Forschungsverbund Tumorstammzellen

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Merkmale und klinische Bedeutung von Tumorstammzellen
- Es ist wahrscheinlich, dass Tumorstammzellen in vielen Tumoren existieren. Folgende Eigenschaften erscheinen grundlegend für den Nachweis von Tumorstammzellen:
- Die Fähigkeit zur Selbsterneuerung, also zur asymmetrischen Zellteilung
- Die Fähigkeit zu allen im Tumor vorkommenden differenzierten Zellen auszureifen
- Das Vorhandensein spezifischer Oberflächenmarker, Pumpen oder Enzyme
- Die geringe Proliferation
- Eine Signalgebung, die auch in adulten und embryonalen Stammzellen aktiv ist, wie die Wnt-, Shh-, Notch-, Bmi-1- und PTEN-Signalwege
- Tumorstammzellen können zum einen von Gewebestammzellen abstammen, zum anderen können sie ihren Ursprung aber auch in schon differenzierten Zellen haben, die sich wieder "entdifferenzieren".
- Der Nachweis von Tumorstammzellen in einer Tumorart kann zu einer grundlegenden Änderung in der klinischen Vorgehensweise führen. Es werden nicht mehr, wie bisher, die zahlenmäßig überwiegenden differenzierten Tumorzellen für die Prognose, die initiale Patientenstratifizierung und die Beurteilung des Therapieansprechens, einer minimalen Resterkrankung oder eines Rezidivs ausschlaggebend sein, sondern die Zahl, die Funktionsfähigkeit und das Genexpressionsmuster der wenigen Tumorstammzellen in Primärtumor und Metastasen.
- Ein Tumor mit Tumorstammzellen wird nur dann erfolgreich therapiert werden können, wenn auch die Tumorstammzellen abgetötet oder differenziert werden. Es verdichten sich die Hinweise, dass die sich langsam teilenden Tumorstammzellen resistent sind gegen konventionelle Chemo- und Strahlentherapie, die bevorzugt sich schnell teilende Zellen trifft. Darüber hinaus exprimieren Tumorstammzellen Transporterproteine, die klinisch eine Chemotherapieresistenz verursachen. Therapien, die auch die TSZ treffen, ohne die Gewebestammzellen zu beieinträchtigen, müssen entwickelt werden.
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