Foschung | abgeschlossene Projekte

UDINE

UDINE (Universal Document Information and Navigation Environment)

Hintergrund: Elektronische Kommunikationsmedien werden seit mehr als 30 Jahren dazu genutzt, Wissen elektronisch zu verteilen, zu speichern und wieder zur Verfügung zu stellen. Mit dem Aufkommen grafischer Benutzeroberflächen wurde offensichtlich, daß die Suche nach Informationen sowie ihre Darstellung wesentlich nutzerfreundlicher gestaltet werden könnte. Nicht nur auf der Seite des Informations-Nachfragers, sondern auch auf der Seite des Anbieters ist die Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit von großem Interesse. Die Information soll dort in das System eingebracht werden können, wo sie entsteht bzw. aufbereitet wird.

Das 1992 bis 1995 durchgeführte Projekt UDINE hat sich zum Ziel gesetzt, ein universelles Auskunfts- und Informationssystem zu entwickeln. Wesentliche Bestandteile des Pflichtenhefts waren:

  • Entwicklung eines Systems, mit dem eine größere Gruppen von Personen (innerhalb einer Institution, Firma, Universität etc.) Informationen jeder Art veröffentlichen und strukturiert anbieten kann
  • Informationen sollten vom eigenen Bildschirmarbeitsplatz aus veröffentlicht werden können
  • Der Benutzer sollte bei der Suche nach Informationen unterstützt werden
  • Schaffung eines Zugangs zu anderen Informationssystemen
  • Zugriff auf UDINE über unterschiedliche Netzzugänge (LAN, ISDN, Modem)
  • Unterstützung für verschiedene System-Plattformen (Windows, Motif, X-View)
  • Tools für die Verwaltung der UDINE-Daten

UDINE ist in zwei unabhängige Teilsysteme aufgeteilt, einen Steuerteil (Master) und einen Darstellungsteil (Slave). Bei diesem Client/Server-Konzept wird der Master zentral auf einer leistungsfähigen Workstation installiert und die Slaves je nach Bedarf auf den Arbeitsplatzrechnern. Aufwendige Konvertierungen zwischen unterschiedlichen Dateiformaten, Caching, Einspielung von Updates, Konfiguration des Netzzugangs etc. können auf einem entsprechend ausgebauten Server vorgenommen werden. Die Anforderungen an Rechnerleistung und Systemwartung auf den Clients bleiben gering.

Der Zugriff auf die Dokumente erfolgt bei UDINE entweder in einem hierarchischen Folder-System oder durch die Verwendung der integrierten Suchmaschinen. Dies erlaubt dem Anwender eine der Problemstellung angepasste Suchstrategie. Neben Navigationshilfen wie Lesezeichen, History und Blättern kann UDINE automatisch Inhaltsverzeichnisse erzeugen oder aktualisieren und an vorbestimmter Stelle ablegen. Durch eine ebenfalls automatisch laufende Indexierung ist es jederzeit möglich, nach einem bestimmten Text oder Dokument zu suchen. Ein weiterer Aspekt ist die Benutzerverwaltung, die es ermöglicht, den Zugang zu Informationen zu begrenzen.

Für die erste Version von UDINE wurden spezielle Client-Programme geschrieben, die Entwicklung von leistungsfähigen WWW-Servern und Browsern in den letzten Jahren ermöglicht jedoch in der aktuellen Version deren Verwendung.

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