Institut für Psychologie und Pädagogik
- 1:
Professuren.- 1.1:
Allgemeine Psychologie. - 1.2:
Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. - 1.3:
Entwicklungspsychologie. - 1.4:
Klinische und Biologische Psychologie. - 1.5:
Lehr-Lernforschung. - 1.6:
Methodenlehre. - 1.7:
Sozialpsychologie.- 1.7.1:
Mitarbeiter/innen. - 1.7.2:
Forschung.- 1.7.2.1:
Psychologischer Essentialismus. - 1.7.2.2:
Flow-Erleben. - 1.7.2.3:
Stereotype Threat. - 1.7.2.4:
Regulatorischer Fokus. - 1.7.2.5:
Meta-Kognition. - 1.7.2.6:
Forschungsmethoden. - 1.7.2.7:
Forschungsprojekte.
- 1.7.2.1:
- 1.7.3:
Forschungskooperationen. - 1.7.4:
Lehre. - 1.7.5:
Pressekontakte. - 1.7.6:
Publikationen. - 1.7.7:
Wissenschaftliche Fachgesellschaften. - 1.7.8:
ehemalige Mitarbeiter/innen. - 1.7.9:
Small Group-Meeting 2012.
- 1.7.1:
- 1.1:
- 2:
Aktuelles. 3: - 4:
Studium und Lehre. 5: - 6:
Stellenangebote. 7: - 8:
Arbeitsstelle Hochschuldidaktik (HDZ Hochschuldidaktikzentrum).
Forschungsschwerpunkte der Abteilung Sozialpsychologie
| Flow-Erleben | |||
|---|---|---|---|
|
In der Analyse intrinsischer Motivation (d.h. der Beschäftigung mit einer Tätigkeit, die aus sich heraus als belohnend wahrgenommen wird) stellt das Phänomen des Flow-Erlebens einen wichtigen Gegenstand dar. Unter Flow-Erleben wird dabei das tiefe, (selbst-)reflexionsfreie Aufgehen in einer Tätigkeit, bei hohem Engagement, hoher Konzentration und starkem Gefühl der Kontrolle über den Tätigkeitsverlauf verstanden. Im Flow-Zustand kommt es zudem typischerweise zu einem veränderten Zeiterleben: die Zeit scheint still zu stehen (Unterschätzung der Dauer der Tätigkeit). Als zentrale Randbedingung des Flow-Erlebens gilt das Vorliegen einer wahrgenommenen Passung zwischen den Anforderungen der Tätigkeit und dem Fähigkeitsniveau der Person.
Flow-Erleben kann demnach nur bei aktiven Tätigkeiten auftreten, die einen Fähigkeitsaspekt beinhalten (also nicht bei passiven Tätigkeiten wie dem Betrachten eines Sonnenuntergangs). In unserer Forschung zum Flow-Erleben haben wir mehrere neue experimentelle Paradigmen entwickelt, um die Kausalannahmen der Flow-Theorie (speziell die Passungs-Hypothese) zu prüfen. Darüber hinaus haben wir uns der Analyse kritischer Randbedingungen des Flow-Erlebens gewidmet und dabei spezifische Persönlichkeitsmerkmale (Handlungsorientierung; internale Kontrollüberzeugung) sowie situative Bedingungen (Selbstaufmerksamkeit) als relevante Faktoren identifiziert. Schließlich haben wir auch Korrelate und Konsequenzen des Flow-Erlebens in die Betrachtung einbezogen und dabei u.a. physiologische Indikatoren berücksichtigt (Kortisol als Stress-Indikator; Herzratenvariabilität als Indikator mentaler Belastung). Unsere Befunde stützen die Grundannahmen der Flow-Theorie (insbesondere die Passungs-Hypothese), stellen allerdings die relativ einseitig positive Darstellung des Flow-Zustands in Frage. Denn unsere Studien belegen, dass Personen im Flow-Zustand ein erhöhtes Stresserleben sowie hohe mentale Belastung aufweisen. Referenzen: Keller, J. & Bless, H. (2008). Flow and regulatory compatibility: An experimental approach to the flow model of intrinsic motivation. Personality and Social Psychology Bulletin, 34, 196-209. Keller, J., Bless, H., Blomann, F. & Kleinböhl, D. Experimental evidence on the consequences of flow experiences. (Manuscript under review) Keller, J. & Blomann, F. (2008). Locus of control and the flow experience: An experimental analysis. European Journal of Personality, 22, 589-607. Keller, J. & Landhäußer, A. (in press). Im Flow sein: Experimentelle Analysen des Keller, J. & Landhäußer, A. (in press). The flow model revisited. In S. Engeser (Ed.), Advances in flow research. Berlin: Springer. Keller, J., Ringelhan, S. & Blomann, F. (2011). Does skills-demands-compatibility result in intrinsic motivation? Experimental test of a basic notion proposed in the theory of flow-experiences. Journal of Positive Psychology, 6, 408-417. Keller, J., Bless, H., Blomann, F. & Kleinböhl, D. (2011). Physiological aspects of flow experiences: Skills-demand-compatibility effects on heart rate variability and salivary cortisol. Journal of Experimental Social Psychology, 47, 849-852. |
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- Leitung
- Prof. Dr. Johannes Keller
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