Rechtliche Grundlagen Arbeit und Praktikum

Unabhängig von Ihrem Status an der Hochschule haben Sie nie die Garantie, dass Sie einen Job zum Erwerb Ihrer Lebenhaltungskosten während Ihres Aufenthalts in Deutschland finden. Sie sollten sich also darauf einstellen, dass Sie prinzipiell von persönlich Gespartem, der Untersützung der Eltern oder Verwandten oder von Stipendien leben müssen! 

Außerdem gilt in Deutschland grundsätzlich, dass für Einkommen ab 450 € monatlich  bzw. dass bei Studierenden mit Werksverträgen ab 4860 € jährlich in der Regel Sozialabgaben bezahlt werden müssen. Studierende müssen ihr Einkommen ab 8.354 € pro Jahr versteuern.

Sobald Studierende in mehr als 26 Wochen pro Jahr mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, erfüllen sie steuer- und sozialabgabenrechtlich den Studierendenstatus nicht mehr.

Jobs an der Universität Ulm, Hochschule Ulm, Fachhochschule Neu-Ulm

  • Studierende dürfen in einer studienbezogenen Tätigkeit maximal 85 Stunden pro Monat an der Universität, maximal 49 Stunden pro Monat an der Hochschule Ulm und maximal 19 Stunden pro Woche an der Hochschule Neu-Ulm arbeiten. Die Bezeichnung für eine solche Tätigkeit ist „Studentische Hilfskraft“. Die meisten Jobangebote an den Hochschulen sind nur für Studierende höherer Semester.An der Hochschule Ulm können Master-Studierende maximal 42 Stunden im Monat als „Wissenschaftliche Hilfskraft“ arbeiten.
  • Doktorand*innen können an einer Hochschule als „Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in“ arbeiten. Der Arbeitsumfang wird von dem/der Betreuer*in der Doktorarbeit festgelegt.
  • Stipendiat*innen einer deutschen Organisation erkundigen sich bitte dort nach den Richtlinien.

Jobben außerhalb der Hochschulen ohne Arbeitserlaubnis

Alle EU-Bürger*innen haben in Deutschland eine Arbeitserlaubnis. Ausländische Studierende ohne Arbeitserlaubnis dürfen pro Jahr max. 120 ganze oder 240 halbe Tage arbeiten (4 Stunden pro Tag). Außerdem dürfen Studierende während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, ansonsten verlieren sie ihren Krankenversicherungsschutz. Es empfiehlt sich deshalb, während der Semesterferien zu arbeiten. Absolvent*innen können bis zu 18 Monaten nach Studienabschluss einen angemessenen Arbeitsplatz suchen. In diesem Zeitraum gelten die gleichen arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie für Studierende.

Jobben außerhalb der Hochschulen mit Arbeitserlaubnis

Studierende, die mehr als die oben beschriebenen Stunden arbeiten möchten, brauchen eine Arbeitserlaubnis vom Arbeitsamt und der Ausländerbehörde. Normalerweise wird nur fortgeschrittenen Studierenden eine Arbeitserlaubnis erteilt, wenn sie in einem Bereich arbeiten möchten, der mit ihrem Studienfach zu tun hat. Außerdem benötigen sie eine so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung von ihrer Hochschule. Diese bestätigt, dass bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich studiert wurde und dass keine Vorbehalte gegenüber einer studienbezogenen Tätigkeit bestehen.

Über kurzfristige Beschäftigungsangebote können Sie sich hier informieren:

Bitte beachten Sie, dass Studierende aus Nicht-EU-Ländern in der Regel keine Arbeitserlaubnis für eine Tätigkeit außerhalb ihrer Hochschule erhalten.

Praktika / Praxissemester

Ausführliche Informationen befinden sich auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit oder als Broschüre in Form von PDF-Datei zum Download verfügbar: "Studienfachbezogene Praktika in Deutschland für Studierende aus dem Ausland"