Einführung in Eclipse

Vorwort

Eclipse und alle anderen großen Entwicklungsumgebungen sind für Übungsblätter von Praktische Informatik I & II nicht geeignet. Später (z.B. im Sopra) werdet ihr die Vorteile einer IDE zu schätzen wissen, für kleinere Aufgaben wie sie auf Übungsblättern vorkommen sind große IDEs aber:

  • Viel zu kompliziert, denn es dauert eine ganze Zeit, bis man ein neues Projekt erstellt hat, und losprogrammieren kann. Das ist nervig und unnötig.
  • Gefährlich, denn in den Klausuren müsst ihr euren Programmcode auf Papier schreiben. Wer sich an die ganzen Hilfestellungen wie Code Assist gewöhnt hat, die eine gute IDE bietet, der wird damit große Probleme haben. Und die Zeit zum Überlegen ist in Klausuren ohnehin viel zu knapp.

Für alle die sich sicher sind, dass sie eine IDE brauchen stellt sich dann natürlich die Frage, welche die richtige ist.

Die beiden bekanntesten IDEs für Java sind wohl Eclipse und Netbeans. Für Eclipse gibt es zahlreiche Plugins, mit denen man die Funktionalität erweitern kann. Es gibt Plugins für C++, Php, Latex und und und. Dadurch ist Eclipse sehr flexibel. Netbeans wird direkt von Sun unterstützt und auch im Bundle mit dem Java SDK angeboten. Dadurch verläuft die Einrichtung etwas einfacher als bei Eclipse. Zusätzlich hat Netbeans einen sehr guten Gui-Editor, aber welche der IDEs besser ist kann man schwer sagen, da sie sich auch ständig weiterentwickeln. Hier an der Uni ist Eclipse weiter verbreitet als Netbeans, daher beschäftigen wir uns nun mit Eclipse.

Download und Installation

Zuerst brauchen wir das Java SDK (mit Source Code) und die JavaDoc als .zip-Archiv.

Eclipse selbst wird nicht installiert sondern nur entpackt (nach c:/programme/eclipse beispielsweise). Danach starten wir Eclipse das erste mal.

Zunächst muss ein Workspace ausgewählt werden. Die Ordnung von Eclipse besteht aus Workspaces, Projekten, Dateien und Ordnern. Workspaces enthalten Projekte, Projekte enthalten Dateien und Ordner. Ihr könnt beispielsweise jeder Vorlesung einen Workspace zuordnen, einen Workspace für jede Programmiersprache, oder auch einen Workspace für alles - das müsst ihr selbst ausprobieren wie es euch am besten gefällt. Ich habe mich in dem Beispiel für die "Ein Workspace für alles"-Methode entschieden.

Danach schließt ihr das Welcome-Fenster oder geht auf "Go to Workspace".

Einstellungen

Nun müssen wir überprüfen, ob Eclipse die richtige JRE benutzt, dazu gehen wir zu "Window > Preferences > Java > Installed JREs". Normalerweise findet Eclipse am Anfang nur die JRE und nicht das JDK, daher muss man dieses von Hand hinzufügen.

Dabei solltet ihr auch den Pfad zum Source Code und zur Javadoc angeben, sonst kann es zu Problemen mit dem "Code Assist"-Feature kommen.  Dazu am besten alle Libraries anwählen ...

 ... und den Pfad zur Javadoc angeben.

Hallo Welt

Jetzt können wir das erste Projekt erstellen.

Dann die erste Klasse. Jede Klasse muss in einem Package liegen, im Zweifelsfall nenne ich das Paket "src". In dem Dialog könnt ihr noch ein paar Eigenschaften der Klasse angeben, aus denen dann der Code generiert wird.

Ein sehr angenehmes Feature von Eclipse ist "Code Assist". Aufgerufen wird das Feature entweder automatisch, nachdem ein "." eingegeben wurde, oder mit "Strg"+"Leertaste". Ihr könnt aus der Liste der Möglichkeiten das gewünschte Kommando auswählen, was eine Menge Schreibarbeit sparen kann.

Das Ausführen ist etwas Komplizierter als z.B. in JCreator. In Eclipse müsst ihr zuerst eine Konfiguration erstellen, in der ein paar Informationen zur Ausführung gespeichert werden (z.B. Art der Ausführung, Main-Klasse).

In unserem Beispiel erstellen wir eine neue "Java Application"-Konfiguration. Jetzt kann das Programm ausgeführt werden. Die Ergebnisse werden auf der Console ausgegeben.