<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>Universität Ulm: Aktuelle Meldungen</title>
		<link>http://www.uni-ulm.de/</link>
		<description>die letzten 10 Meldungen im Überblick</description>
		<language>en</language>
		<image>
			<title>Universität Ulm: Aktuelle Meldungen</title>
			<url>http://www.uni-ulm.de/EXT:tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.uni-ulm.de/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>die letzten 10 Meldungen im Überblick</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Fri, 20 Nov 2009 10:24:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Reges Interesse der Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Studientag</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3330&#38;cHash=ecaa90616d</link>
			<description> Rund 1000 Schülerinnen und Schüler besuchten am 18. November 2009 den Studientag in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Rund 1000 Schülerinnen und Schüler besuchten am 18. November 2009 den Studientag in der Universität Ulm. Die einzelnen Fächer und Studentenvertretungen präsentierten sich mit Informationsständen im Foyer der Universität Ost. Mit den angebotenen Führungen konnten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Studien- und Forschungsbereiche der Universität gewinnen. Das Begleitprogramm informierte mit Vorträgen über Themengebiete rund um das Studium. <br /> Die Fachstudienberaterinnen und Berater zeigten sich mit dem Verlauf des Studientages sehr zufrieden. Mit dem Infomarkt im Foyer der Universität Ost präsentierten sich die einzelnen Studienfächer und ihr Fächerangebot. Am Stand des International Office konnten sich die Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes während ihres Studiums informieren und der Stand der Studentenvertretung ASTA zeigte, wie Studentinnen und Studenten das Leben an der Universität mit gestalten können. Der Infomarkt war durchgehend gut besucht und an den Ständen stellten die Besucherinnen und Besucher viele Fragen zu den Studiengängen.<br /> Die Führungen wurden sehr gut angenommen und die Schülerinnen und Schüler verfolgten mit Interesse, welche Untersuchungen und Forschungen in den einzelnen Fächern stattfinden.<br />Otto Graßl, Fachstudienberater Elektrotechnik: „Unsere Führungen durch den Fachbereich waren dreimal so gut besucht wie im letzten Jahr. Unsere Langzeiterfahrung lässt im kommenden Jahr deutlich mehr Studienanfänger erwarten.“<br />Die Vorlesungen der einzelnen Fächer verfolgten die Schülerinnen und Schüler gespannt. „Es ist toll, mal so richtig Uniluft zu schnuppern und das Gefühl zu bekommen, wie man sich als Student fühlt“, erklärte eine Besucherin des Studientages.<br /> Das Begleitprogramm bot den Schülerinnen und Schülern Informationen zu allen Themen rund um das Studium an der Universität Ulm. Der Vortrag von Professor Dr. Stadtmüller „Leben und studieren in Ulm“ brachte den Besucherinnen und Besuchern nicht nur das Leben an der Universität nahe, sondern auch die Stadt Ulm mit allen ihren Angeboten und Möglichkeiten, um sich wohl zu fühlen. Aber auch für die Eltern der Schülerinnen und Schüler wurden spezielle Themen angeboten. Mit dem Vortrag „Wie unterstütze ich mein Kind im Berufs- und Studienorientierungsprozess“ ging die Referentin, Christiane Westhauser, Leiterin der Zentralen Studienberatung, gezielt auf die Fragen der Eltern ein. „Der Seminarraum, in dem der Vortrag stattfand war gut besucht und ich habe gemerkt, dass die meisten Eltern viele Fragen haben und ihre Kinder gerne bei ihrer Berufs- und Studienentscheidung unterstützen möchten. Das Beratungsangebot der Zentralen Studienberatung kann hier eine wertvolle Hilfestellung bieten“, so Christiane Westhauser. Die Vorträge mit den klassischen Themen ZVS Zulassungsverfahren sowie Lehramt am Gymnasium stießen selbst am Nachmittag auf reges Interesse und die Hörsäle waren voll besetzt.  <br />„Wir sind mit dem Verlauf des Studientages zufrieden und freuen uns schon auf einen neuen Ansturm und reges Interesse im kommenden Jahr“, resümierte Christiane Westhauser den Studientag 2009.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Studium</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Optimale“ Anpassung von HIV-1 an den menschlichen Wirt&lt;br&gt;eine Vorraussetzung für die effektive Ausbreitung der AIDS Pandemie?</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3319&#38;cHash=ef964ec294</link>
			<description>Eine neue Studie erklärt möglicherweise, warum nur eine von mehreren unabhängigen Übertragungen von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine neue Studie erklärt möglicherweise, warum nur eine von mehreren unabhängigen Übertragungen von Affenimmundefizienzviren (engl. SIV, simian immunodeficiency viruses) aus Schimpansen auf den Menschen zur weltweiten AIDS-Pandemie führte. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Frank Kirchhoff (Universität Ulm) konnte zeigen, dass lediglich die HIV-1 Gruppe M (major), welche weltweit für mehr als 90% aller Infektionen verantwortlich ist, ein voll funktionsfähiges Vpu-Protein im Menschen entwickelt hat. Vpu-Proteine der nichtpandemischen HIV-1 Gruppe O (<i>outlier</i>) und der sehr seltenen Gruppe N (<i>non-M, non-O</i>) sind entweder nicht in der Lage einen antiviralen Faktor namens „Tetherin“ auszuschalten oder den Transport von CD4, dem primären Rezeptor der HI-Viren, zur Zelloberfläche zu verhindern. Die Studie wird morgen (Donnerstag, 19. November) in der Fachzeitschrift <i>Cell Host &amp; Microbe</i> veröffentlicht.
Zum Schutz gegen retrovirale Infektionen produzieren menschliche Zellen sogenannte Restriktionsfaktoren, welche die effektive Virusvermehrung blockieren. Einer dieser antiviralen Faktoren wurde erst letztes Jahr von amerikanischen Forschern entdeckt und als „Tetherin“ bezeichnet, weil er neu produzierte Viruspartikel an der Zelloberfläche „festhält“ (engl. to tether = festbinden) und dadurch deren weitere Ausbreitung verhindert. Allerdings hat HIV-1 M, der Haupterreger von AIDS, ein bestimmtes Eiweiß (das Vpu-Protein) entwickelt, welches in der Lage ist Tetherin auszuschalten. Eine zweite Funktion des HIV-1 M Vpu-Proteins ist es, den primären Rezeptor der Immundefizienzviren, CD4, von der Zelloberfläche fernzuhalten um so zu verhindern, dass freigesetzte Viruspartikel direkt an die bereits infizierte Zelle zurückbinden. Vpu erhöht somit auf zweifache Weise die Effizienz der Virusfreisetzung.
Die Forscher untersuchten, ob auch die Vpu-Proteine von SIVcpz aus Schimpansen (dem direkten Vorläufer von HIV-1) diese Funktionen ausüben können. Überraschenderweise fanden sie, dass SIVcpz nicht Vpu sondern ein anderes virales Eiweiß, das Nef-Protein, benutzt um Schimpansen-Tetherin auszuschalten. Die Tetherin-Variante, die man im Menschen findet, ist allerdings resistent gegen Nef, weil ihr in dem Bereich der sonst mit Nef interagiert fünf Aminosäuren fehlen. „Direkt nach der Übertragung von SIVcpz auf den Menschen war das Virus somit nicht in der Lage Tetherin auszuschalten“ erläutert Professor Kirchhoff. „Da menschliches Tetherin gegen Nef resistent ist, war HIV-1 gezwungen zu Vpu zu wechseln um diesen antiviralen Faktor zu eliminieren“. Lediglich dem Haupterreger von AIDS, HIV-1 M, gelang dies perfekt. Die Vpu- und Nef-Proteine der nicht pandemischen HIV-1 Gruppe O sind nicht in der Lage Tetherin zu antagonisieren. Die Vpu-Proteine der sehr seltenen Gruppe N Viren haben zwar während der Anpassung an den Menschen anti-Tetherin-Aktivität erworben, jedoch dabei die Fähigkeit eingebüßt, den Transport des CD4 Rezeptors zur Zelloberfläche zu blockieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass es nur HIV-1 M gelungen ist, sich nach der Übertragung vom Schimpansen auf den Menschen optimal an den neuen Wirt anzupassen. Dies könnte ein wichtiger Grund dafür sein, warum nur eine von mehreren unabhängigen Übertragungen für den Großteil der AIDS-Pandemie verantwortlich ist. Die Forscher hoffen, dass diese neuen Ergebnisse dazu beitragen werden, neue Wege zu finden, die Ausbreitung der AIDS-Viren zu verhindern.
Sauter et al.: “Tetherin-driven adaptation of Nef and Vpu function and the evolution of pandemic and non-pandemic HIV-1 strains”.  <link http://www.cell.com/cell-host-microbe/home - external-link-new-window><img src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif" alt="" />Cell Host &amp; Microbe</link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Forschung</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 14:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bessere Wirksamkeit genetischer Impfstoffe&lt;br&gt;Ulmer Forschungsgruppe entwickelt neue Plattformtechnologie&lt;br&gt;1,7 Millionen Euro vom BMBF</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3304&#38;cHash=7dd2be3286</link>
			<description>Großer Erfolg für eine Forschungsgruppe der Sektion Gentherapie der Universität Ulm: Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Großer Erfolg für eine Forschungsgruppe der Sektion Gentherapie der Universität Ulm: Die Wissenschaftler unter Leitung von Dr. Florian Kreppel sind unter den sechs Preisträgern des Wettbewerbs „Gründungsoffensive Biotechnologie“ (GO-Bio), die in der dritten Runde aus einer Vielzahl von Antragsskizzen für eine Anschubfinanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt worden sind. Dabei sollen zukunftsträchtige Ideen in den Biowissenschaften in erfolgreiche Unternehmen münden. Die Ulmer Forschungsgruppe erhält 1,7 Millionen Euro für die Entwicklung einer neuen Plattformtechnologie, die eine bessere Wirksamkeit genetischer Impfstoffe gegen schwerwiegende Krankheiten ermöglichen soll. „Innerhalb der nächsten drei Jahre rechnen wir mit der Marktreife“, sagt Dr. Kreppel. In zwei Jahren will der 37jährige Biochemiker mit seinem Team ein Unternehmen zur Vermarktung der Technologie gründen.
Ob AIDS, Malaria oder Hepatitis C – folgenschwere Krankheiten wie diese sollen künftig möglichst schon präventiv durch genetische Impfungen eingedämmt werden. Dabei soll das Immunsystem den Kampf gegen den Erreger dadurch lernen, dass lediglich Teile der Erreger-Erbsubstanz statt eines abgeschwächten Erregers verabreicht werden. „Dazu kommen spezielle sogenannte Gen-Fähren zum Einsatz, die das Erbgut in den Körper transportieren“, erläutert Florian Kreppel. Bislang befinde sich dieser Impfansatz allerdings noch in der Erforschung. Ein Problem dabei: „Diese Impfstoffe sind nicht in der Lage, Immunzellen gezielt anzusteuern, um dann die Abwehrzellen des Körpers zu stimulieren“, so der seit 2003 in Ulm tätige Wissenschaftler, „hier wollen wir mit unserer Technologie ansetzen“. Daran arbeite seine Gruppe seit 2004.
Mittels dieser Plattformtechnologie sollen die bei genetischen Impfungen benötigten Transportvehikel für das Erreger-Erbgut gezielt verbessert werden. „Dazu wollen wir die Mikro-Shuttles mit einer speziellen chemischen Oberflächenstruktur versehen, so dass sie von speziellen Abwehrzellen, Fresszellen etwa, aufgenommen werden und so Immunantworten ankurbeln.“ Dr. Kreppel zufolge arbeiten die Forscher derzeit auf Basis von&nbsp; Adenovirus und mit Hilfe synthetischer Polymere-, aber die Technologie wird für verschiedene Modelle von Gen-Fähren einzusetzen sein. Wesentliche Bestandteile ihrer Entwicklung seien jedenfalls bereits patentiert und ihre Machbarkeit im Tiermodell belegt. „Wenn wir unser Ziel erreichen, wäre dies ein Riesendurchbruch in der Forschung“, ist der Wissenschaftler überzeugt, der schon heute an die nächsten Schritte denkt: „Unser Geschäftsmodell ist neben Lizenzvergaben für die Technologie-Plattform langfristig auch die präklinische Entwicklung von eigenen Produktkandidaten.“ 
Schließlich sei das Ziel des für seine restriktive Auslese bekannten Wettbewerbs „Spitzenforschung mit Gründungsinteresse“. Und zentrale Auswahlkriterien sei neben einem überzeugenden Konzept ein herausragender wissenschaftlicher Werdegang der Bewerber gewesen. „Schon deshalb“, freut sich Dr. Florian Kreppel, „sind wir sehr stolz auf diesen Erfolg“.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Forschung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 10:04:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wachsendes Interesse an Nachhaltigkeit:&lt;br&gt;Ein Jahr Stiftungslehrstuhl Posititve Bilanz</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3288&#38;cHash=58f3a9faf2</link>
			<description>Eine rundum positive Bilanz zogen dieser Tage der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner und Professor...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine rundum positive Bilanz zogen dieser Tage der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner und Professor Martin Müller bei einem Pressegespräch für das erste Jahr des Stiftungslehrstuhls Nachhaltiges Wissen, nachhaltige Bildung, nachhaltiges Wirtschaften. „Seine Einrichtung hat sich gelohnt“, sagte Gönner, „insgesamt ziehe ich ein positives Fazit“, formuliert es der Inhaber des Lehrstuhls, der von der Stadt zum 40jährigen Bestehen der Universität initiiert worden war und an der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften angesiedelt ist. Finanziert wird er für fünf Jahre von der Stadt und von Unternehmen der Region.
Müller zufolge verzeichnen die Vorlesungen und Übungen zum Thema Nachhaltigkeit wachsendes Interesse seitens der Studierenden, nicht nur der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge übrigens, sondern auch der Biologie und Informatik. Über die Lehrveranstaltungen hinaus profitierten Studenten auch von Praktika, Betriebsbesichtigungen und Diplomarbeiten. „Zugleich binden wir damit die beteiligten Unternehmen aktiv ein“, erklärte der Lehrstuhlinhaber. In Verbindung mit einer Reihe von öffentlichen Vorträgen sei damit eine „enge Verzahnung von Uni, Stadt und regionalen Unternehmen entstanden“. Gleiches gelte zumindest zum Teil auch für die Forschungsprojekte des Instituts, zum einen die Begleitforschung zum car2go-Projekt der Daimler AG, zum anderen die Studie mit der Dietenheimer Spinnerei Otto zum Thema Recycling von Baumwollabfällen im Produktionsprozess. 
Von Ulm aus fortgeführt habe er ferner ein schon vor längerer Zeit begonnenes Projekt in Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern über die Nachhaltigkeit in Lieferantenbeziehungen. „Das erweitert die Drittmittelbasis des Stiftungslehrstuhls“, so Professor Müller, der diese gleichwohl noch weiter ausbauen will. Mit zwei Projektanträgen beim Bundesforschungsministerium zum Thema Klimaschutz etwa, über die allerdings noch nicht entschieden sei.
Ausbauen will der Wissenschaftler auch die bislang als Querschnittsstudie angelegte Begleituntersuchung des Ulmer Carsharing-Projekts car2go. „Interessante Ergebnisse für die Region“ konnte er bereits vermelden, zum Mobilitätsverhalten der Ulmer Bürger vor allem und zu den mit so genannten vollflexiblen Carsharing-Systemen möglichen Kohlendioxid-Einsparungen. Diese seien nämlich auf jeden Fall zu erwarten. „Basierend auf einer empirischen Datenerhebung zu car2go-spezifischen Nutzungsmustern haben wir drei denkbare Szenarien berechnet“, berichtete Martin Müller. Im schlechtesten Fall lägen die eingesparten Emissionen bei 2100 Tonnen, im günstigsten bei 4032 Tonnen. 
Bemerkenswert indes noch ein weiterer Aspekt der „aus Eigenmitteln finanzierten und völlig unabhängigen Untersuchung“ (Müller): Über das klar identifizierbare Milieu von Nutzern klassischer Carsharing-Systeme (überdurchschnittlich gebildet, höheres Einkommen, Öko-affin) hinaus gelinge es mit car2go auch andere Bevölkerungsschichten anzusprechen. „Damit kommt man aus der Nische raus“, ist der Wissenschaftler überzeugt, ebenso von der Qualität der Studie: „Das wird eine hochkarätige Publikation.“ 
Mit Interesse verfolgt fraglos auch von der Kommunalpolitik. Oberbürgermeister Gönner wertet das veränderte Mobilitätsverhalten als „Schritt zu mehr Freiheit und verbesserter Lebensqualität“. Nicht die pauschale Grundsatzentscheidung zwischen Individual- und öffentlichem Nahverkehr sei künftig nötig. Vielmehr ermögliche die Kombination verschiedener Verkehrsmittel maximale urbane Mobilität. Von Bus oder Straßenbahn in den Smart etwa oder umgekehrt. 
„Beim Thema Nachhaltigkeit ist es wichtig, die Leute mitzunehmen und zu überzeugen“, hatte Professor Müller eingangs festgestellt, „einfach von oben Regeln ist nicht möglich“. Ganz im Sinne des Stiftungsinitiators vermutlich. Ivo Gönner jedenfalls gab sich zufrieden, mit der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen und dem Lehrstuhl ebenso wie mit dessen Arbeit. Und mit dem Lehrstuhlinhaber ganz besonders: „Herr Professor Müller ist ein mitreißender und profunder Experte.“]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 10:21:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Studientag an Uni: Auch Eltern gefragt</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3276&#38;cHash=f04d71e50d</link>
			<description>Noch mehr Informationsangebote als in den Vorjahren hat die Universität Ulm zum landesweiten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Noch mehr Informationsangebote als in den Vorjahren hat die Universität Ulm zum landesweiten Studientag am Mittwoch, 18. November, vorbereitet (8.30 bis 16.00 Uhr). Facheinführungen, Vorlesungen, Führungen und ein vielseitiges Begleitprogramm sollen den jungen Besucherinnen und Besuchern die Wahl des richtigen Studiums erleichtern, die bekanntlich nicht selten mit der Qual der Wahl verbunden ist. Schon die relativ kleine Universität Ulm ermöglicht schließlich eine Vielzahl an Studiengängen, insgesamt ist das Angebot kaum noch überschaubar. „Aber es gibt Orientierungshilfen“, weiß Christiane Westhauser, die Studienberaterin der Ulmer Uni. Ganz wichtig sei dabei das persönliche Gespräch, mit Studierenden und den Fachberatern zum Beispiel. Aufschlussreiche Erkenntnisse vermitteln könnten auch Führungen durch einzelne Bereiche. Hier reicht das breit gefächerte Angebot von „Einblicken in den Nanokosmos“ (Physik) bis zur Intensivstation (Medizin). Und natürlich gibt es sämtliche Informationen rund um das Studium, von der Finanzierung über Auswahl- und Bewerbungsverfahren bis zu Sprachenangeboten und Auslandsaufenthalten. Gefragt sind übrigens auch die Eltern: „Wie unterstütze ich mein Kind im Berufs- und Studienorientierungsprozess?“<br /><br />Antworten darauf gibt Studienberaterin Westhauser <br />(Seminarraum 227/Festpunkt N 24/15.00 bis 15.45 Uhr).<br /><link http://www.uni-ulm.de/home/studieninteressierte.html - external-link-new-window><img src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif" alt="" />Weitere Informationen</link><br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Studium</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 09:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internationalität wichtig:&lt;br&gt;Orientierung beim ERASMUS-Tag / International Day</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3275&#38;cHash=249320d1a8</link>
			<description>Schweden oder Spanien, Australien oder USA, Chile oder China? Wie auch immer: Die Vertiefung von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Schweden oder Spanien, Australien oder USA, Chile oder China? Wie auch immer: Die Vertiefung von Sprachkenntnissen, interkulturelle Erfahrungen und weltweite Kontakte gewinnen für junge Akademiker weiter an Bedeutung. In vielen Berufsfeldern sind sie inzwischen sogar unverzichtbar. Gleichzeitig stellen sich bereits im Studium zahlreiche Fragen: Wann und wo sind Studienabschnitte im Ausland besonders sinnvoll? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? <br />Informationen dazu verspricht das International Office der Universität Ulm am Dienstag, 17. November, im Rahmen des „Erasmus-Tags / International Day“ im Forum der Uni (11 bis 14 Uhr). <br />Ein Schwerpunkt dabei ist selbstverständlich das inzwischen etablierte ERASMUS-Programm mit zahlreichen Austausch-Angeboten und Fördermöglichkeiten, Gesprächen zudem mit Studierenden von Partneruniversitäten und auch Informationen zu Praktika in vielen Ländern Europas. Gleichzeitig will das International Office über Studienaufenthalte weltweit informieren. Schließlich unterhält die Uni mittlerweile Austauschvereinbarungen mit weit mehr als 100 Partnerhochschulen auf fast allen Kontinenten. Speziell über Studienmöglichkeiten in Australien aus erster Hand informieren wird eine Mitarbeiterin von GOstralia, einer kompetenten und anerkannten Vermittlungs- und Stipendienorganisation auf diesem Gebiet. <br />Internationale und interkulturelle Erfahrungen können deutsche Studierende allerdings auch an ihrer eigenen Uni sammeln. Junge Menschen aus 80 Ländern studieren dem International Office zufolge derzeit an der Universität Ulm, viele davon mit dem Wunsch nach mehr und intensiveren Kontakten zu ihren deutschen Kommilitonen und Kommilitoninnen. Deshalb werden auch ausländische Studentinnen und Studenten sowie deren Verbände ihre Angebote und Aktivitäten vorstellen, ebenso das Integrationsprojekt PROFIN, das bekanntlich von der Uni gemeinsam mit den Hochschulen Ulm und Neu-Ulm getragen wird.<br /><link http://www.uni-ulm.de/io/erasmus.html - external-link-new-window><img src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif" alt="" />Weitere Informationen</link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Studium</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 08:47:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Südwestmetall-Förderpreise vergeben</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3268&#38;cHash=c8f2fb7a30</link>
			<description>Dr. Andreas Beckstette (links) ist am Mittwoch mit einem der neun Südwestmetall-Förderpreise des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dr. Andreas Beckstette (links) ist am Mittwoch mit einem der neun Südwestmetall-Förderpreise des Jahres ausgezeichnet worden. Bei einer akademischen Feier im Stadthaus Ulm zeichnete der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg insgesamt elf Absolventen der Landesuniversitäten aus. Für Freiburg und Konstanz waren die mit jeweils 5000 Euro dotierten Preise geteilt worden. Die Ehrungen nahm der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Rainer Dulger vor.
Beckstette, inzwischen tätig beim Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa), hatte im Vorjahr bei Professor Hans-Joachim Zwiesler (Institut für Versicherungswissenschaften) &quot;summa cum laude&quot; promoviert. Titel seiner Dissertation, für die er nun ausgezeichnet worden ist: &quot;Asset-Liability-Management in der betrieblichen Altersversorgung - ein Konzept für den Risikotragfähigkeitsausgleich innerhalb beitragsbezogener Pensionspläne deutscher Pensionsfonds.&quot; Die Professor Zwiesler zufolge viel beachtete Arbeit verbindet in exzellenter Weise Elemente der Wirtschaftsmathematik mit Aspekten des Arbeits-, Aufsichts- und Bilanzrechts und eröffnet Pensionsfonds inzwischen neue Möglichkeiten. Aus gutem Grund gelte Dr. Beckstette denn auch als &quot;einer der führenden Experten in Deutschland zum Thema Pensionsfonds&quot;. Der Geehrte selbst gab die Komplimente zurück: &quot;Das Arbeitsumfeld für meine Promotion war hier in Ulm ideal und hätte nicht besser sein können.&quot; Universitätspräsident Prof. Karl Joachim Ebeling sprach nach der Präsentation der Preisträger von einer &quot;berauschenden und inspirierenden Vorstellung&quot;. Preise wie diese seien wichtige Anreize für die Wissenschaftler wie für die Universitäten. Eingangs hatte Ebeling in seinem Grußwort festgestellt: &quot;Die heute zum 19. Mal vergebenen Förderpreise gewinnen Jahr für Jahr an Prestige und haben sich zu einem Markenzeichen entwickelt.&quot; ]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 14:33:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hans-Kupczyk-Gastprofessur vergeben</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3256&#38;cHash=61a6721c7b</link>
			<description>Mit der seit 23 Jahren vergebenen Gastprofessur der Hans-Kupczyk-Stiftung ist am Dienstag bei einer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit der seit 23 Jahren vergebenen Gastprofessur der Hans-Kupczyk-Stiftung ist am Dienstag bei einer Feier an der Uni Ulm erstmals ein australischer Wissenschaftler ausgezeichnet worden: Prof. Andrew B. Holmes (Mitte) von der Universität Melbourne wird in diesem Jahr dem Willen der inzwischen verstorbenen Stifter gemäß als &quot;ausgewiesener Wissenschaftler Forschung und Ausbildung nachhaltig bereichern&quot;. Holmes gilt als Pionier und einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der organischen Leuchtdioden (OLEDs).&nbsp; &quot;Er hat 1990 zusammen mit Professor Friend in Cambridge die Elektrolumineszenz von elektrisch leitfähigen Polymeren&nbsp; entdeckt und viele bahnbrechende Ergebnisse publiziert&quot;, sagte Universitätspräsident Prof.&nbsp; Karl Joachim Ebeling (rechts). Ebeling fungiert gemeinsam mit Altrektor Prof. Theodor Fliedner (links) als Vorstand der 1985 von der früheren Verleger-Familie eingerichteten Stiftung. Den australischen Gastprofessor vorgestellt hat dessen Ulmer Gastgeber, Prof. Peter Bäuerle, Direktor des Instituts für Organische Chemie II und Neue Materialien. &quot;Über mehrere Vorträge und Vorlesungen hinaus hatten wir mit unserem Gastprofessor Holmes bereits sehr intensive und fruchtbare Diskussionen&quot;, berichtete Bäuerle. Zentrales Thema dabei: Organische Solarzellen, eine absolute Zukunftstechnologie und ein Schwerpunkt des gastgebenden Instituts wie des Gastprofessors. Holmes selbst (&quot;Ich fühle mich sehr geehrt von der Auszeichnung und Einladung&quot;) äußerte sich sehr anerkennend über die Betreuung von Nachwuchswissenschaftlern im Institut und umriss in seinem Festvortrag die Entwicklung, Vorteile, tatsächliche und mögliche Einsatzgebiete von organischen lichtemittierenden Dioden (OLED).<br />Im Rahmen der vor zwei Jahren aufgenommenen Kooperartion erfolgt auch ein Austausch von Wissenschaftlern zwischen Ulm und Melbourne, der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert wird.

<link fileadmin/website_uni_ulm/presse/pressemitteilungen/2009/Anhang/kupczyk2009.jpg - download><img src="fileadmin/img/icons/download.gif" alt="" />Bild zum Download</link>: Bei Verwendung als Quelle bitte Universität Ulm angeben.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 11:02:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Top-Karriere mit zwei Kindern:&lt;br&gt;Dr. Stefanie Rinderle-Ma folgt Ruf an Uni Wien</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3213&#38;cHash=c56c3389b2</link>
			<description>„Eine Professur war schon immer mein Ziel“, sagt Dr. Stefanie Rinderle-Ma, Privatdozentin im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Das war nicht immer ganz einfach“, räumt die junge Mutter ein, „aber es geht“. Auch dank der Uni-eigenen Kindertagesstätte. „Ganz toll“ sei diese, vorteilhaft überdies die Nähe zum Institut. Gleichwohl mitunter keine ausreichende Lösung: „Dann ist eben der Ehemann gefragt“, Doktorand derzeit in der Medieninformatik („eine große Unterstützung“), und ab und an seien es auch die Großeltern oder die Geschwister. Jedenfalls weiß die Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät um die Problematik ihrer Aufgabe. Um das Defizit an Frauen in den mathematisch-technischen Fächern ebenfalls. Und um die Schwierigkeit, Mädchen für diese zu begeistern. „Wir haben es mit Schülerinnen-Projekten versucht, aber selbst mit dem Leistungskurs einer zwölften Klasse war es ein Fehlschlag“, bedauert Rinderle-Ma.
Gründe? „Vielleicht liegt es an der späteren Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, mutmaßt die Wissenschaftlerin, „vielleicht ist es auch ein Image-Problem“.
Nicht indes für sie selbst. „Ich habe mich immer sehr für Mathematik interessiert“, erzählt die gebürtige Allgäuerin, die in Augsburg studiert&nbsp; und unmittelbar nach dem Diplom in Ulm („das hat thematisch sehr gut gepasst“) mit der Promotion begonnen hat. Schon in ihrer Diplom-Arbeit nämlich hatte sie sich mit dem Bereich Datenbanken und Informationssysteme beschäftigt. „Ein zukunftsträchtiges Thema“, wie sie frühzeitig erkannt hat, „insofern war der Wechsel nach Ulm absolut richtig“. Außerdem: „Auch menschlich ist die Truppe in Ordnung, bietet ein inspirierendes Umfeld, werden junge Forscher nach Kräften unterstützt.“ Mit der Möglichkeit zu wertvollen Forschungsaufenthalten unter anderem, von denen auch sie als Postdoc profitiert habe: Jeweils drei Monate Twente (Niederlande) und Ottawa (Kanada), ein Monat im holländischen Eindhoven. 
Im Zentrum ihrer Arbeit stets das Kernthema des seit vielen Jahren auch international wahrgenommenen Instituts: Die Prozessmanagement-Technologie, die Entwicklung vertrauenswürdiger, sicherer Systeme. Software mit dem Ziel, Geschäftsprozesse unterschiedlicher Art elektronisch zu unterstützen. Ein wichtiger Faktor dabei, so Stefanie Rinderle-Ma: „Flexibel zu bleiben, damit die Menschen nicht zu sehr in ein Korsett gezwängt werden.“ Einen wichtigen Schritt auf dazu hat sie in ihrer Dissertation beim Direktor des Instituts, Professor Peter Dadam, bearbeitet, die Evolution von Prozessen nämlich. Denn: Die Prozesse, die unterstützt werden sollen, müssen zuvor exakt beschrieben werden. „Auch was passiert, wenn sich die Beschreibung ändert, durch neue Gesetze etwa oder durch Optimieren von Vorgängen“, beschreibt sie ihr spezielles Thema, „summa cum laude“ bewertet und 2006 mit dem Promotionspreis der Ulmer Universitätsgesellschaft ausgezeichnet, inzwischen zudem für den Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik nominiert.
Ferner stehen für die junge Informatikerin einige weitere Auszeichnungen zu Buche, die sie gemeinsam mit Dadam und dessen Stellvertreter im Institut, Professor Manfred Reichert, erhalten hat, darunter der Merckle-Forschungspreis im Vorjahr. Wobei die beiden frühen Rufe wohl vorrangig auf anderen Faktoren basieren: Eine eindrucksvolle Publikationsliste, Zeitschriftenartikel und Konferenzbeiträge insbesondere, aber auch Bücher respektive Monographien. Nicht zu vergessen die Mitarbeit in zahlreichen internationalen Programmkomittees.
„Die Ablehnung des Berliner Rufes hat mir leid getan“, gesteht die gefragte Wissenschaftlerin, „aber er kam später als das Angebot aus Wien“. Zudem treffe die Aufgabe („das wird eine spannende Arbeit“) in der österreichischen Hauptstadt „noch eher meinen Schwerpunkt“. Auch deswegen freue sie sich auf Wien, „eine Stadt mit hoher Lebensqualität“. Allerdings: „Ich gehe auch mit einem weinenden Auge und gemischten Gefühlen.“ Und sie sei „dankbar dafür, dass ich mich hier so gut entwickeln konnte“. Auch deswegen wolle sie die Ulmer Uni-Informatik nicht ohne Empfehlung verlassen. „Hier zu studieren lohnt sich“, ist die designierte Lehrstuhlinhaberin überzeugt, „das Niveau ist sehr gut, das angebotene Spektrum enorm breit, jedoch auch anspruchsvoll“. Ihr Rat: „Eine gute Mathe-Basis ist unverzichtbar.“]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Trauer um Gründungsprofessor Hans Helmut Kornhuber</title>
			<link>http://www.uni-ulm.de/index.php?id=94&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3196&#38;cHash=c2b94da4be</link>
			<description>Die Universität Ulm trauert um ihren Gründungsprofessor Hans Helmut Kornhuber. Der im März 1996...</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Freiheit – Forschung – Gehirn – Religion“ ist seine letzte Publikation überschrieben, ergänzt um den Untertitel „Wege durch dichtes Gelände“. Das nur äußerlich schlichte Büchlein, erschienen erst vor einigen Monaten, liest sich wie das wissenschaftliche und persönliche Vermächtnis des Verstorbenen. Dass der Autor hier weitgehend auf eigene Vorträge in den Jahren 1969 bis 2009 zurückgreift, reduziert weder die Aktualität noch die Brisanz seiner Thesen. Vielmehr geben die einzelnen Kapitel in kompakter Form eben jene Erkenntnisse, Überzeugungen und Meinungen Kornhubers wieder, für die der gebürtige Ostpreuße (Königsberg) zeitlebens gearbeitet, geworben und nicht selten auch gestritten oder gekämpft hat. Kantig gelegentlich und stets mit klaren, offenen Worten, fraglos auch geprägt von den frühen Erfahrungen seiner Generation: Krieg, Kriegsgefangenschaft, Fleiß, Disziplin. Mit 16 Jahren Pionier an der Ostfront, später fast fünf Jahre in sowjetischer Gefangenschaft – viel, im Grunde zuviel für „eine empfindliche Seele“, die er sich selbst zuschrieb. Vielleicht aber eine Erklärung für sein Verhalten als Arzt und als Vorgesetzter, das ihm langjährige Kollegen und Mitarbeiter übereinstimmend bescheinigten: „Sensibel wie kein anderer, unendlich geduldig und einfühlsam, ein ‚echter’ Arzt und zugleich ein fördernder, fordernder und gerechter Vorgesetzter.“
Ausgestattet überdies mit beispielhafter Tatkraft und Energie, einer Gabe, die ihn bis zuletzt begleitete. Die ihm selbst schon im Studium die Realisierung seines Credos ermöglichte, für das er sich später als Ordinarius unermüdlich einsetzte: Die Warnung vor Schmalspurmedizinern. Lüder Deecke, sein ehemaliger Doktorand, später Kollege und Freund, von der Universität Wien als Neurologie-Professor ebenfalls schon seit Jahren emeritiert, hat zum 75. Geburtstag des Verstorbenen einige Fakten zum Pensum des jungen Kornhuber überliefert. Tagsüber Medizinstudium, nachts Philosophie und die großen Werke der Weltliteratur. Später tagsüber Oberarzt in der Klinik, abends und nachts schwierigste neurophysiologische Experimente, gleichwohl noch wegweisende Publikationen und Handbuchartikel.
Wie 1964 die Entdeckung des zerebralen Bereitschaftspotentials vor gewollten menschlichen Bewegungen und Handlungen, bekanntlich zusammen mit Deecke, unstrittig seine größte Leistung als Forscher und der wissenschaftliche Durchbruch schlechthin, weltweit mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt und mit vielen hochkarätigen Ehrungen und Auszeichnungen gewürdigt.
Fast ein wenig tragisch, dass vor diesem Hintergrund mehrere weitere bahnbrechende und bis heute anerkannte Forschungsergebnisse Kornhubers etwas in den Schatten geraten sind. Zur Vielfalt von Gleichgewichts- und Blickstörungen etwa, über das Zusammenspiel von Gleichgewicht und Lagesinn oder die Entdeckung des Augenmuskelfeldes im Kleinhirn. Aber zu gewichtig waren eben auch die Randaspekte der noch in Freiburg entstandenen Arbeit über die menschliche Willensfreiheit, von der philosophischen Komponente bis zu strafrechtlichen Konsequenzen. Ganz abgesehen von einer späteren kontroversen, zum Teil gar erbitterten Diskussion über die seinerzeitigen Ergebnisse, ausgelöst durch deren Infragestellung seitens jüngerer Hirnforscher und noch im Sommer vergangenen Jahres ausgetragen auch in namhaften Medien.
Da hatte „HHK“, wie er sich gerne selbst nannte und dem Vernehmen nach auch in seiner Dietenbronner Klinik respektvoll genannt wurde, sein Ulmer Lebenswerk schon längst abgeschlossen. Seine damit verbundenen Verdienste gleichermaßen kompakt wie angemessen darzustellen, erscheint schlichtweg unmöglich. Nur erinnert sei an den mühsamen Aufbau der Neurologischen Universitätsklinik in Dietenbronn, später auch in Ulm, quasi aus dem Nichts entwickelt zu einer überaus angesehenen Klinik. An die Gründung einer Sprachschule und Schule für Sprachtherapeuten, Deecke zufolge die erste in Deutschland und mit ihrem Curriculum beispielgebend für alle folgenden. An eine Vielzahl weiterer Forschungsarbeiten über die Multiple Sklerose, über Ursachen des Bluthochdrucks, zu neurogenen Blasenstörungen und über den plötzlichen Kindstod, über Epilepsie und Schizophrenie, über die Rolle des Glutamats bei verschiedenen Therapien und über viele weitere Fragen mehr. 
Erinnert sei ferner an Professor Hans Helmut Kornhubers unermüdliches Engagement in Sachen Erziehung und Bildung, dokumentiert nicht zuletzt durch die Einrichtung des Studium generale 1977, eine geisteswissenschaftliche Ersatzlösung gewissermaßen mit einem breit gefächerten Vortragsprogramm und vielen prominenten Rednern aus Wissenschaft, Kunst, Literatur und Politik insbesondere. Rund 20 000 Deutsche Mark sammelte er binnen kurzem für die Bestückung der Studium generale-Bibliothek, viel Geld damals und auch Ausdruck des Respekts, den sich der Gründungsprofessor schon in seinen ersten elf Ulmer Jahren erworben hatte. Denn an die 1967 gegründete Universität berufen worden war er schon im Jahr 1966, als 38-Jähriger also. Ihr verbunden war er bis zuletzt. Seine Verdienste werden bleiben.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung: Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 10:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>
<!-- Parsetime: 286 ms-->