Master of Science in Medieninformatik

Der Masterstudiengang Medieninformatik ist als konsekutiver Studiengang zum Bachelor Medieninformatik und verwandten Studiengängen konzipiert. Als forschungsorientierter Masterstudiengang dient er sowohl der Vertiefung von Inhalten aus der klassischen Informatik als auch der Vertiefung und Verbreiterung spezifischer Inhalte der Medieninformatik. Ein offenes, modulares Studienkonzept ermöglicht individuelle Studierprofile mit Angeboten aus der Informatik und insbesondere der Medieninformatik (z.B. Computergrafik und Animation, Multimedia, Mensch-Computer-Interaktion, Sprachdialogsysteme, etc.). Den interdisziplinären Charakter des Fachs garantieren die Mediengestaltung, Medienpsychologie und Medienpädagogik. Der Studiengang bereitet auf die wissenschaftliche Behandlung offener Fragestellungen der Medieninformatik vor. Er vermittelt Methoden-und Forschungskompetenz gleichermaßen. Ein hoher Anteil an anwendungsbezogenen, projektorientierten Lehr-/Lernformen in Schwerpunktbereichen, wie z. B. Interaktive Systeme, Video, Animation, Computer Vision oder Ubiquitous Computing, stehen als Anwendungsfach zur Auswahl.

Art des Studiums
Master of Science (M.Sc.)

Studientyp
Vollzeit

Studienbeginn
SoSe: 22.05.2016
WiSe: 01.11.2016

ECTS Credits
120

Unterrichtssprache
deutsch und englisch

Regelstudienzeit (in Semestern)
4

Zulassungsbeschränkungen
Eignungsfeststellungsverfahren für Master
Bachelor-Abschluss mit im Wesentlichen
gleichen Inhalten
keine Zulassungsbeschränkung
Bewerbung

Studienfachberatung INF

Dr. Markus Maucher
Studienfachberatung Informatik und Medieninformatik
Tel: +49 (0)731/50-24106
Fax: +49 (0)731/50-24102

Studienberatung Studiengang Informatik an der Uni Ulm Herr Markus Maucher

Studiendekan

Prof. Dr. Manfred Reichert
Studiendekan Informatik
Tel: +49 (0)731/50-24135
Fax: +49 (0)731/50-24134

Studienziele

Der Masterstudiengang (4 Semester, 120 LP, M.Sc.) vermitteln vertiefte inhaltliche, methodische und personale Kompetenzen. Ziel ist die Befähigung der Absolventinnen und Absolventen, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten, Forschungsabläufe zu planen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Der individuell fachlich fokussierte Masterabschluss dient der Vorbereitung für eine Promotion oder der konkreten Berufsorientierung. Die Abschlüsse entsprechen der Qualifikationsstufe 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens und der Stufe 2 des Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse.

Kenntnisse: Unsere Absolventinnen und Absolventen haben vertiefte und umfangreiche ingenieurwissenschaftliche, mathematische, informatische und naturwissenschaftliche Kenntnisse erworben. Damit sind die sie zu wissenschaftlicher Arbeit und verantwortlichem Handeln bei der beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft befähigt. Sie haben ein kritisches Bewusstsein gegenüber neueren Erkenntnissen ihrer Disziplin.

Fertigkeiten: Unsere Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage,

  • Probleme wissenschaftlich zu analysieren und zu lösen, auch wenn sie unüblich oder unvollständig definiert sind und konkurrierende Spezifikationen aufweisen,
  • komplexe Problemstellungen aus einem neuen oder in der Entwicklung begriffenen Bereich zu abstrahieren und zu formulieren,
  • innovative Methoden bei der grundlagenorientierten Problemlösung anzuwenden und neue wissenschaftliche Methoden zu entwickeln,
  • Konzepte und Lösungen zu komplexen, zum Teil auch unüblichen Fragestellungen ggf. unter Einbeziehung anderer Diszipline zu entwickeln,
  • neue Werke, Produkte, Prozesse und Methoden zu kreieren und zu entwickeln,
  • ihr wissenschaftliches Urteilsvermögen als Ingenieure oder Informatiker anzuwenden, um mit komplexen und möglicherweise unvollständigen Informationen zu arbeiten, Widersprüche zu erkennen und mit ihnen umzugehen.

Kompetenzen: Unsere Absoventinnen und Absolventen haben die Kompetenz,

  • Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu finden und zu beschaffen,
  • theoretische und experimentelle Untersuchungen zu planen und durchzuführen,
  • Daten kritisch zu bewerten und daraus Schlüsse zu ziehen,
  • die Anwendung von neuen und aufkommenden Technologien zu untersuchen und zu bewerten.

Unsere Absolventinnen und Absolventen sind über ihre Qualifikation aus dem BachelorStudium hinaus in der Lage,

  • Wissen aus verschiedenen Bereichen methodisch zu klassifizieren und systematisch zu kombinieren sowie mit Komplexität umzugehen,
  • sich systematisch und in kurzer Zeit in neue Aufgaben einzuarbeiten,
  • auch nicht technische Auswirkungen der Ingenieurtätigkeit systematisch zu reflektieren und in ihr Handeln verantwortungsbewusst einzubeziehen sowie
  • existierende Methoden kritisch zu hinterfragen und sie bei Bedarf weiter zu entwickeln.

Die bereits im BachelorStudium erworbenen allgemeinen Qualifikationen werden innerhalb des Master-Studiengangs ausgebaut.

Berufsbilder

Anwendungs- und Praxisorientierung - Die Anwendungsfächer geben einen Einblick in spezialisierte Bereiche, wodurch eine Grundlage für die potentiellen Einsatzgebiete von Medieninformatikern geschaffen wird. Darüber hinaus haben Studierende die Möglichkeit, im Rahmen von Industriekooperationen unmittelbar Einblick in die industrielle Praxis zu gewinnen. Mit externen Projekten, Bachelor- und Masterarbeiten sowie einer Tätigkeit als Werkstudent können hier einschlägige Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft werden.

Die Universität Ulm, gelegen auf der Achse Stuttgart - München, ist eingebettet in ein traditionell sehr technisch geprägtes Industrieumfeld mit einerseits sehr starkem Mittelstand, aber auch lokal ansässigen großen Firmen und Konzernen wie BMW, Bosch, Cassidian, Daimler (Forschungszentrum), EADS, HP, IBM, Liebherr, Nokia, NSN, Porsche, Siemens und Zeiss um nur einige wenige zu nennen. Insbesondere der Mittelstand prägt die Wirtschaft in Baden-Württemberg und viele dieser Unternehmen sind auf ihren speziellen Gebieten Weltmarktführer und international tätig. Mittelständische IT-Unter-nehmen legen zunehmend und gezielt Wert auf eine forschungsnahe, universitäre Ausbildung als Grundlage für eine forschungsintensive Produktentwicklung. Insofern bieten sich den Absolventen der Ingenieurwissenschaften und der Informatik in allen angebotenen Ver-tiefungen und Studienfächern hervorragende Arbeitsmöglichkeiten sowohl lokal als auch international in größeren Konzernen. Durch die zahlreichen Forschungskooperationen der Universität Ulm mit diesen Unternehmen besteht für die Studierenden zudem die Möglichkeit, im Rahmen von freiwilligen Praktika oder Werkstudententätigkeiten Praxiserfahrung zu sammeln und sich in ihren Abschlussarbeiten an der Universität Ulm mit relevanten Forschungs- und Entwicklungsfragestellungen aus der Praxis zu beschäftigen. Die breite und methodenorientierte Ausbildung liefert beste Voraussetzungen für eine Einstiegsposition in Forschung und Entwicklung in diesen Unternehmen, was auch von der Mehrzahl der Studie-renden anstrebt wird. Darüber hinaus bieten sich allerdings auch Einstiegspositionen in technikaffinen Gebieten wie technischem Vertrieb oder der Produktion an. Dem Angebot an gut ausgebildeten Absolventen der Informatik steht zurzeit eine vielfach höhere Nachfrage gegenüber, sodass den Absolventinnen und Absolventen ein Arbeitsplatz nahezu sicher ist. Neben einer industriellen Tätigkeit ergeben sich auch Einstiegsmöglichkeiten bei Behörden und Verwaltungen. Master-Absolventen mit ihrer wissenschaftlich breiten, methodenorientierten Ausbildung sind geeignet für Tätigkeiten in der Forschung. Universität, Aninstitute und Wissenschaftsstadt bieten hierfür sowie für eine Promotion eine große Auswahl vor Ort.

Studienaufbau

Der Masterstudiengang gliedert sich in einen Grundlagenteil im ersten Semester und einen Vertiefungsteil in den folgenden. Ziel ist es,den Studierenden die Wahl zu ermöglichenzwischen einer konsequent vertiefenden Ausbildung in einem Vertiefungsfach ihrer Wahl und einer breiten Ausbildung basierend aufmöglichst vielenverschiedenen Bereichender Informatik. Die Ulmer Informatik ist sehr breit aufgestellt und bietet alle wichtigen Teilbereiche der Informatik zur Vertiefung an. Die Zuordnung von Modulen zu Fächern ist im Modulhandbuch beschrieben.

Das allgemeine Kernfach ist reduziert auf 24 Leistungspunkte. Dabei sind 12 LP aus PAI und 6 LP aus TSI und 6 LP aus TMI zu erbringen. Die restlichen 12 LPder 36 Kernfachleistungspunkte werden im speziellen Kernfach Medieninformatik erbracht. Das Anwendungsfach ist beschränkt auf das Anwendungsfach Medieninformatik, aus dem Module im Umfang von 12 LPs erbracht werden. Ansonsten ist die Struktur des Masters Medieninformatik identisch zur Struktur des Masters Informatik.

Wahlmöglichkeiten in den Bereichen „Vertiefungsfach“ und „Anwendungsfach“.

Anwendungsfächer

  • Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren
  • Advanced Mobile Application Engineering
  • Benutzerschnittstellen für Computer Aided Engineering
  • Bildverarbeitende Systeme in der Medizin
  • Computer Vision
  • Dialogsysteme
  • Interaktive Systeme
  • Interaktives Video
  • Kognitive Ergonomie
  • Media-based Learning and Instruction
  • Mensch-Maschine-Interaktion
  • Simulation neuronaler Netze
  • Ubiquitous Computing

Vertiefungsfächer

  • Computer Vision
  • Eingebettete Systeme
  • High Performance Computing
  • Informatik und Gesellschaft
  • Informationssysteme
  • Informationstheorie
  • Intelligente Systeme
  • IT-Sicherheit
  • Medieninformatik
  • Mensch-Maschine Dialogsysteme
  • Mustererkennung
  • Neuroinformatik
  • Software-Engineering und Compilerbau
  • Theoretische Informatik
  • Verteilte Systeme

Prüfungsordnung und Modulhandbuch


Modulhandbuch
Master Medieninformatik

Aktuelle Prüfungsordnung
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik, Medieninformatik und Software Engineering Bachelor und Master vom 02.06.2014

Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master sowie Software Engineering Bachelor vom 01.07.2013

Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master sowie Software Engineering Bachelor vom 20.12.2012

Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master vom 08.07.2010

Ältere Prüfungsordnungen:
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Bachelor und Master vom 17.12.2008
Prüfungsordnung Informatik Bachelor und Master vom 05.05.1999

Erste Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung Informatik Bachelor und Master vom 25.07.2000

Zweite Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung Informatik Bachelor und Master vom 23.02.2004

Studien- und Prüfungsordnung Informatik und Medieninformatik Diplom vom 04.09.2001

Prüfungsordnung Informatik Diplom vom 25.07.2000

Akkreditierung
Die Studiengänge Informatik, Medieninformatik, Software Engineering sowie Elektrotechnik und Informationssystemtechnik der Uni Ulm wurden am 28.10.2012 von der ASIIN akkreditiert. Die Entfristung erfolgte im Oktober 2013.

Ansprechpartner

Fachschaft Informatik
Studienkommission
Studiendekan: Prof. Dr. Manfred Reichert
Studienfachberatung: Dr. Markus Maucher
PRO MINT & MED Studienlotsen: Dr. Markus Maucher, Jan Patrick Elsholz
Prüfungsausschussvorsitz: Prof. Dr. Enrico Rukzio
Hilfskraftangelegenheiten Informatik: Nicolette Altendorf
Auslandsstudium: Professor Dr.-Ing. Frank Slomka, Ph.D Sabine Habermalz (Erasmus, International Office), Brigitte Baur (BW Austauschprogramme, International Office)

Viele Ansprechpartner können Sie auch über das Online-Adressbuch der Universität finden.

Internationales

Die Uni Ulm bietet über das International Office Wege ins Ausland an.

 ERASMUS Partner-Unis der Informatikstudiengänge

Eine große Zahl an Partnerschaften mit ausländischen Universitäten bietet die Möglichkeit zu integrierten Studienaufenthalten im Ausland. Zusätzlich fördern Kontakte durch internationale Forschungsprojekte, in die auch Studierende eingebunden sind, sowie Lehrveranstaltungen von ausländischen Gastdozenten eine internationale Orientierung.

Auslandssemester sind im Curriculum zwar nicht explizit vorgesehen, können aber auf freiwilliger Basis und im Rahmen von ERASMUS-Partnerschaften durchgeführt werden und sind selbstverständlich erwünscht. Über ERASMUS hinaus gibt es bilaterale und Baden-Württembergische Austauschprogramme.