ULME: Psychosomatisches Kranksein und der ärztliche Blick auf das Handicap: Der Körper, die Seele, das Gehirn

Zeit : Donnerstag , 16:15 - 17:15 Uhr
Ort : Helmholtzstraße 18, Raum 1.20,

Das Institut für Wirtschaftswissenschaften lädt wieder herzlich zum Forschungsseminar ULME ein. Der erste Vortrag in diesem Semester findet am Donnerstag, 19. Oktober,  16:15 - 17:15 Uhr (Raum  120, Helmholtzstrasse 18) statt. Zum Auftakt des Semesters freuen wir uns sehr,  Michael Noll-Hussong (Uni Ulm) begrüßen zu dürfen, der einen Vortrag mit dem Titel „Psychosomatisches Kranksein und der ärztliche Blick auf das Handicap: Der Körper, die Seele, das Gehirn“ halten wird. Michael Noll-Hussong leitet die Ambulanz der Universitätsklinik Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Ulm. Einen Abstrakt zum Vortrag finden Sie anbei. 

 Im Anschluss an das Seminar gehen wir mit dem Vortragenden zu einem gemeinsamen Abendessen in der Ulmer Innenstadt und freuen uns, wenn Sie mitkommen!

Das weitere (vorläufige) ULME Programm für dieses Semester finden Sie hier.

 

Abstrakt:

Das Charakteristikum der sog. "psychosomatischen Störungen"im engeren Sinne, heute eher als sog. "somatoforme Störungen"bekannten Leiden ist „die wiederholte Darbietung körperlicherSymptome in Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nachmedizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisseund Versicherung der Ärzte, daß die Symptome nicht körperlichbegründbar sind. Wenn körperliche Störungen vorhanden sind, erklärensie nicht die Art und das Ausmaß der Symptome, das Leiden und dieinnerliche Beteiligung des Patienten“ (ICD-10-GM). Das Bemühen um dasimmer bessere Verständnis dieser „interface disorder“zwischen Körper,Psyche und Um-Welt gehen einher mit einem anhaltenden Bemühen um dieOptimierung, aber auch Entstigmatisierung psychischen Krankseins undpsychotherapeutischer Prozeduren. In diesem Vortrag werden zunächsteinige aktuelle Befunde zur Epidemiologie, zu Verlauf, Prognose, aberauch Gesundheitsökonomie dargestellt. Nach einer Übersicht übermögliche Störungsmodelle zur Entstehung  und prinzipiellendiagnostischen Herangehensweise werden abschließend diewissenschaftlich basierten Prinzipien zur Therapie dieser Störungenerläutert.