Franz H. Konarkowski
Aufgefächertes Portal (4) 1990

Die Plastik "aufgefächertes Portal" trägt ihren
Namen von den nach allen Richtungen keilförmig
offenen Durchlässen.
Die im Grössenverhältnis ungleichen Tore sind in
dem Punkt fest gefügt, in dem sie gleichsam
harmonisch geteilt und exzentrisch verbunden sind.
Aus der Nähe gesehen entwickelt die Skulptur eine
konstruktive und monumentale Kraft, während sie
sich aus der Ferne gesehen, feingliedrig und
landschaftintegriert ausnimmt. Die Linienführung
des Horizonts ist in Granit und Basalt über dem
Fundament im Pflaster nachgezeichnet und be-
schreibt die Funktion der Innenwinkel - Es steht für
das Prinzip der klaren Linie, die trotz aller Abstrakti-
on eine kennzeichnende Ausstrahlung hat.
Durch die parallele Anordnung der Säulen entste-
hen Schatten als deutliche Kontraste und je nach
dem Standort des Betrachters zeigt sich die
Grossplastik mal breit mal schlank, aber wohl-
geordnet und schildert so dem interessierten
Passanten eine reizvolle Vision räumlicher Bewe-
gung.