Projekte

Entwicklungsverläufe in Deutsch und Mathematikleistungen

Beschreibung und Erklärung intraindividueller Veränderungen von Schülerleistungen in Deutsch und Mathematik in der 9. und 10. Jahrgangsstufe Untersuchung methodischer Aspekte der Integration intra- und interindividueller Vergleiche in der Kompetenzdiagnostik Neben der Abbildung relevanter Parameter der längsschnittlichen Dynamik (z.B. Status und Veränderung) in Deutsch und Mathematikschülerleistungen ist ein zweites Ziel des Projektes Antezedenzen, Kovariate und Konsequenzen von Status und Veränderung der Schülerleistungen abzubilden  Sammeln der Daten zu einer Reihe interessierender Kovariate (Arbeitsgedächtnis, schulische Ereignisse, relevante Selbstberichtsdimensionen) Analyse der intensiven längsschnittlichen Daten mit Wachstumskurvenmodellen, autoregressiven latenten Trajektoriemodellen, Dual-Change Score Modellen, Varianten von Mehrebenenstrukturgleichungsmodellen und dynamischen Faktorenanalysen.

(G. Hülür, F. Gasimova, O. Wilhelm, A. Robitzsch, O. Köller)

 

Individuelle Unterschiede in kognitiven Konflikten, Spielkonflikten und Belohnungsaufschubkonflikten als Determinanten von Schulleistungen und schulbezogener Devianz

Messung interindividueller Unterschiede beim Umgang mit verschiedenartigen Konflikten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen  Entwicklung von Paradigmen zur Messung der Bereitschaft in Entscheidungskonflikten Risiken einzugehen und der Fähigkeit, unmittelbaren Nutzen für größeren, aber verzögerten Nutzen zurückzustellen  Etablierung von Messmodellen für verschiedene Konfliktklassen  Überprüfung von Zusammenhängen zwischen Dispositionen im Umgang mit Konflikten  Analysen zur Erklärung relevanter Bildungsergebnissen – schulische Leistungen und schulbezogene Devianz – durch verschiedene Konfliktkonstrukte Einbezug etablierter Fähigkeitskonstrukte (Arbeitsgedächtnis, fluide und kristalline Intelligenz) und verschiedener Selbstberichtsdimensionen zum Umgang mit Konflikten in die zu überprüfenden Erklärungsmodelle.

(O. Wilhelm, K. Oberauer, A. Hildebrandt)

 

Vergleich von Papier-Stift- und computerisierten Messungen

Vergleich von traditionellen Papier-Stift-Testungen mit computerisierten Testungen bei verschiedenen kognitiven Leistungsmessungen  Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Handhelds (Smartphones, PDA) oder des Internets als neue Testmedien  Überprüfen der Vergleichbarkeit von Leseverständnis und Hörverständnis in Englisch als erste Fremdsprache, die mittels Papier-Stift-Testung vs. Computertestung erhoben wurden  Bestimmen von Faktoren (motorische Fertigkeiten, Computernutzungsverhalten), die die Vergleichbarkeit von Leistungstestdaten über verschiedene Medien hinweg beeinflussen  Erstellung eines verhaltensorientierten Fragebogens zur Erfassung des Computernutzungsverhaltens. 

(U. Schroeders, O. Wilhelm)

 

BEFKI – Berliner Test zur Erfassung fluider und kristalliner Intelligenz

Entwicklung eines theoretisch und psychometrisch fundierten Instruments zur Messung interindividueller Unterschiede in fluider Intelligenz (Schlussfolgerndes Denken) und kristalliner Intelligenz (Allgemeinwissen) ab der 5. Klasse  Vergleich des neu entwickelten Tests mit etablierten Intelligenztests  Validierung der Testergebnisse anhand von Kriterien wie Schulnoten oder Wahl des Ausbildungsberufs  Normierung dreier nach Klassenstufen getrennter Testversionen an Stichproben von insgesamt über 10.000 Schülerinnen und Schülern  Veränderungen der Intelligenzleistungen im Laufe der Schulzeit.

(O. Wilhelm, U. Schroeders, S. Schipolowski)

 

Entwicklung innovativer videobasierter Verstehenstests

Entwicklung videobasierter Verstehenstests in unterschiedlichen Inhaltsbereichen wie Sprachverständnis in Englisch als erste Fremdsprache oder naturwissenschaftlichen Verständnis  Verwendung von Handhelds (Smartphones, PDA) als Testmedium  Überprüfung bivariater Zusammenhänge zwischen klassischen Verständnismaßen (Leseverstehen) und dem neu entwickelten Instrument (Sehverstehenstest)  Überprüfen der "kognitiven Theorie multimedialen Lernens" unter Berücksichtigung der Varianz-Kovarianzstruktur  Erklärung von Verständnisleistungen als lineare Funktion schlussfolgernden Denkens und bereichsspezifischen Wissens.

(U. Schroeders, O. Wilhelm, N. Bucholtz, M. Formazin)

 

Interindividuelle Unterschiede in Emotionsexpression, Emotionserkennung und Gesichterkognition

Multivariate Betrachtung von Leistungen der Gesichtererkennung, Emotionserkennung und Emotionsexpression  Überprüfung der Struktur von Fähigkeiten im Bereich interpersoneller und emotionaler Leistungen: 1. Etablierung von Messmodellen zur Emotionserkennung und Emotionsexpression; 2. Etablierung von Strukturmodellen, die es sicherstellen sollten, dass sich in den Messmodellen abgebildeten interpersonellen Leistungen nicht komplett auf bereits etablierte Konstrukte zurückführen lassen  Untersuchung des Zusammenhangs interindividueller Unterschiede im Verhalten mit individuellen Unterschieden neurokognitiver Prozesse der Emotionserkennung  Konstruktion und Evaluation von multivariaten Messinstrumenten für die Gesichterkognition, Emotionserkennung und -expressivität  Erwerb eines genaueren Verständnisses neuronaler Funktionen der Emotionserkennung.

(A. Hildebrandt, O. Wilhelm, W. Sommer, G. Recio)