Bundesweites OpenCityCamp an der Uni Ulm vom 8. bis 9. Juni

Ulm wird für zwei Tage „Open-Data“-Stadt

Am kommenden Wochenende – vom 8. bis 9. Juni – treffen sich Open-Data-Aktivisten an der Universität Ulm (Gebäude O28) zum OpenCityCamp 2013. Die Stadt an der Donau ist dabei nicht nur Austragungsort des zweitägigen „Barcamp“, einer offenen Veranstaltungsform mit Vorträgen und Workshops für Einsteiger und Fortgeschrittene, sondern sie gehört auch zu den wenigen Städten in Deutschland, die den Open-Data-Aktivisten umfangreiche Daten, zum Beispiel zum öffentlichen Nahverkehr der SWU, zur Verfügung stellen. 

Die Open-Data-Bewegung setzt sich dafür ein, Daten der öffentlichen Hand für alle interessierten Nutzer zugänglich zu machen und in Anwendungen für jedermann aufzubereiten. Unterstützt wird das Ulmer Camp von der Stadt und der MFG-Innovationsagentur. „Wir möchten im Rahmen des OpenCityCamps aufzeigen, wie aus den Daten der öffentlichen Hand Mehrwerte für Alle geschaffen werden“, so der Datenaktivist und Informatik-Student Stefan Kaufmann.

Beim Barcamp-Format werden die Programmpunkte des Tages eigentlich erst am jeweiligen Morgen von allen TeilnehmerInnen gemeinsam festgelegt. Alle sollen sich einbringen können, eigene Vorträge oder Workshops vorschlagen. Von der Organisationsseite des OpenCityCamp gibt es bereits konkrete Angebote. So steht unter dem Titel "Bürgerrecht Informationszugang aus Benutzerperspektive" die Frage im Raum, warum es vielerorts noch keine Auskunftspflicht der öffentlichen Verwaltung gegenüber der Bürgerschaft gibt, wenn es um Daten geht.

Auch für Neueinsteiger, die sich einen Überblick über das Thema Open Data verschaffen wollen, wird es eine Einführungsveranstaltung geben. Informiert wird in diesem Zusammenhang auch über den aktuellen Stand in Deutschland in Bezug auf die Zugänglichkeit öffentlicher Daten. Und selbst JournalistInnen sollen beim OpenCityCamp auf ihre Kosten kommen. Interaktive Karten, Auswertungen großer Zahlenkolonnen in Diagrammform oder die Visualisierung der NPD-Spenderkartei sind Beispiele dafür, was in den vergangenen Jahren unter dem Namen „Data Driven Journalism“ bekannt wurde. Im Rahmen des eigentlichen – und zwar ganz legalen – „Hackday“ können Entwicklerinnen und Entwickler aus den verfügbaren Daten das gesamte Wochenende lang greifbare Anwendungen programmieren und vorstellen.

 

Weitere Informationen: 

Stefan Kaufmann (OpenCityCamp 2013): mob.: 0176 / 2198 1003, datalove@uni-ulm; Im Netz: http://ulmapi.de, Anmeldung: http://lanyrd.com/2013/occ13

 

Verantwortlich: Pressestelle Uni Ulm, Andrea Weber-Tuckermann

05.06.2013 10:44 Alter: 1 Tage