Provop (Modellierung und Ausführung von Prozessvarianten)

Praktikum

Die Praxis hat gezeigt, dass man es bei der Modellierung von Prozessen oftmals mit zahlreichen Varianten zu tun hat. Jede Prozessvariante stellt dabei eine Anpassung an bestimmte Rahmenbedingungen dar. Heutige Modellierungswerkzeuge ermöglichen lediglich das Ausmodellieren von Varianten in separaten Prozessmodellen. Daraus resultiert ein hoher Wartungsaufwand, da meist mehrere Varianten von Änderungen betroffen sind und einzeln angepasst werden müssen. Dies führt häufig zu Inkonsistenzen und Fehlern.

Mit Provop wurde ein Ansatz entwickelt, der die explizite Modellierung von Prozessvarianten in einem Modell ermöglicht.  Dazu wird ein Basisprozess definiert von dem die Prozessvarianten abgeleiten werden können. Provop verfolgt dabei einen operationalen Ansatz. Es werden Änderungsoperationen verwendet (wie z.B. Einfügen, Löschen und Verschieben von Prozesselementen und das Ändern von Elementattributen) die das Modell des Basisprozesses anpassen und somit eine neue Variante ausprägen.

Schwerpunkt des Praktikums ist die prototypische Umsetzung von Provop für ein explizites und transparentes Management von Prozessvarianten. Dazu gehört die Analyse kommerzieller IT-Systeme (wie z.B. ARIS von IDS Scheer) auf mögliche Erweiterungen um die Konzepte von Provop und die Entwicklung eines Beispielszenarios umgesetzt in einem Demonstrator unter Berücksichtigung von Benutzerfreundlichkeit und -akzeptanz.

Für die Bearbeitung der im Praktikum gestellten Aufgaben ist Programmiererfahrung in Java hilfreich. Idealerweise verfügen Sie darüber hinaus über Grundkenntnisse in Prozessmanagement, Softwaretechnik und Usability Engineering.

Übungsleiter

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAlena Hallerbach

Zeit und Ort

Erste Vorbesprechung am 17.04. im O27/545 um 10:00 Uhr.

Weitere Infos

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterLSF