AG Bewusstseinsstörungen

Team

  • Prof. Dr. Iris-Tatjana Kolassa
  • Dipl.-Psych. Barbara Schorr, MSc

Kooperationspartner:

  • PD Dr. Andreas Bender
  • Dr. Winfried Schlee, Uni Regensburg
Copyright © 2014 • Heiko Grandel • Universitätsklinikum Ulm

Forschungsthemen

Das Syndrom Reaktionsloser Wachheit bezeichnet einen Zustand, in dem der Patient zwar die Augen geöffnet hat, aber auf Aufforderung keine erkennbare Reaktion zeigt. Die Prävalenz beträgt in Europa zwischen 0,5 und 2 pro 100.000 Einwohner im Jahr. Ursächlich ist bei einem Drittel der Patienten ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.
Um den Bewusstseinszustand eines Patienten messen zu können, ist die klinische Untersuchung mit am wichtigsten. Mit der Entwicklung der Coma Recovery Scale revised konnte die Diagnostik von Bewusstseinsstörungen entscheidend verbessert werden. Eine hohe Anzahl an Fehldiagnosen konnte aufgedeckt werden. Um diese in Zukunft zu vermeiden, werden außerdem zusätzlich Methoden wie bildgebende Verfahren und Elektroenzephalographie  (EEG) dazu genutzt, neuronale Aktivität zu messen und ein ganzheitliches Bild der Störung darzustellen. Mit Hilfe funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und ereigniskorrelierter Potentiale (EKP) sollen Spuren von Bewusstsein auch in den Patienten gefunden werden, die laut klinischen Bewertungen nur reaktionslose Wachheit zeigen.
In Kooperation mit PD Dr. Andreas Bender, Chefarzt des Therapiezentrums Burgau (TZB), sollen Standard Operating Paradigms, sozusagen ein Katalog an diagnostischen Verfahren (z.B. EKP), zur Bewusstseinsdiagnostik bei Patienten mit Bewusstseinsstörung entwickelt werden. Das TZB ist ein Therapiezentrum für Menschen mit schwersten Hirnschädigungen und versteht sich sowohl als Akutkrankenhaus als auch als Rehabilitationsklinik. mehr

Ganz konkret sind unsere Ziele:
Die Etablierung von HD-EEG-Verfahren

  • zur Bewusstseinsdiagnostik
  • zur Prognose-Stellung
  • zur Beurteilung von Therapieeffekten (medikamentös, therapeutisch, Gleichstromstimulation)