Molekulare Systembiologie der verminderten Stammzellfunktion und Regeneration im Rahmen der Alterung

Die Vision

 

Im Rahmen der Alterung kommt es zu einer signifikanten Verminderung der Regenerationsfähigkeit und des Organerhalts, was mit einer Einschränkung der Funktion fast aller Organe einhergeht. Das Nachlassen der Organfunktion führt dabei unweigerlich zu einer Minderung der Lebensqualität im Alter. Man geht heute davon aus, dass ein Nachlassen der Funktion von somatischen Organzellen (z.B. Hepatozyten und Keratinozyten) und der Funktion von Stammzellen (z.B. hämatopoetische Stammzellen, Satellitenzellen) zur Verminderung des Gewebeerhalts und der Regenerationsfähigkeit im Alter beitragen. Ein Verständnis der molekularen Ursachen der altersabhängigen Verminderung der Funktion von somatischen Zellen und Stammzellen könnte daher zur Entwicklung molekularer Therapien genutzt werden, die auf eine Verbesserung des Organerhalts und der Regeneration im Alter zielen.

Alterung ist ein multi-faktorieller Prozess, wozu unter anderem die Akkumulation von DNA- und Protein- Schädigung, ein Nachlassen von Reparaturmechanismen und eine Verminderung der Mitochondrienfunktion beitragen können. Daher geht man davon aus, dass auch auf molekularer Ebene multi-faktorielle Veränderungen dem Alterungsprozess zu Grunde liegen. Für die Erfassung der Komplexität der molekularen Ursachen der Alterung und insbesondere zur Identifizierung von Hauptmechanismen der Alterung von Zellen und Geweben sind deshalb systemische Analysen und mathematische Analysen der systemischen Daten notwendig.

Das Vorhaben

 

Das Hauptziel dieses Forschungsverbundes ist eine systembiologische und funktionelle Analyse von molekularen Mechanismen, die der altersabhängigen Verminderung der Stammzellfunktion und der Regeneration zugrunde liegen (SyStaR = systems biology analysis of impaired stem cell function and regeneration during aging).

Die Partner

 

Das SyStaR Konsortium bildet den ersten wissenschaftlichen Verbund in dem Kliniker, Grundlagenforscher, Bioinformatiker und Mathematiker zusammenarbeiten, um molekulare Mechanismen zu identifizieren, welche die Stammzellfunktion und den Organerhalt im Alter inhibieren.

Leitungsgremium

Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek
Ärztliche Direktorin der Klinik für Dermatologie und Allergologie
Universitätsklinikum Ulm
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Prof. Dr. Hartmut Geiger
Leiter des Instituts für Molekulare Medizin
Universität Ulm
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Prof. Dr. Hans A. Kestler
FSU/FLI Jena
Leiter der AG Bioinformatik & Systembiologie
Institut für Neuroinformatik
Universität Ulm
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News

Artikel in systembiologie.de

In der Ausgabe 06 von systembiologie.de wird der SyStaR-Forschungskern vorgestellt.
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Kickoff-Meeting

Das Verbundprojekt ist mit einem Kickoff-Meeting am 23. Oktober 2012 offiziell angelaufen.
Bericht in Uni Ulm Intern