Master of Science in Informatik

Ziel dieses Masterstudiengangs ist die Ausbildung von Informatikerinnen und Informatikern, die in der Lage sind, wissenschaftliche Methoden selbstständig einzusetzen um Informatiksysteme zu konzipieren, zu entwerfen und zu implementieren. Die Absolventinnen und Absolventen beherrschen aktuelle Techniken in den Bereichen der Praktischen und Theoretischen oder Technischen Informatik und besitzen vertiefte Kenntnisse in den einschlägigen Kernbereichen der Informatik. Daneben verfügen sie über Spezialkenntnisse in Vertiefungsgebieten wie z.B. Datenbanken und Informationssysteme, Verteilte und Eingebettete Systeme, Formale Methoden des Software Engineering, Datenschutz und IT-Sicherheit sowie Mensch-Maschine-Interaktion. Grundwissen über Mitarbeiterführung und weitere Soft Skills (Zeitmanagement, Fremdsprachen, Präsentation, Moderation) runden die Fachkenntnisse unserer Absolventinnen und Absolventen ab.

Art des Studiums
Master of Science (M.Sc.)

Studientyp
Vollzeit

Studienbeginn
Sommersemester: 18.04.2017
Wintersemester: 17.10.2016

ECTS Credits
120

Unterrichtssprache
deutsch und englisch

Regelstudienzeit (in Semestern)
4

Zulassungsbeschränkungen
Eignungsfeststellungsverfahren für Master
Bachelor-Abschluss mit im Wesentlichen
gleichen Inhalten
keine Zulassungsbeschränkung
Bewerbung

Studienfachberatung INF

Dr. Markus Maucher
Studienfachberatung Informatik und Medieninformatik
Tel: +49 (0)731/50-24106
Fax: +49 (0)731/50-24102

Studienberatung Studiengang Informatik an der Uni Ulm Herr Markus Maucher

Studiendekan

Prof. Dr. Manfred Reichert
Studiendekan Informatik
Tel: +49 (0)731/50-24135
Fax: +49 (0)731/50-24134

Studienziele

Der Masterstudiengang Informatik vertieft die mit dem Bachelorabschluss erworbenen Kenntnisse und ermöglicht durch ein breites, modularisiertes Angebot an Lehrveranstaltungen und Projekten verschiedenster Ausrichtung eine gezielte Schwerpunktbildung in einem Teilbereich der Informatik. Darüber hinaus erwerben die Studierenden weitere Kenntnisse in einem Anwendungsfach. Den Abschluss des Studiums bildet die Masterarbeit, in der Studierende eigenständig ein aktuelles Thema aus ihrem Schwerpunktbereich bearbeiten. Hier, wie auch in Projekten oder Hilfskrafttätigkeiten haben Studierende die Möglichkeit, in internationalen Forscherteams der Universität mitzuarbeiten.

Kenntnisse: Unsere Absolventinnen und Absolventen haben vertiefte und umfangreiche mathematische, informatische und naturwissenschaftliche Kenntnisse erworben. Damit sind die sie zu wissenschaftlicher Arbeit und verantwortlichem Handeln bei der beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft befähigt. Sie haben ein kritisches Bewusstsein gegenüber neueren Erkenntnissen ihrer Disziplin.

Fertigkeiten: Unsere Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage,

  • Probleme wissenschaftlich zu analysieren und zu lösen, auch wenn sie unüblich oder unvollständig definiert sind und konkurrierende Spezifikationen aufweisen,
  • komplexe Problemstellungen aus einem neuen oder in der Entwicklung begriffenen Bereich zu abstrahieren und zu formulieren,
  • innovative Methoden bei der grundlagenorientierten Problemlösung anzuwenden und neue wissenschaftliche Methoden zu entwickeln,
  • Konzepte und Lösungen zu komplexen, zum Teil auch unüblichen Fragestellungen ggf. unter Einbeziehung anderer Diszipline zu entwickeln,
  • neue Werke, Produkte, Prozesse und Methoden zu kreieren und zu entwickeln,
  • ihr wissenschaftliches Urteilsvermögen als Informatiker anzuwenden, um mit komplexen und möglicherweise unvollständigen Informationen zu arbeiten, Widersprüche zu erkennen und mit ihnen umzugehen.

 

Kompetenzen: Unsere Absolventinnen und Absolventen haben die Kompetenz,

  • Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu finden und zu beschaffen,
  • theoretische und experimentelle Untersuchungen zu planen und durchzuführen,
  • Daten kritisch zu bewerten und daraus Schlüsse zu ziehen,
  • die Anwendung von neuen und aufkommenden Technologien zu untersuchen und zu bewerten.

Unsere Absolventinnen und Absolventen sind über ihre Qualifikation aus dem BachelorStudium hinaus in der Lage,

  • Wissen aus verschiedenen Bereichen methodisch zu klassifizieren und systematisch zu kombinieren sowie mit Komplexität umzugehen,
  • sich systematisch und in kurzer Zeit in neue Aufgaben einzuarbeiten,
  • auch nicht technische Auswirkungen der Ingenieurtätigkeit systematisch zu reflektieren und in ihr Handeln verantwortungsbewusst einzubeziehen sowie
  • existierende Methoden kritisch zu hinterfragen und sie bei Bedarf weiter zu entwickeln.

Die Zielematrix zeigt anhand der Leistungspunkte wie sich die unterschiedlichen Kompetenzfelder in etwa auf den Studienplan aufteilen:

Berufsbilder

Die Universität Ulm, gelegen auf der Achse Stuttgart - München, ist eingebettet in ein traditionell sehr technisch geprägtes Industrieumfeld mit einerseits sehr starkem Mittelstand, aber auch lokal ansässigen großen Firmen und Konzernen wie BMW, Bosch, Cassidian, Daimler (Forschungszentrum), EADS, HP, IBM, Liebherr, Nokia, NSN, Porsche, Siemens und Zeiss um nur einige wenige zu nennen. Insbesondere der Mittelstand prägt die Wirtschaft in Baden-Württemberg und viele dieser Unternehmen sind auf ihren speziellen Gebieten Weltmarktführer und international tätig. Mittelständische IT-Unternehmen legen zunehmend und gezielt Wert auf eine forschungsnahe, universitäre Ausbildung als Grundlage für eine forschungsintensive Produktentwicklung. Insofern bieten sich den Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften und der Informatik in allen angebotenen Vertiefungen und Studienfächern hervorragende Arbeitsmöglichkeiten sowohl lokal als auch international in größeren Konzernen. Durch die zahlreichen Forschungskooperationen der Universität Ulm mit diesen Unternehmen besteht für die Studierenden zudem die Möglichkeit, im Rahmen von freiwilligen Praktika oder Werkstudententätigkeiten Praxiserfahrung zu sammeln und sich in ihren Abschlussarbeiten an der Universität Ulm mit relevanten For-schungs- und Entwicklungsfragestellungen aus der Praxis zu beschäftigen. Die breite und methodenorientierte Ausbildung liefert beste Voraussetzungen für eine Einstiegsposition in Forschung und Entwicklung in diesen Unternehmen, was auch von der Mehrzahl der Studierenden anstrebt wird. Darüber hinaus bieten sich allerdings auch Einstiegspositionen in technik-affinen Gebieten wie technischem Vertrieb oder der Produktion an. Dem Angebot an gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften und Informatik steht zurzeit eine vielfach höhere Nachfrage gegenüber, sodass allen praktisch ein Arbeitsplatz sicher ist. Neben einer industriellen Tätigkeit ergeben sich auch Einstiegsmöglichkeiten bei Behörden und Verwaltungen. Master-Absolventinnen und Absolventen mit ihrer wissenschaftlich breiten, metho-denorientierten Ausbildung sind geeignet für Tätigkeiten in der Forschung. Universität, Aninstitute und Wissenschaftsstadt bieten hierfür sowie für eine Promotion eine große Auswahl vor Ort.

Studienaufbau

Das Masterstudium ist in vier Bereiche aufgeteilt, dem Kernfach, dem Vertiefungsfach, einem Projekt und dem Anwendungsfach. Im Anwendungsfach stehen die gleichen Fächer wie im Bachelor zur Verfügung. Hinzu kommen noch ASQ-Module, ein Seminar und ein („Frei“-)Modul aus dem Gesamtangebot der Universität. In den Kernfächern Praktische Informatik (PAI), Theoretische und mathematische Methoden der Informatik (TMI) und Technische und Systemnahe Informatik (TSI) werden die Grundlagen einer bestimmten Fachrichtung angeboten. Hier müssen 36 LP absolviert werden. Dabei sind entweder 24 LP aus PAI und 12 LP aus TSI oder 24 LP aus PAI und 12 LP aus TMI oder 12 LP aus PAI, 12 LP aus TSI und 12 LP aus TMI zu erbringen. In der Regel haben die Kernmodule einen Umfang von 6 LP, sodass jeweils zwei Module aus einem Fach kombiniert werden können. Dies gewährleistet eine hohe Kombinatorik bei einer einfachen Grundstruktur.

 

Bestimmte Module aus dem Schwerpunktfach des Bachelors können im Master belegt werden. Dies gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass diese Module im Bachelor noch nicht geprüft wurden und es sich um Grundlagenmodule handelt, die im Vertiefungsfach des Masters nicht angeboten werden. Diese Regelung befördert die Idee, grundlegende Einführungen in bestimmte Bereiche der Informatik sowohl im dritten als auch im vierten Studienjahr einer Ausbildung belegen zu können. Sie ermöglicht es einem Studierenden, ein vertiefendes Masterstudium zu absolvieren und durch geschickte Wahl seiner Schwerpunktfächer im Bachelor gleichzeitig eine breite Ausbildung zu erhalten. So könnte beispielsweise im Bachelor das Studium in Richtung Künstliche Intelligenz vertieft werden und im Master hinsichtlich Prozessmanagement und Datenbanken oder eingebetteter Systeme. Für das Anwendungsfach gilt dasselbe: Studierende, die eine breite Ausbildung bevorzugen, können ein neues Anwendungsfach belegen; andere vertiefen ihr Anwendungsfach aus dem Bachelor. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Studierende, die bereits im Bachelor Grundlagenkompetenzen in einem Bereich erworben haben, gezielt vertiefen können. Gleichzeitig ist die Eingliederung von Studierenden möglich, die ihren Bachelor an einer anderen Hochschule mit einem anderen Angebot erworben haben. Sie werden in die Grundlagen des von ihnen gewählten Fachs eingeführt. Alle Masterstudierenden können somit nach dem ersten Semester des Masterstudiengangs auf dem gleichen hohen Niveau ausgebildet werden.
Nach der Kernausbildung können nahezu alle wichtigen Bereiche der Informatik im Vertiefungsfach vertieft werden. Ein wesentlicher Aspekt des Ulmer Informatik-Masters ist die praktische Ausbildung, erreicht durch ein Projekt. Dabei können mehrere Projektmodule oder auch Seminare zu einem Projekt gebündelt werden. Es ist aber auch möglich, zwei Projekte oder ein großes Projekt im Team oder alleine zu absolvieren. Das Studium schließt mit einer sechsmonatigen Masterarbeit ab.

Anwendungs- und Praxisorientierung

Das fachspezifische Studium wird durch die Wahl eines Anwendungsfaches ergänzt. Anwendungsfächer sind fast ausschließlich solche Disziplinen, in denen die Informatik als Innovationsfaktor eine besonders wichtige Rolle spielt.

  • Biologie, Chemien, Physik
  • Mathematik, Wirtschaftswissenschaften
  • Elektrotechnik, Psychologie, Pädagogik
  • Medizin
  • Philosophie

Als Anwendungsfach kann fast jeder grundständige Studiengang der Universität gewählt werden. Alle Informationen zu Lernzielen, Inhalten oder Leistungspunkten finden Sie im Modulhandbuch.
Modulhandbuch Informatik Master

Prüfungsordnungen und Modulhandbücher

Aktuelles Modulhandbuch

Master Informatik

Aktuelle Prüfungsordnungen
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik, Medieninformatik und Software Engineering Bachelor und Master vom 02.06.2014

Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master sowie Software Engineering Bachelor vom 01.07.2013

Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master sowie Software Engineering Bachelor vom 20.12.2012
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master vom 08.07.2010

Ältere Prüfungsordnungen
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master vom 17.12.2008

Prüfungsordnung Informatik Bachelor und Master vom 05.05.1999

Erste Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung Informatik Bachelor und Master vom 25.07.2000

Zweite Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung Informatik Bachelor und Master vom 23.02.2004

Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Diplom vom 04.09.2001

Prüfungsordnung Informatik Diplom vom 25.07.2000

Akkreditierung

Die Studiengänge Informatik, Medieninformatik, Software Engineering sowie Elektrotechnik und Informationssystemtechnik der Uni Ulm wurden am 28.10.2012 von der ASIIN akkreditiert. Die Entfristung erfolgte im Oktober 2013.

Akkreditierungsurkunden
Master Informatik (ASIIN)
Master Informatik (AR)
Master Informatik (EURO-Inf)

Ansprechpartner

Fachschaft Informatik
Studienkommission
Studiendekan: Prof. Dr. Manfred Reichert
Studienfachberatung: Dr. Markus Maucher
PRO MINT & MED Studienlotsen: Dr. Markus Maucher, Jan Patrick Elsholz
Prüfungsausschussvorsitz: Prof. Dr. Enrico Rukzio
Hilfskraftangelegenheiten Informatik: Nicolette Altendorf
Auslandsstudium: Professor Dr.-Ing. Frank Slomka, Ph.D Sabine Habermalz (Erasmus, International Office), Brigitte Baur (BW Austauschprogramme, International Office)

Viele Ansprechpartner können Sie auch über das Online-Adressbuch der Universität finden.

Internationales

Die Uni Ulm bietet über das International Office Wege ins Ausland an.

 ERASMUS Partner-Unis der Informatikstudiengänge

Eine große Zahl an Partnerschaften mit ausländischen Universitäten bietet die Möglichkeit zu integrierten Studienaufenthalten im Ausland. Zusätzlich fördern Kontakte durch internationale Forschungsprojekte, in die auch Studierende eingebunden sind, sowie Lehrveranstaltungen von ausländischen Gastdozenten eine internationale Orientierung.

Auslandssemester sind im Curriculum zwar nicht explizit vorgesehen, können aber auf freiwilliger Basis und im Rahmen von ERASMUS-Partnerschaften durchgeführt werden und sind selbstverständlich erwünscht. Über ERASMUS hinaus gibt es bilaterale und Baden-Württembergische Austauschprogramme.