems. Damit verändert sich die Komplexität mit der Änderung der Zustände des Systems.

Eine Berechnung der möglichen Zustände lässt daher die Berechnung der Komplexität zu. Innerhalb der Aufwandsabschätzung ist diese Berechnung mit Hilfe der Analyse einer Beschreibung möglich. Dieses kann einerseits durch den Quellcode des abgeschlossenen Projektes erfolgen (z.B. VHDL oder C) oder durch Analyse einer Spezifikation (z.B. SystemC).

Projektmitarbeiter

Benjamin Menhorn