PULMOSENS Vision

Das im Mai 2016 von der DFG genehmigte und zum 01. Oktober 2016 einzurichtende Graduiertenkolleg PULMOSENS wird sich innovativen sensorischen Methoden zur Darstellung der Funktion der Lungenepithelien unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen widmen. Hierzu sollen neuartige Messsysteme für Einzelzellen, differenzierte Epithelien, epi-endotheliale Co-Kulturen sowie für das Gesamtorgan entwickelt werden.

Wissenschaftliche Ziele sind auf medizinischer Seite die Gewinnung elementarer Erkenntnisse zur pulmonalen Funktion unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen sowie auf ingenieur- und naturwissenschaftlicher Seite die Entwicklung innovativer Methoden für integrierte sensorische und analytische Systeme. Diese über den Stand der Technik weit hinausgehenden Systeme sollen eine Steigerung der Nachweis-Empfindlichkeit und Ortsauflösung sowie multimodale bzw. auf das Lungenepithel spezialisierte Messungen ermöglichen, die neue Ansätze zur Aufklärung von Mechanismen auf molekularer und zellulärer Ebene sowie auf Organniveau ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Medizinern sowie die kooperative Einbindung externer Anwender ist gewährleistet, dass die neuartigen Konzepte kontinuierlich auf ihre Praxisrelevanz geprüft werden. Die methodisch/technischen Weiterentwicklungen sollen darüber hinaus langfristig in Diagnostik und Therapie nutzbar gemacht werden.

Qualifizierung der Kollegiaten

Weiteres Ziel des Graduiertenkollegs ist die gemeinsame Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in einem Querschnittsthema zwischen den Lebens-, Natur- und Ingenieurswissenschaften, um die Sprachbarrieren schon in einem frühen Stadium der wissenschaftlichen Karriere abzubauen und das Profil der Universität Ulm durch diese interdisziplinäre Forschung weiter zu stärken. Neben der bereits eingerichteten Juniorprofessur für Integrierte Biomedizinische Sensorik sind zur Nachwuchsförderung ein weiterer Juniorprofessor und eine Habilitandin als Projektleiter eingebunden; eine weitere Postdoktorandenstelle wird im Graduiertenkolleg installiert. Die Thematik dient in den Ingenieur- und Naturwissenschaften auch zur Attraktivitätssteigerung für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs.

Durch Kooperation mit den Studiengängen der beteiligten Fakultäten wird eine Verzahnung mit dem Studienangebot erreicht und die Sichtbarkeit beim studentischen Nachwuchs erhöht. Eine Kooperation mit dem Projekt UULM PRO MINT&MED wird den Einstieg in die und den Verlauf der Promotionszeit nachhaltig zu verbessern.