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Seit
1985 unterstreicht und akzentuiert Klaus H.
Hartmann mittels Farbe die räumlichen und
gedanklichen Querverbindungen der Einzelteile
seines Formenvokabulars oder schafft mit ihr
Abgrenzungen und Gegensätze. Von verhalten bis
plastisch eingesetzten erdigwarmen und dezent
kühlen Farbklängen erobert er sich schrittweise
eine kraftvolle und gewagtere Farbsetzung, die
auch, in der Skulptur problematisch zu handhaben
de, Töne wie Rosa umfaßt. Er steigert sich zu einer
geradezu barocken, vergnügt sinnlichen Farbigkeit.
Klaus Hartmann findet das Ausgangsmaterial
seiner Plastiken auf Schrottplätzen oder in Teilen
industrieller Stahlproduktion. Aus massiven Stahl-
teilen und Blechen verschiedenster Größe baut er
seine Figurationen, die eine völlig abstrakte.
vielfältige und offene Formensprache vorstellen
und von einem vormaligen Gebrauch oder einer
ursprünglich funktionellen Bestimmung nichts mehr
ahnen lassen. Das Objekt trouvé hat anregenden
Charakter, aber erst die mit Phantasie und
Befindlichkeit aufladende Metamorphose und das
Zusammenspiel verschiedener Elemente macht es
zur Plastik, zum Kunstwerk. In der hier sichtbaren
Plastik hält ein klar gebautes Gerüst ein wie
erstarrtes Tuch in spannungsreicher Symbiose. Ein
"fester Untergrund" gibt dem unförmigen
geknautschten Teil den Halt Durch die kräftige
Farbigkeit werden die Kontraste noch gesteigert Er
will nicht aufzeigen, was Stahl als Material bewirk-
en kann, sondern was das Zusammenspiel der
Formen im Raum miteinander bewirkt.
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