Wintersemester 2016/17

  • Seminar: Förderung der Lernmotivation bei Sonderberufsschüler_innen

    Das Seminar von Anne Landhäußer beschäftigt sich mit dem Thema Lernmotivation. An zwei Blocktagen werden theoretische Grundlagen zur Motivationsförderung im pädagogischen Kontext erlernt (Learning-Komponente), danach müssen die theoretisch erworbenen Kenntnisse in der Praxis angewandt werden, indem die Lehrkräfte einer Sonderberufsschule bei der Betreuung der freien Lernzeit der Schüler*innen unterstützt werden (Service-Komponente). In der Lernzeit können die Schüler*innen des RAZ unter Aufsicht Hausaufgaben machen, an Projekten arbeiten oder sich auf Prüfungen vorbereiten. Die Studierenden sollen hierbei unterstützen, indem sie mit einzelnen Schüler*innen zusammenarbeiten und sich austauschen. Das übergeordnete Ziel sollte hierbei die Förderung der Lernmotivation sein.

    Seminar: Förderung der Lernmotivation bei Sonderberufsschüler_innen
  • Seminar: Konzeptweiterentwicklung, Durchführung und Evaluation einer Lesegruppe

    Dieses Seminar von Dr. Carola Modica soll auf Basis des instruktionspsychologischen Ansatzes ein bereits vorhandenes Konzept für eine Lesegruppe für Psychiatriepatient*innen weiterentwickeln, umgesetzen, dokumentieren und evaluieren. Zu den Zielen der Intervention gehört insbesondere die Förderung von basalen kognitiven und sozialen Kommunikationskompetenzen der Zielgruppe.

    Seminar: Konzeptweiterentwicklung, Durchführung und Evaluation einer Lesegruppe
  • ASQ: Kultursensibilität und Empowerment in der Psychologie

    Dieses Seminar von Claudia Rodopman beschäftigt sich mit „Kultur“-begriffen und –konzepten und setzt sich mit Diskriminierung auseinander. Neben dem theoretischen Inhalt sollen die Studierenden eigene kultursensible Projekte entwerfen, die Personen dazu bringen, etwas für sich selbst zu tun und diese dann durchführen. Die Studierenden können sich den Bereich und das Projekt selbst auswählen.

Sommersemester 2016

  • Projekt „Welcome Café“

    Im Wintersemester 2015/16 gründete sich die Gruppe refugees welcome, die aus Studierenden mehrere Fachrichtungen bestand, an der Universität Ulm auf Anfrage des Helferkreises und der Stadt Blaustein, die sich an den Bereich Service Learning am Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm gewandt hatten. Diese Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Asyl und Flucht und wollte Geflüchteten aus der Region eine Unterstützung und somit eine Möglichkeit der Integration bieten. Bei diesem Projekt engagierten sich die Studierenden rein ehrenamtlich. Die Studierenden besuchten eine Unterkunft in Blaustein und organisierten daraufhin mit den dortigen Bewohner/innen Freizeitaktivitäten. Es entstand die Idee eines Welcome Cafés an der Universität.

    Im Januar 2016 fand dann das erste Mal das von den Studierenden organisierte Welcome Café statt und wurde sehr gut von Geflüchteten aus unterschiedlichen Unterkünften von Blaustein und Ulm und Studierenden der Universität Ulm besucht. Da die Studierenden über keine finanziellen Mittel verfügten, arbeiteten sie mit foodsharing zusammen, um so den Besucher/innen süße Stückchen umsonst anbieten zu können. Foodsharing sammelt Lebensmittel ein, die u.a. in Bäckereien abends übrig bleiben und gibt diese weiter. Tee, Kaffee und Zucker spendeten die Studierenden selbst. Manche backten auch Kuchen. Da das Café sehr gut angenommen wurde, fand es mehrmals statt und wurde somit zu einem wichtigen Treffpunkt, bei dem sich verschiedene Menschen austauschen konnten. Das Studierendenwerk der Universität Ulm unterstütze die Studierenden auch, indem sie u.a. die Mensa und das Geschirr zur Nutzung freigaben. Es entstand der Wunsch das Café auch inhaltlich zu erweitern. Die Studierendengruppe bewarb sich daraufhin auf eine Ausschreibung des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg und bekam Mitte April für die Durchführung einer Veranstaltungsreihe Drittmittelgelder von 700,-.
     

    Projekt „Welcome Café“
  • Projekt „Welcome Days“

    Die Studierendengruppe refugees welcome entwickelte ein Konzept, um eine Veranstaltungsreihe für Geflüchtete und Studierende an der Universität zu verschiedenen Themen durchzuführen. Die Teilnehmenden an den Welcome Café wurde hierzu befragt und mit einbezogen. Die Mehrheit wählte als Themen für die Welcome Days: deutsche und syrische Kultur und Arbeit/Studium in Deutschland aus.

    Es fanden sich zwei Referent/innen: Frau Waschler und Herr Al Jammal, die sich bereit erklärten, einen Vortrag über „ihre Kultur“ zu halten.

    Am 12.07.2016 wurde ein workshop zum Thema Arbeit in Deutschland mit Geflüchteten in einer Unterkunft durchgeführt. Diesen workshop erarbeiteten Studierende des Service Learning Projektseminars „gemeinnützige Berufs- und Karriereberatung“, der in der Arbeits- und Organisationspsychologie von den Dozentinnen Franziska Gassner und Frau Bühler angeboten wurde, im Vorfeld und stellten ihn den Welcome Days zur Verfügung. Es nahmen 25 Teilnehmer/innen aus einer Unterkunft in Ulm teil. Fragen rund um Arbeit in Deutschland, die unterschiedlichen Berufsbezeichnungen und Möglichkeiten der Ausbildung und auch des Studiums wurden besprochen und auch individuelle Fragen konnten beantwortet werden.

    Dieses Projekt wurde am 13.7.2016 mit einem kleinen Grillfest abgeschlossen. Die Studierenden und die Geflüchteten trafen sich dann am 12.09.2016 zur Reflexion dieses Projektes.

    „Durch das Welcome Café habe ich eine Menge an neuen und bereichernden Erfahrungen gemacht! Ich habe viele neue Leute aus unterschiedlichen Kulturen kennengelernt und konnte neue Freund-schaften schließen. Außerdem habe ich gelernt, wie komplex es ist, ein Konzept zu entwickeln und es komplett aus dem Nichts aufzubauen. Durch die Schwierigkeiten, die wir teilweise hatten, habe ich sehr viel gelernt. “ meinte Lisa B. eine der Studentinnen, die sich an dem Projekt beteiligte.
     

    Projekt „Welcome Days“
  • Projektseminar „gemeinnützige Berufs- und Karrierberatung“

    Im Sommersemester 2016 wurde das Seminar „Service Learning & gemeinnützige Berufs- und Karriereberatung“ von den Dozentinnen Franziska Gaßner und Anne-Katrin Bühl angeboten.

    Kooperationspartner/innen des Seminars waren IN VIA aus Ulm, u.a. die Anlaufstelle für Migrant/innen zur Arbeitsplatzsuche und der Helferkreis Asyl Elchingen, die sich um die Integration von Geflüchteten in Elchingen kümmern.


    Die Studierenden entwickelten u.a. einen workshop zur Arbeitssuche für Geflüchtete, den sie in Elchingen und bei den Welcome Days durchführten. Sie führten Interviews mit Migrant/innen und Geflüchteten und halfen einigen Personen mit deren Bewerbungsunterlagen. Die Studierenden bekamen durch einen Leistungsnachweis ECTS-Punkte.

    Projektseminar „gemeinnützige Berufs- und Karrierberatung“
  • Projektseminar „Lesegruppe“

    Im Sommersemester 2016 wurde das Service Learning-Projektseminar  „Lesegruppe“ von der Dozentin Dr. Carola Modica für Masterstudierende angeboten, an dem 13 Studentinnen teilnahmen.
    Hier wurde ein fundiertes Konzept für eine Lesegruppe für Psychiatriepatient/innen auf Basis des instruktionspsychologischen Ansatzes entwickelt, durchgeführt, dokumentiert und evaluiert.


    Die Studierenden entwickelten in diesem Seminar konkrete Interventionsformen (inkl. Zeitpläne und Auswahl bzw. Entwicklung der Materialien). Die Intervention wurde wöchentlich an der Klinik Dr. Schwarz in Ulm durchgeführt und anschließend evaluiert. Die Studierenden wurden in dem Serviceanteil des Projekts in drei Gruppen unterteilt, die jeweils für spezielle Aspekte des Projekts verantwortlich waren (eine Konzeptionsgruppe, eine Interventionsgruppe und eine Evaluationsgruppe). Die drei Gruppen kooperierten dabei eng miteinander. Nach jedem Service-Termin fand vor Ort eine Supervisions- und Planungssitzung statt (Reflexion, Nach- und Vorbereitung). In den einzelnen Sitzungen wurde dabei jeweils ein Text mit den Patient/innen gelesen und gearbeitet. Hierfür wurde sehr unterschiedliche Literatur ausgewählt, um möglichst alle Teilnehmenden anzusprechen. So wurden beispielsweise Themen wie Freundschaft, Alleinsein oder der Umgang mit Emotionen behandelt. Dabei wurden einzelne Textpassagen analysiert, Botschaften herausgefiltert, Alltagsbezüge hergestellt oder kleine Rollenspiele durchgeführt. Jede Sitzung wurde dabei protokolliert und es wurden Fragebögen ausgeteilt, um die einzelnen Konzepte zu bewerten und praktische Implikationen für eine zukünftige Lesegruppe herauszuarbeiten. Die Studierenden bekamen durch einen Leistungsnachweis ECTS-Punkte.

    Projektseminar „Lesegruppe“

Wintersemester 2015/16

  • Seminar: Service Learning im Schulkontext

    Dieses Seminar von Janina Lehmann war eine erneute Kooperation mit der Adalbert-Stifter-Schule und hinzukam die Koordinierungsstelle Internationale Stadt Ulm. Das Seminar informierte in einem theoretischen Teil über die aktuelle Flüchtlingslage und zum Thema Migration; vermittelte Wissen zur neuesten Lehr und Lernstrategie und zur Umsetzung von Deutschunterricht. Kleingruppen von Studierenden unterstützten dann die Vorbereitungsklassen der Adalbert-Stifter-Schule, in denen Kinder, ohne Deutschkenntnisse, auf die Regelschule vorbereitet werden. Dort unterstützten die Student/innen die Kinder individuell beim Lernen und unternahmen u.a. auch Ausflüge mit ihnen.

    Weitere Kleingruppen von Studierenden beteiligten sich an den Deutschkursen einer Flüchtlingsunterkunft in Ulm. Dort können ca. 30-50 Menschen aus unterschiedlichen Ländern  deutsche Wörter und Sätze spielerisch erlernen, um sich im Alltag zu verständigen.

    Die Studierenden arbeiteten mit Kleingruppen und konnten dabei gezielt unterstützen. An diesem  Seminar haben 18 Student/innen teilgenommen, die auch Leistungspunkte erwerben können.
     

    Seminar: Service Learning im Schulkontext
  • Seminar: Kompetenzerwerb im Umgang mit Menschen mit Demenz

    Das Seminar von Dr. Matthias Meßner wurde in Kooperation mit der Gedächtnisambulanz (Frau Dr. Tina Last), der Diakonie (Carmen Diller), der Keppler-Stiftung und dem paritätischen Sozialdienst durchgeführt. Die Universität, in Unterstützung mit der Gedächtnisambulanz und der Diakonie, vermittelte in einem theoretischen Teil  über Grundlagenwissen zum Krankheitsbild, psychotherapeutischen Behandlungsansätzen und den Umgang mit Menschen mit Demenz. Im praktischen Teil waren Kleingruppen von Studierenden in unterschiedlichen Aktivierungsgruppen, ambulanten Tageseinrichtungen und auch Wohngruppen in denen Menschen mit Demenz unterstützt werden können. Sie arbeiteten dort individuell mit den Betroffenen und führten kleinere Aktivierungsangebote durch.

    Zum Auftakt wurde in Kooperation mit dem Verein Trotzdem e.V. eine Tanzveranstaltung für Menschen  mit Demenz durchgeführt.

    Zum Abschluss wurde gemeinsam mit den Kooperationspartnern über das Projekt diskutiert und zukünftige Ideen ausgetauscht. An diesem Seminar haben sich 25 Student/innen beteiligt, die auch Leistungspunkte erwerben konnten
     

    Seminar: Kompetenzerwerb im Umgang mit Menschen mit Demenz