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Der
Universitätsbau auf dem Ulmer Eselsberg wirkt
auf mich in seinem Erscheinungsbild von Beton, Stahl
und Glas wie ein strenges, mächtiges Behältnis für Wissen
und Wissenschaft: kühl und rational. Bei aller gegebenen
Hochachtung des Künstlers vor dieser geballten
Architektur" regt sich in mir der Wunsch, in meinem
Wandbild ganz einfach der Kreatur und Natur, der Wärme
und Heiterkeit einen Platz zu geben.
Um die Architektur nicht aufzuweichen, habe ich bewußt
im Oberteil des Bildes den oberen Rand der Fläche nicht
tangiert, so daß das Bild frei in der Fläche steht.
Dasselbse gilt für den unteren Bildbereich.
Der untere Bildteil verkörpert in den beiden Gestalten
das Wissen von gestern, das durch heutige Erkenntnisse
(Figur darüber) teilweise auf den Kopf gestellt ist. Die
Hauptgestalt hält das offene Ohr an die Wand des dahinter
liegenden Hörsaals. Ganz Ohr für Wissenschaft und Lehre,
das Auge ins Buch gerichtet, dem Höheren verpflichtet,
und dennoch mit beiden Füßen im Salat. Man beachte die
Bildmitte: Bild im Bild."
(R. Roth) |
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